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Cover  
Cryptic Shift - Overspace & Supertime (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 27.02.2026
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Art: Review
Werner
Werner
(1340 Reviews)
8.0
Die Briten Cryptic Shift zitieren ihren Stil unverblümt als "TECHNICOLOGICAL ASTRODEATH" und liegen damit nicht ganz verkehrt. Wer im letzten Jahr die späten Senkrechtstarter Blood Incantation am wachsamen Schirm hatte und deren Masterpiece "Absolute Elsewhere" dementsprechend zu würdigen wusste und weiß, ist bei "Overtime & Superspace" meiner Meinung kaum schlechter beraten.

Das Quartett aus Leeds geht seit Anbeginn (Gründung im Jahre 2011, die beiden Vorgängeralben "Return To Realms" und "Visitations From Enceladus" erschienen 2016 bzw. 2020) einen ähnlich unkonventionellen Weg, wodurch Fastfoodjunkies - also im künstlerischen Kontext wohlgemerkt - ihre Sinne wohl besser auf andere Interessen lenken sollten. Natürlich: die hier fünf verewigten Songs sprengen die ein oder andere (Genre-) Grenze und offenbaren grob umschrieben ein Potpourri aus Jazz, Psychedelica und Frühneunziger-Tech-Death-Metal. Es bedarf also einer guten Portion Geduld bzw. Konzentration, den mancherorts waghalsigen Manövern und bizarren Stilelementen folgen zu können, ehe sich diese Achterbahnfahrt durch Raum und Zeit dem Audiogourmet gänzlich erschließt - denn leicht machen sie es einem nicht, die Virtuosen von der Insel. Die erste Single "Hexagonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm)" an vierter Position eignet sich wohl am Besten als Dosenöffner: der coole Mix aus Atheist-, Cynic- und Voivod- Fragmenten wähnt sich immer noch als komplex, klar doch, dennoch ist dies ein durchaus lohnenswerter Einstieg in ein berauschendes Terrain - der Rest des Longplayers benötigt mehr Aufwärmrunden.

Wer es bis zu dieser Wegmarke ohne cerebrale Schäden auf "Overspace & Supertime" schafft, darf sich zu guter Letzt den zwanzigminütigen Titeltrack als Finale Grande draufpacken, eines, in dem nochmal sämtliche Register aus der Prog-Outerspace-Zauberküche gezogen werden: akustische Zwischeneinlagen und kosmische Synthesizer-Passagen befördern gewissermaßen die Kirsche auf die frei schwebende Sahnetorte. Nicht jeder Track innerhalb dieser 68 Minuten wirkt durchgehend schlüssig, so ehrlich muss man an dieser Stelle auch sein. Trotzdem überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. Ach übrigens: die bei mir fast in Vergessenheit geratenen Kanadier Vektor rückten im Zuge dessen wieder ins Rampenlicht.

Unorthodox, wild, schrill und durchwegs geil, so lautet das Endresümee für Cryptic Shft bzw. für "Overspace & Supertime".

Trackliste
  1. Cryogenically Frozen
  2. Stratocumulus Evergaol
  3. Hyperspace Topography
  1. Hexagonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm)
  2. Overspace & Supertime
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