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Cover  
Masterplan - Metalmorphose (CD)
Label: Frontiers Records
VÖ: 26.06.2026
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Art: Review
Werner
Werner
(1350 Reviews)
7.0
Masterplan waren in den frühen und mittleren Nullerjahren so etwas wie der hellste Stern am Melodic Power Metal Firmament. Auch Dank des Norwegers Jorn Lande, der die ersten beiden Kracher stimmlich veredelte (und ein letztes mal beim vierten Dreher "Time To Be King" der Gruppe zur Verfügung stand), war der Durchbruch in dieser Ära quasi gesichert. Danach war der Flow bezüglich Veröffentlichungen allerdings sehr durchwachsen. Das letzte reguläre Album erschien überhaupt 2013 ("Novum Initium"), 2017 reichte es lediglich für einen Longplayer, der bekanntlich aus neu eingespielten Tracks der Grapow-Helloween-Ära ("PumpKings") bestand. Dass dies unmittelbar nach der umjubelten Reunion der Kürbisköpfe passierte, war wohl kein Zufall und brachte dem internationalen Konsortium nicht nur positives Echo.

Ich will gar nicht groß hinter dem Berg halten: "Metalmorphosis" klingt nach Masterplan, daran besteht kein Zweifel. Allerdings kommt während dieser fünfzigminütigen Hörwerkschau selten dieses nötige Kitzeln auf, das es bräuchte, um am Ende voller Inbrunst zu sagen: "THATS IT!". Auch wenn es härte- und tempomäßig wieder zackiger zur Sache geht, will sich nicht allzu viel im endorphinen Glücksareal abspielen. Woran es liegt? Schwer zu sagen. Die Musiker wirken wie zu erwarten fit, und auch Sänger Rick Altzi macht über weite Strecken einen ordentlichen Job, obschon das Charisma eines Jorn Lande weiter unerreicht bleibt. Beim Songwriting legten Masterplan ja seit jeher Wert auf Abwechslung, so auch auf "Metalmorphosis". Der flotte Eröffnungssong "Chase The Light" gehört neben dem mystischen "Pain Of Yesterday" (mit seinen Sitarklängen für mich das Albumhighlight!) und dem Titletrack sicherlich zu den gelungensten Kompositionen der ganzen Scheibe. Bei "Shadow Man", "Bound To Fall" und "Ghostlight" vermisst meiner Einer hingegen den letzten, entscheidenden Funken. Diagnose: Die packenden Momente sind schlicht überschaubar.

Jene Metalheads, die bei der letzten Helloween auf mehr Biss spekuliert hatten und genau dies nicht serviert bekamen, könnten hier fündig werden, denn Ecken und Kanten besitzt "Metalmorphosis" etliche. Speziell Stücke wie das hitaffine "Electric Lights" und das voranpreschende "Through The Storm" lassen erkennen, wo der Wahl-Slowake und Produzent für eine Dekade einst zockte. Apropos. Roland's stimmliche Qualitäten gibt es im achtminütigen "The Call" zu hören, zumindest im Mittelpart. Summa summarum ist "Metalmorphosis" nun keine Enttäuschung geworden. Bei einer derart langen Abstinenz und bei den Möglichkeiten hätte man insgeheim jedoch damit gerechnet, eine, in allen Belangen durchgehend saftige Granate in den Lauschern platziert zu bekommen. Speziell dann, wenn man die ersten drei Masterplan LPs als Referenzmarken heranzieht, hat das neue Machwerk klar das Nachsehen.

Trackliste
  1. Chase The Light
  2. Electric Nights
  3. Shadow Man
  4. Bound To Fall
  5. Pain Of Yesterday
  1. Metalmorphosis
  2. Through The Storm
  3. Ghostlight
  4. The Call
  5. Rise Again
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