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Cover  
Katatonia - Sky Void Of Stars (CD)
Label: Napalm Records
V√Ė: 20.01.2023
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Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3142 Reviews)
9.5
¬Dass "Sky Void Of Stars" ein weiteres, gro√üartiges Album w√ľrde, war nie anzuzweifeln. Zu erhaben, zu √ľberlegen und zu stilsicher emotional komponieren Katatonia nun seit mittlerweile zwei Dekaden und alles, was die Schweden seit "Viva Emptiness" offenbart haben, war schlichtweg grandios.¬ Zumeist sogar nahe der absoluten Makellosigkeit und weil 10-Punkte Meisterwerke wie das ewige Referenzalbum "Great Cold Distance" (Review), aber auch "Dead End Kings" (Review) oder "Night Is The New Day" (Review) letztlich auch den "test of time" mit Bravour √ľberstanden haben, ohne ihre Magie, Sch√∂nheit und Brillanz einzub√ľ√üen, kann man einfach nur immer wieder von Superlativen erz√§hlen.

Katatonia sind in meiner Welt die ¬eigenst√§ndigste und emotional mitrei√üendste Band der letzten zwanzig Jahre¬. Die Schweden haben sich eine Ausnahmestellung zwischen melancholischem Dark-Metal, dezent progressivem Post-Prog-Rock und traumwandlerischer Alternative-Rock-Kunst erschaffen, die sie l√§ngst zur absoluten Spitze des Genres gemacht hat.
¬Katatonia sind f√ľr mich die beste Band unserer Zeit und daran wird auch dieses, abermals bet√∂rend sch√∂ne Kleinod nichts √§ndern.¬

Ganz im Gegenteil: "Sky Void Of Stars" ist ¬das n√§chste Ausnahmealbum einer Band, die sich mit ihrer zeitlos und zeitgem√§√ü gleicherma√üen t√∂nenden Kunst in keine Schubladen packen l√§sst. Keine andere Band klingt wie Katatonia. Keine andere Band komponiert so unkonventionell und unrhythmisch, um am Ende doch zutiefst harmonisch und eing√§ngig zu klingen¬. Ein Paradebeispiel f√ľr ein neuerliches ¬Dark-Prog-Rock-Meisterwerk¬ ist der dezent vertrackte Albumbeginn. "Austerity" ist durch und durch Katatonia. Von Beginn an packend, unschl√ľssig aber schl√ľssig zugleich. ¬Die Atmosph√§re, die Andacht und die melancholische Sch√∂nheit sind einmal mehr die Grundrezeptur der elf neuen Songs,¬ bei denen Katatonia vertraut und spannend zugleich erklingen. Bislang ungewohnte Texturen l√§sst die Klangcollage von "Colossal Shade" aufkeimen. Ein unscheinbarer Track, der sich mit seiner mototonen, elegischen Taktgebung mit Fortdauer im Hirn festsetzt, ebenso wie ein harmonisch √ľberragendes "Opaline" aber von Beginn an schlicht traumhaft klingt. Allzu introvertiert oder verkopft t√∂nen Katatonia auf "Sky Void Of Stars" selten. Ganz im Gegenteil gehen "Author" der hart groovende Melo-Rocker und quasi-Titeltrack "Drab Moon" (sozusagen der kleine Bruder von "Onward Into Battle") und das √ľberragend mitreisende "Birds" f√ľr Katatonia-Verh√§ltnisse vielleicht sogar als stylishe Melo-Ohrw√ľrmer durch.

¬"Sky Void Of Stars" jedenfalls ist notwendig d√ľster, hoch emotional aber keineswegs anspruchslos. Nat√ľrlich nicht, insgesamt ist es aber wohl eine Spur direkter, gitarrenlastiger und lebendiger und nicht ganz so introvertiert, wie "The Fall Of Hearts" oder die zweite H√§lfte von "City Burials" es haben vermuten lassen¬. Ein vielf√§ltiges und zug√§ngliches Katatonia-Album, bei dem das stilsichere Artwork und die perfekte Produktion einmal mehr wie angegossen zur hohen Kunst passen.



Der Albumtitel eines "Himmel ohne Sterne" verinnerlicht dabei geradezu die musikalische Aura und Atmosph√§re des mittlerweile zw√∂lften Albums der Schweden. Eines weiteren Kunstwerkes ohne Schwachpunkt, dessen perfekte Single "Atrium" bereits Gro√ües erahnen liest. Unrhythmisch und gleichzeitig eing√§ngig, wie es nur Katatonia k√∂nnen. Vollkommen unkommerziell, aber so kommerziell wie nur m√∂glich, wie die d√ľster-poppige Wehmut von "Sclera".

¬"Sky Void Of Stars" hat alles, was man an Katatonia liebt und je geliebt hat. Unkonventionell und unkommerziell kreieren Katatonia ihre Musik, beweisen in stilsicherer Hochglanzpolitur wer sie sind und dass sie weiterhin unangefochten an der Spitze aller melancholischer Kunst stehen!¬ Die Schweden liefern einen frisch polierten Streifzug durch ihr bisheriges Schaffen. Im ersten Anblick vielleicht eing√§ngig und durch gro√üe Emotionen und traumhafte Gesangslinien zug√§nglich. Am zweiten Anblick aber voll von jenen hochtechnischen und vollkommen unkonventionell filigranen Prog-Takten, Riffs und Drums, die Katatonia immer schon ¬unverkennbar und einzigartig¬ und das ¬stilvoll und stilsichere Gesamtkunstwerk¬ schon immer so ¬unantastbar gro√ü¬ gemacht haben!

¬Ja, man darf es ¬Depressive Rock¬ nennen und ja, "Sky Void Of Stars" ist das siebte Meisterwerk in Folge und einmal mehr ein Katatonia-Album, das ganz ganz nah an absoluter Perfektion ist.¬

Hören wir das Album des Jahres 2023 bereits im Jänner?
Wahrscheinlich schon…




Trackliste
  1. Austerity
  2. Colossal Shade
  3. Opaline
  4. Birds
  5. Drab Moon
  6. Author
  1. Impermanence (feat. Joel Ekelöf)
  2. Sclera
  3. Atrium
  4. No Beacon To Illuminate Our Fall 

  5. Absconder (Mediabook Bonus Track)
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