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Cover  
Moonspell - Alpha Noir (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 27.04.2012
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2927 Reviews)
9.0
Ähnlich wie Paradise Lost, die mit "Tragic Idol" (zum Review) vom britischen Königreich aus einen perfekten Steilpass der Dunkelheit auf die iberische Halbinsel geschickt haben, besinnen sich auch Moonspell seit einigen Jahren wieder ihrer alten Stärken. Auch bei den Portugiesen ist die Depeche Mode Phase und das große Experimentieren vorbei. Die Iberer, die mit "Night Eternal" (zum Review) einen Befeiungsschlag allererster Klasse vom dunklen Pelz gestreift haben, der all ihre großen Attribute vereint und perfektioniert hat, gehen auf ihrem mittlerweile zehnten regulären Album so unglaublich roh, trocken und metallisch zu Werke, dass es ein absoluter Genuss ist.
Moonspell ziehen sich in Sachen Opulenz im Vergleich zum Vorgänger einen Schritt zurück, vergessen dabei aber keineswegs auf große Atmosphäre, auf ihre edlen Gewänder und die gewohnte Schauerstimmung. As Grundgerüst von "Alpha Noir" ist so nahe an den metallischen Wurzeln, wie man es seit Ewigkeiten nicht erleben konnte. Die Portugiesen reduzieren den Breitwandbombast, der die großartigen Kompositionen von "Night Eternal" veredelte, und zeigen sich trocken, dunkel, hart und knochig wie seit Jahren nicht.

"Alpha Noir" ist ein Metal Album mit Gothic Anstrich. Ein Gitarrenalbum mit schwarzmetallischer Note. Dennoch voll verführerischem Horror und es zeigt sich trotz seiner Härte, seiner tiefschwarzen Aura und seinem homogenen Abwechslungsreichtum vom ersten Moment an packend und fesselnd. Die Atmosphäre ist so ungeheuer dicht, dass man sich sofort tief in die Kompositionen rein gezogen fühlt. In Songs, die fast alle von Beginn an zünden, jedoch von Durchlauf zu Durchlauf besser und intensiver werden. Moonspell besinnen sich ihrer Wurzeln, klingen aber dennoch höchst zeitgemäß. "Alpha Noir" jedenfalls ist das borstigste und metallischste Stück, das die Iberer seit langer Zeit aus den Katakomben gelassen haben. Dass sie dabei weder ihre Gothic Elemente verleugnen, ihr Revier lyrisch einmal mehr perfekt abstecken und noch dazu trotz aller Brachialität ungemein atmosphärisch, melodisch und hitverdächtig zu Werke gehen, spricht Bände.

Geleitet von einem großartig agierenden Fernando Ribeiro starten Moonspell mit dem prickelnden "Axi Mundi" und dem überaus brachialen Werwolfgedicht "Lickanthrope" ebenso sperrig, wie Black Metal lastig in ihr Werk. Eins wird gleich zu Beginn klar: "Alpha Noir" ist so brutal produziert, wie es das dunkel romantische Korsett von Moonspell nur zulässt und spätestens, wenn uns das vor Kraft strotzende "Versus" mit seinen knackigen Metalgitarren, unaufdringlichem Dark Wave Rhythmus und starkem Refrain umgarnt wissen wir, dass das Projekt geglückt ist. Moonspell schaffen den Spagat aus dunkler Härte und großer Atmosphäre nahezu perfekt. Vor allem dann, wenn es in die stärkste Phase des Albums geht, wenn sich der fett groovende Titelsong als perfekter Livehit offenbart und das portugiesisch intonierte "Em Nome Do Medo", ein schleppend majestätisches Epos, kundtut, ein tief gehender und rauer Kracher mit dezenten Engelschören und druckvollem Soundgewand sein zu wollen. Genau dann weiß man, dass die Herrschaften vielleicht an einem ihrer Karrierehöhepunkte angelangt sind. Dem nicht genug drücken Moonspell weiter auf die Vollen. "Opera Carne" wird abermals von coolem Riffing, einem satten Groove und tollen Gitarrenmelodien zum Höhepunkt getrieben, "Love Is Blasphemy" ist ein Brecher vor dem Herrn und "Grandstand" ist nichts weiter als ein absoluter Ohrwurm.
Wenn dann das soundtrackartige Instrumental "Sine Missione" die Stimmung wieder beruhigt und den Vorhang nach einer nahezu perfekten Aufführung erotisch schauriger Dunkelheit zu schließen versucht, kommt man gar nicht drum herum, dieses Album mit all seinen superben Songs wieder und wieder zu hören.

"Alpha Noir" ist nicht nur tiefschwarz, roh und hart, es hat auch eine fesselnde Atmosphäre und nahezu alles, was Moonspell je zu einer großartigen Band gemacht hat. Genau deshalb, und weil es weit fernab allen unnötigen Bombasts überzeugt, ist es für mich persönlich schon jetzt das beste und intensivste Album, das die Portugiesen seit ihrem Meilenstein "Irreligious" (zum Classic) veröffentlicht haben!

Nach der großartigen Paradise Lost Scheibe haben wir hier den zweiten absoluten Paukenschlag einer wieder erstarkten Ikone vorliegen, die ich und viele andere in der Vergangenheit schon mehrfach für tot erklärt haben, die aber sehr wohl zu zeigen weiß, wer auf welchem Thron Platz zu nehmen hat…

Trackliste
  1. Axis Mundi
  2. Lickanthrope
  3. Versus
  4. Alpha Noir
  5. En Nome Do Medo
  1. Opera Carne
  2. Love is Blasphemy
  3. Grand Stand
  4. Sine Missione
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