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8.0
ROBIN BECK (7. November 1954 in Brooklyn, New York City) ist definitiv ein Jugendschwarm von mir, denn die US-amerikanische Rocksängerin, deren Musik überwiegend dem AOR-Bereich zugeordnet wird, lief während meiner ersten Plattenkäufe rauf und runter mit "First Time", einem so tollen Lied, für das sie 1988 das Angebot bekam, es für einen Coca-Cola-Werbespot zu singen. Die Popularität des Songs war so groß, dass man sich Ende desselben Jahres entschloss, "First Time" auch als Single zu veröffentlichen – genau die hatte ich natürlich auch. Der Song wurde besonders in Europa ein großer Erfolg und erreichte in Großbritannien, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden Platz 1 der Singlecharts.
Daraufhin nahm Beck ein zweites Album auf, das 1989 unter dem Titel "Trouble Or Nothin’" weltweit erschien. Mit "Save Up All Your Tears" und "Tears In The Rain" (1989) catchte sie mich ebenfalls und ich saß mit der Kassette vorm Radio, freute mich, wenn der Song lief, nur um mich dann wieder darüber zu ärgern, dass der Moderator reinquatschte – wie immer also. "Save Up All Your Tears" wurde sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ein Top-10-Hit. Danach verlor ich ROBIN BECK aus den Augen und den Ohren – bis heute, denn "Living Proof" landete auf meinem Schreibtisch und ich bin gespannt auf die neue Platte meines Jugendschwarms, die folgendes über das Werk sagte: „Dieses Album ist ein Klangmosaik – jeder Song ist ein eigenes Puzzlestück, ein Porträt meines Lebens.“ ROBIN BECK - "The Very First Time" Im Mittelpunkt steht dabei natürlich weiterhin die markante Stimme von ROBIN BECK, die auch 2026 nichts von ihrer Stärke und ihrem Wiedererkennungswert verloren hat. Mal soulig, mal kraftvoll und immer mit ordentlich Gefühl trägt sie die Songs von "Living Proof" nahezu im Alleingang. Unterstützung bekommt sie dabei von einer ganzen Reihe namhafter Musiker und Songwriter, darunter James Christian (HOUSE OF LORDS), Tommy Denander (RADIOACTIVE), Peppy Castro (BALANCE), Steve Bondy, Emil Theilhelm und Johan Kullberg. Gemeinsam bewegt sich das Album zwischen melodischem Rock, modernem AOR und eingängigen Pop-Rock-Momenten, ohne dabei die klassischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. ROBIN BECK - "Living Proof" - Official Music Video Mitwirkende Musiker & Produzenten auf Living Proof: James Christian (HOUSE OF LORDS) – Produzent, Musiker und Ehemann von ROBIN BECK. Seit Jahrzehnten eine feste Größe im Melodic Hard Rock. Tommy Denander (RADIOACTIVE) – Schwedischer Gitarrist, Songwriter und Produzent, bekannt für zahllose AOR- und Hard-Rock-Produktionen. Peppy Castro (BALANCE) – Sänger, Songwriter und Co-Produzent des Albums. Arbeitete unter anderem mit BLUE ÖYSTER CULT und Alice Cooper. Dennis Ward – Produzent, Bassist und Mixer, bekannt durch PINK CREAM 69, KHYMERA und zahlreiche Frontiers-Produktionen. Chris Lord-Alge – Legendärer Mixing-Engineer, arbeitete bereits mit BON JOVI, AEROSMITH, GREEN DAY und vielen weiteren Größen. Steve Bondy – Songwriter und Musiker aus dem Melodic-Rock-/AOR-Umfeld. Emil Theilhelm – Schwedischer Musiker und Songwriter mit Fokus auf modernen AOR und Melodic Rock. Johan Kullberg – Musiker und Songwriter, aktiv im skandinavischen Rock- und AOR-Bereich. ROBIN BECK - "Let It Rain" - Official Visualizer Video Ob "Living Proof" am Ende wirklich all das hält, was im Vorfeld versprochen wird – also eingängige Melodien, modernes AOR-Feeling, emotionale Tiefe und zugleich genug Energie – hören wir uns jetzt natürlich genauer an. Gerade die Mischung aus klassischen AOR-Vibes, radiotauglichen Hooks und den etwas düsteren Momenten auf Songs wie "Voodoo" oder "Don’t Tempt Me" macht jedenfalls neugierig darauf, ob ROBIN BECK hier tatsächlich eines ihrer stärksten Alben der letzten Jahre abliefert. Die 41 Minuten eröffnen schwungvoll mit dem Titeltrack "Living Proof", einem definitiven Lebensbeweis, der in jedem die Kräfte zum Mitgrooven weckt und Leute, was hat Robin bitte für eine tolle Stimme – genial! "Love And Money" und "Trouble Or Nothing" zeigen so manch neuer Sängerin im Genre, wo der Rockfrosch die Locken hat. Unverkennbar ist diese Energie der US-Rockröhre, die auch in der Rockballade "What A Night" glänzt und ihre Leidenschaft bis ins heimische Wohnzimmer transportiert. Zu den oben angesprochenen düsteren Momenten könnte "Karma" beitragen, während "Never Gonna Let You Go" ein klarer Fall für die nächste Kuschelrock-CD ist. "Na Na" hingegen liefert endlich wieder das passende Futter für meine Rockplaylist mit der Caption „knackiger 80er-Jahre-Rock zum Luftgitarre zocken und laut Mitsingen“ – egal, ob es den Nachbarn gefällt oder nicht! Nach dem etwas crazy – im positiven Sinne – und abwechslungsreichen "Voodoo" ist "Don’t Tempt Me" die letzte Nummer mit richtig Drive, denn "Let It Rain" ist ein eher nachdenkliches Lied zum Abschluss von "Living Proof". Die erste Hälfte von "Living Proof" ist richtig schön rockig, groovig und voller Energie. Songs wie "Living Proof", "Love And Money" oder "Trouble Or Nothing" zeigen eindrucksvoll, warum ROBIN BECK seit Jahrzehnten ihren festen Platz im Melodic Rock und AOR hat. Eingängige Hooks, starke Gitarren und diese unverwechselbare Stimme sorgen dafür, dass die Platte sofort packt und ordentlich Spaß macht. Die zweite Hälfte wird dagegen ein stückweit ruhiger und normalerweise wäre genau das ein Punkt, den ich stärker kritisieren würde. Der Unterschied ist allerdings: ROBIN BECK funktioniert auch in ihren Balladen und emotionaleren Momenten einfach verdammt gut. Sie hat eine Wucht, eine Leidenschaft und eine Ausstrahlung in der Stimme, die viele andere schlicht nicht erreichen. Selbst die ruhigeren Songs verlieren dadurch nie ihre Wirkung oder wirken belanglos. Für mich ist "Living Proof" deshalb einerseits eine Reise zurück in die Zeit meiner ersten Plattenkäufe, andererseits aber auch der definitive Blick ins Hier und Jetzt. ROBIN BECK zeigt 2026 ganz klar, dass sie die Konkurrenz weiterhin auf ihre Plätze verweist und noch immer erstklassigen Hard Rock und Melodic Rock abliefert, der begeistert, mitreißt und bewegt. Trackliste
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