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Cover  
Moonspell - Hermitage (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 26.02.2021
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2969 Reviews)
9.0
Ungewöhnlich aber großartig beginnt sie, die neue Moonspell. Mit Ambition, Mut und musikalischer Souveränität gesegnet, der Männern dieser Reife nicht immer zuzutrauen sind, offenbaren die Südländer mit "Hermitage" ein Werk, das mit jedem Durchlauf größer und besser wird, bis man gar von einem Meisterwerk sprechen will. Einem Werk, das Moonspell-Fans lieben werden und das auch jene begeistern könnte, die bislang nicht im Lager der Portugiesen waren.

Das erhabene "The Greater Good" und das treibend geniale "Common Prayer" mit seiner pechschwarzen, hypnotisch harten Note lassen einen bereits staunend und begeistert zurück. Nach ihrem (letztendlich doch etwas überambitionierten) Konzeptalbum "1755" drehen Moonspell im "Winter" ihrer Karriere nochmals am ganz großen Rad. "Hermitage" ist dramatisch, packend und fesselnd. Ein grunddüsteres Gothic Metal Album, das keine Scheu vor dunklem Post-Rock, psychedelischen Ausfahrten und Art-Rock hat, und dennoch die feudalen, harschen Elemente der eigenen Großtaten der 90er Jahre aufgreift. So schickt sich das behutsame "All Or Nothing" in einer Melange aus Floydscher-Katatonie und dunkler Wehmut an, zu einer nahezu perfekten Gothic-Rock-Halb-Ballade mit herrlichem Gitarrensolo und Akustiktupfern zu mutieren. Zu einem begeisternden Song, wie man ihn nie zuvor gehört hat und der gemeinsam mit dem unkonventionell, aber umso genialeren Titeltrack (auch hier erinnert die Taktgebung mitunter an die grandiosen Katatonia) und dem herrlich atmosphärischen "Entitlement" die makellose A-Side dieses Meisterwerkes komplettiert.

Nicht minder genial führt die B-Side gen Finale. "Solitarian" ist ein überragendes und packendes Instrumental. Düstere Gothic-Vibes paaren sich mit atmosphärischen Keyboards und Pink Floyd-Gitarren. Diese Art Song macht "Hermitage" noch intensiver und ebenso wie "City Quitter" noch mehr zu einem Kunstwerk, das man am Stück hören sollte. Wie gut Moonspell auf ihrem mittlerweile 13. Studioalbum sind, beweist ein furioses, ein geradezu orgiastisches "The Hermit Saints". Hier liefern die Portugiesen einfach alles, was sie je groß gemacht hat. Atmosphärische Klangteppiche, düster Goth-Vibes und erhabene Metal Dramatik gipfelt in packenden Aufbauten und großen Melodien. Fabelhaft und einer der besten Songs der Bandgeschichte.



"Hermitage" ist ohne Wenn und Aber ein überragendes Stück Musik! Vielschichtiger und emotionaler als je zuvor, wiegen einen Moonspell in bekannter Größe, jedoch zu keiner Sekunde in vertraut musikalischer Sicherheit. Die Spannung ist immer am Peak, während einen die zehn faszinierenden Songs bedingungslos fesseln. "Hermitage" ist düster, teils pechschwarz und es ist verdammt heavy. Gleichzeitig ist es melancholisch, melodisch und zerbrechlich, wie selten ein Ton der Portugiesen zuvor. Ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk, das von Beginn an fasziniert und dennoch von Durchlauf zu Durchlauf noch genialer wird!

Fernando Ribeiro hat "Hermitage" zurecht wie folgt beschrieben: "Wir sind im Winter unserer Karriere angekommen. Deshalb haben wir uns ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen oder Trends ganz auf unsere Musik konzentriert. Uns war nur die Musik wichtig, sonst nichts". Diese Freiheit, diese Grenzenlosigkeit hört man "Hermitage", seinen Songs und auch dem Frontman , der von pechschwarzen Growls und wütenden Schreien bis hin zu seinen mitunter emotionalsten und besten Tönen alles offenbart, zu jeder Sekunde an.

Moonspell waren zeitlebens eine große, manchmal eine großartige Band. Die Portugiesen waren immer glaubwürdig, immer hart arbeitend und sympathisch. Ein leidenschaftlicher und offensichtlich tiefer aus der Seele der Protagonisten erschaffenes Kunstwerk wie dieses, haben sie meiner Meinung nach aber noch nie erschaffen!

Dramatischer, packender, spannender und treffsicherer kann solch kunstvoller "Post-Gothic-Düster-Metal" nicht klingen. "Hermitage" ist in all seiner Pracht makellos und vielleicht ist es sogar die vielfältigste, die spannendste und auch beste Moonspell Scheibe ever!


P.S.: Dass am Digipack eine großartige, charismatische Cover Version des Candlemass Jahrhundertsongs "Darkness In Paradise" vertreten ist, passt im Übrigen wie perfekt zu diesem edlen Stück dunkler Musik…





Trackliste
  1. The Greater Good
  2. Common Prayers
  3. All Or Nothing
  4. Hermitage
  5. Entitlement
  1. Solitarian
  2. The Hermit Saints
  3. Apoptheghmata
  4. Without Rule
  5. City Quitter
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