IGNITION bleiben ihrem Veröffentlichungsrhythmus treu und melden sich knapp drei Jahre nach dem starken
"Vengeance", mit ihrem drittten Longplayer
"All Will Die" eindrucksvoll zurück. Damit untermauern die Jungs ihren
Anspruch, zu den spannendsten Vertretern des deutschen Power Metal zu gehören.
Das Ruhrpott-Quintett knüpft dabei hörbar an den Vorgänger an, wirkt jedoch in allen Belangen fokussierter, druckvoller und noch selbstbewusster in der eigenen Ausrichtung.
Statt bloßer Genre-Tradition liefert die Band ein Album ab, das klassische Power Metal-Tugenden mit einer rauen, fast schon straßentauglichen Energie verbindet und genau dadurch aus der Masse heraussticht. Von der ersten Minute an dominieren scharf geschnittene Riffs des Duos Leyer/Ernst und Schallys Gesang, der wie gewohnt gleichermaßen kraftvoll wie eingängig daherkommt. Besonders auffällig ist das Gespür für Dynamik:
IGNITION verstehen es, hymnische Refrains organisch in das Gesamtbild einzubetten, ohne dabei die nötige Härte zu opfern, was "All Will Die" eine durchgehend mitreißende Intensität verleiht. Gleichzeitig wirkt das Songwriting reifer und variabler, ohne die klare Linie zu verlassen, die die Band seit jeher auszeichnet. Die Produktion unterstreicht diesen Eindruck mit einem druckvollen, transparenten Sound, der sowohl die Aggressivität als auch die melodische Seite der Band perfekt zur Geltung bringt. Das von Schally selbst gemixte Album klingt dabei nie geschniegelt oder überproduziert, sondern behält stets eine angenehme Erdigkeit, die hervorragend zum Selbstverständnis der Band passt.
Insgesamt gelingt IGNITION ein Werk, das nicht nur ihre bisherigen Stärken bündelt, sondern sie auf ein neues Level hebt und dabei zeigt, wie moderner Power Metal klingen kann, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.
Release ist am 5. Juni 2026. Anspieltipps:
"Amok",
"The Ending Calls" und
"In The Silence".