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Cover  
Revocation - New Gods, New Masters (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 26.09.2025
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Art: Review
Werner
Werner
(1350 Reviews)
8.0
Selbst wenn meiner Einer zunächst Anlaufschwierigkeiten bei "New Gods, New Masters" hatte: am Ende des herbstlich-verregneten Tages ist dieses brutal zusammen geschweißte Geschoss ein Freudenfest für Thrash und Death Metal Lunatics, die songorientierte Technik-Skills wertschätzen. Leichte Kost war gestern, doch das gilt ja ohnehin für den umfangreichen Backkatalog dieser außergewöhnlichen Quadriga aus der US-Ostküsten Metropole Boston.

Mit den Gastsängern Jony Davy (Job For A Cowboy), Luc Lemay (Gorguts) und Travis Ryan (Cattle Decapitation) gewann man für das neunte Studiowerk gleich drei Szene-Aushängeschilder, welche dem jeweiligen Stück einen feinen Stempel aufdrücken konnten. Doch sogar ohne deren Input wäre dieser heiße Scheiß, welcher - wie unschwer zu entnehmen - sich mit dem aktuellen Thema des Kontrollverlusts durch KI auseinander setzt, richtig Sahne geworden. Hauptsongwriter/Riffmeister/Sänger David Davidson weiß stets zur rechten Zeit, das Tempo zu drosseln bzw. dann auch wieder zu forcieren, um damit eine beherzte bzw. beängstigende Dynamik zu erzeugen. Und obwohl virtuose Gratwanderungen seit jeher im künstlerischen Kosmos von Revocation anzutreffen sind, schaffen es die vier blind eingespielten Grenzgänger fast mühelos, anhand brillanter Breaks und satter Hooklines einen hohen Wiedererkennungswert zu kultivieren. Das schaffen halt nur wenige Mitbewerber.

Bei dieser Dichte an Mördertracks weiß man selbst nach mehreren Rotationen nicht so recht, welchen man rauspicken sollte, allerdings bietet das Instrumental "The All Seeing" ein spaciges Crazy-Solo von Gilad Hekselman, einem Jazz-Klampfer von Weltklasseformat. Es ist für Kapellen solchen Schlags eine undankbare Aufgabe, nach acht mehr oder weniger souveränen Langrillen neue Facetten zu offenbaren, klar doch - aber selbst hier schaffen diese Frickel-mit-Hirn-Freaks es immer noch, frisch und inspiriert zu klingen. Alleine dafür gebührt ihnen echt vollster Respekt! "New Gods, New Masters" ist nicht nur bretthart, es zeigt obendrein eine Gruppe, die immer noch kreativ und hungrig ist!

Trackliste
  1. New Gods, New Masters
  2. Sarcophagi of the Soul
  3. Confines of Infinity (feat. Travis Ryan of Cattle Decapitation)
  4. Dystopian Vermin
  5. Despiritualized
  1. The All Seeing (feat. Gilad Hekselman)
  2. Data Corpse
  3. Cronenberged (feat. Jonny Davy of Job For A Cowboy)
  4. Buried Epoch (feat. Luc Lemay of Gorguts)
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