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"It Beckons Us All" wurde 2024 veröffentlicht und ist der Vorgänger des neuen DARKTHRONE-Langspielers "Pre-Historic Metal", den wir heute besprechen. Das Album wurde bereits am 08. Mai veröffentlicht und ist das neunte Studiowerk des norwegischen Duos Fenriz und Nocturno Culto. Mit "Pre-Historic Metal" gehen DARKTHRONE einer langjährigen Obsession nach, und zwar: “dem Geist von klassisch klingendem Metal Leben einzuhauchen und dabei kompromisslos den eigenen Weg zu gehen!”
Fenriz über die symbolische Bedeutung des Titels: “Prehistoric ist ein loser Begriff. Ich denke einfach, dass es unser Vibe ist, unsere Art, Dinge anzugehen. Es ist eher ein Statement dafür, dass wir einen alten Stil nutzen, um etwas Neues zu erschaffen.” "Pre-Historic Metal" wurde in den Chaka Khan Studios in Oslo aufgenommen. Die Produktion stammt von Ole Øvstedal, Silje Høgevold und Mads Luis. Das Mastering erfolgte durch Jack Control bei Enormous Door sowie Maor Appelbaum Mastering. Wir checken, was DARKTHRONEs neuestes urgewaltiges Werk draufhat. Darkthrone - "They Found One Of My Graves" - Official Lyric Video Mit der Singleauskopplung "They Found One Of My Graves" starten Darkthrone die Reise zurück zu klassischen Heavy Metal Riffs, die typische Dunkelheit schwingt aber mit in der Nummer, die von innerem Horror, psychischem Niedergang und dem Wiederauftauchen alter Dämonen handelt – typisch düster und kryptisch für DARKTHRONE. "Pre-Historic Metal" eröffnet roh und ungezügelt mit schrammelnden Gitarren sowie heftigen Schlagzeugsalven, bevor die räudigen Vocals einsetzen und der Track endgültig nach vorne prescht. Der Song entwickelt sich schnell zu einem deftigen Headbanger mit ordentlich Speed, Dreck und dieser typisch urigen DARKTHRONE-Atmosphäre. Inhaltlich ist der Titeltrack ein klares Bekenntnis zu altem, ursprünglichem Metal-Geist. DARKTHRONE feiern rohe Energie, kompromisslose Haltung und klassischen Metal fernab moderner Trends. Genau diese primitive Wucht und der ungeschliffene Vorwärtsdrang machen "Pre-Historic Metal" zu einem der stärksten Songs des Albums. Mit fast sieben Minuten Spielzeit ist "Siberian Thaw" der längste Abriss des Albums und wird von breitbeiniger Gitarrenarbeit eröffnet, die sich förmlich ins Ohr frisst – langsam, Sekunde für Sekunde, wie eine Groove-Raupe, die sich immer tiefer hineinbohrt, um dort dauerhaft wohnen zu bleiben. DARKTHRONE setzen hier auf einen schweren, hypnotischen Flow, der sich Stück für Stück entfaltet und eine düstere, beinahe apokalyptische Atmosphäre aufbaut. Mantraartig wird "Siberian Thaw" immer wieder wiederholt, unterlegt von den typisch räudigen DARKTHRONE-Riffs, wodurch sich der Song unweigerlich im Kopf festsetzt. Die schleppenden Passagen walzen stoisch nach vorne, während die Gitarren diese kalte, bedrohliche Stimmung immer weiter aufziehen. Inhaltlich kreist "Siberian Thaw" um Verfall, Naturgewalten und das Erwachen uralter Kräfte – passend zur eisigen Atmosphäre des Tracks. In der Mitte wird es plötzlich sehr ruhig. Symphonisch und fast hypnotisch geht es instrumental weiter, bis – na, diesen Surprise-Moment verrate ich euch nicht. Machen wir weiter mit dem nächsten Lied. "Deeply Rooted" handelt von uralten, verborgenen Kräften, die tief in der Natur und im Menschen verwurzelt sind. Wälder, Krähen und Erde stehen symbolisch für alte Instinkte, Weisheit und Dinge, die im Verborgenen schlummern. Der Song erzeugt dabei eine mystische, beinahe okkulte Atmosphäre über Naturverbundenheit und uralte Energie. "The Dry Wells Of Hell" beschreibt einen Zustand des Ausgelaugtseins und gleichzeitig eine bedrohliche Kraft, die alles in sich aufsaugt. Dabei zieht sich ein Gefühl von Paranoia und unterschwelliger Gefahr durch den gesamten Text. Insgesamt geht es um menschliche Abgründe, innere Dunkelheit und das langsame Verschlungenwerden durch negative Kräfte. Headbanger aufgepasst – hier kommt ihr auf eure Kosten und ihr könnt testen, ob ihr mit eurer Stimme genauso hoch kommt wie Darkthrone, deren Clean-Vocals auch gut klingen. Gesang gibts in "So I Marched To The Sunken Empire" nicht, "Eat Eat Eat Your Pride" geht aggressiv und wütend nach vorne und entwickelt sich schnell zu einer echten Abrissbirne – Moshpit, ich komme! DARKTHRONE treiben den Song mit roher Energie und räudiger Wucht voran, während das mantraartige “Eat eat eat your pride” sofort im Kopf hängen bleibt. Inhaltlich kann das Lied durchaus als Spiegelbild der heutigen Gesellschaft verstanden werden. Stolz, Egoismus, Wut und Angst treiben die Menschen immer weiter gegeneinander und letztlich in die Selbstzerstörung. Genau diese Mischung aus Aggression, Frust und unterschwelliger Gesellschaftskritik macht den Track so stark. "Eon 4" walzt langsam und wuchtig aus den Boxen und erzeugt dabei eine massive Endzeitstimmung. Vor allem der auffällig getragen vorgetragene Gesang verleiht dem Song eine bedrückende Schwere, während sich DARKTHRONE stoisch durch die Nummer arbeiten. Textlich dominieren apokalyptische Bilder von zerstörten Imperien und dem Zerfall ganzer Welten. Darkthrone - "Pre-Historic Metal" - Official Lyric Video Mit “Pre-Historic Metal” liefern DARKTHRONE einen 41-minütigen, intensiven Ritt durch klassischen Metal, den die Norweger tief in ihren typischen räudigen Sound einbetten. Thematisch kreist das Album immer wieder um Verfall, Endzeitstimmung, innere Dunkelheit, gesellschaftliche Abgründe und den kompromisslosen Blick auf eine zunehmend dystopische Welt. Musikalisch bleibt die Platte durchgehend böse, roh und dreckig, zeigt sich dabei aber gleichzeitig erstaunlich vielfältig und abwechslungsreich – von stampfenden Headbangern bis hin zu schweren, hypnotischen Momenten. Schwächen sind hier kaum auszumachen. "Pre-Historic Metal" ist ein starkes Album für Fans des Genres und bleibt stabil bis in den letzten räudigen Seufzer. Darkthrone - "Pre-Historic Metal" - the new album - What's in the Special Edition Box set? Trackliste
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Reviews
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