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Cover  
Masterplan - Masterplan (CD)
Label: Soulfood
VÖ: 2003
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Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3143 Reviews)
10.0
! P F L I C H T K A U F !

Was mir die neue Band der Helloween Abgänger Roland Grapov und Uli Kusch, die sich (erfreulicherweise) gleich mal mit Jorn Lande, Europas Aushängeschild Nr.1 in Sachen Rock Vocals und den für mich derzeit geilsten Sänger, verstärkt haben vor die Glocken bälkt muss Seinesgleichen erst mal finden!
Masterplan nennt sich die Star-Truppe und sie schafft genau das, was man eigentlich keinem zutrauen mag. Hier wird - wuchtigst produziert und ständig angenehm hart - von traditionellem Metal über teils doomigen Power Metal bis zu klassischem Hard Rock die ganze Palette des Genres perfekt zelebriert und ein Highlight nach dem Anderen abgefeuert.

Mit "Spirit Never Die" brummen die Herren gleich einen leicht proggig angehauchten Power Knaller, mit noblen Rhythmuswechseln, Doppelbassparts und erlösend erhabenem Refrain aus den Boxen, der bis zur letzten Sekunde ein purer Genuss ist.
Dies sollte wohl nicht mehr zu überbieten sein!?
Bitter getäuscht, denn mit der Single "Enlighten Me" bröckelt gleich ein urhart riffendes Midtempomonster einher, das wie die Sau grooved und einen Megarefrain in die Rübe dröhnt, der nie und nimmer aus der Hirnkammer vertrieben werden kann.
Spätestens hier glaubt man den endgültigen Höhepunkt und die ultimative Bedienung erfahren zu haben.
Wieder getäuscht - "Kind Hearted Light" (vielleicht echt der Höhepunkt der Scheibe) bläst mich mit donnernden Drums, arschfetten Riffs, Wahnsinnsmelodien und einem von Jorn göttlich zelebrierten Überrefrain endgültig vom Sessel. Definitiv eine der geilsten Nummern aller Zeiten.

Dem nicht genug folgt mit dem ultrahart stampfendem "Crystal Night" ein Megamosher, mit DIO mäßigen Vocals, abermals erhabenem Refrain und genialem Tempowechsel gegen Ende der Nummer und mit dem von traumhaften Vocals eingeleiteten ultrabrutalem Doom Stampfer "Soulburn" ein Knaller, der an Härte kaum zu überbieten ist und bei dessen herrlichem Refrain wohl auch in der letzten afghanischen Höhle die Sonne aufgeht.

Mit der in die Helloween Kerbe schlagenden Hymne "Heroes" bei dem ein geiles Duett von Jorn und Michael Kiske zu bezeugen bleibt (wäre wohl einer der besten Helloween Songs seit "Keeper..."), dem Doppelbassfeger "Sail On" mit superben Vocallines, starkem Refrain und tollem Mittelteil gibts dann mal so etwas wie eine kleine (aber schlicht geniale) Verschnaufpause, die vom verträumten mit atmosphärisch intensivem Refrain abgerundeten "Into The Light" finalisiert wird.

Durchgebeutelt und schlicht verblüfft von der Geilheit dieser Scheibe leiten Masterplan mit "Crawling Form Hell" dann das letzte Drittel ihrer vernichtend starken Darbietung ein, packen wieder den Brutalobrocken aus und ballern mir eine chorunterlegte, urharte Power Walze mit Wahnsinnsbridge und düster bösem Refrain in die eh schon mehr als befriedigten Glocken.
Und wieder soll der Wahnsinn kein Ende haben.

"Bleeding Eyes" packt endgültig den Vorschlaghammer aus und wälzt sich bedrohlich doomend durchs Gehäuse. Beklemmende Vocals, ein bitter böse stampfender Rhythmus und ein perfekt aufgebauter Refrain machen diese Nummer zwar zur sperrigsten aber einer der besten der Scheibe und zum krönenden Höhepunkt.
Zum Abschluss schütteln die Knaben mit "When Love Comes Close" noch locker eine astreine und hitverdächtige Hard Rock/AOR Nummer vom Stapel, wie sie die Herren Coverdale & Co. seit Jahren nicht mehr zustande gebracht haben und beschließen das erste Kapitel-Masterplan ebenso überragend wie sie es begonnen haben.

Masterplan stehen für perfekte Metal Songs, mit immer wieder fett wuchtenden Gitarrenläufen, donnernden Drums, unaufdringlich wirksamen Keys und dezent aber umso effektiver eingestreuten Chören. Über Allem thront das Monsterorgan des wohl besten Metal/Hard Rock shouters der letzten Jahre, der alle perfekt auf ihn zugeschnittenen Songs, durch seine intensive Performance, seine Vielfältigkeit und nicht zuletzt durch seine Schreie zum Höhepunkt treibt
Hier ist das geilste und eigenständigste Stück Musik, das ich seit langem gehört habe und eines der wenigen Alben die fast das gesamte Spektrum des Metal auf allerhöchstem Niveau abdecken und das auch nicht annähernd einen schwachen Ton, sondern elf astreine Hits offenbart.

Dies ist definitiv die der beste Output der Ex Kürbisse Grapov/Küsch, wohl auch die beste und kompakteste Scheibe auf der Jorn je zu hören war und ich glaube nicht, dass 2003 irgendein Album dieses Meisterwerk toppen kann.

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