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Cover  
Wig Wam - Never Say Die (CD)
Label: Frontiers Records
VÖ: 22.01.2021
Homepage | MySpace
Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2970 Reviews)
8.0
Wo Schatten ist, ist auch (fast) immer Licht. Zeitgleich mit dem zunehmenden Verfall einer Legende und der damit einhergehenden Enttäuschung über die neue Accept-Scheibe "Too Mean To Die", überraschen mich die totgeglaubten Norweger von Wig Wam mit einem richtig starken Comebackalbum. Weniger Taft und Lidstrich, dafür etwas mehr erdige Melodic Metal Knackigkeit und das bekannte Händchen für hitverdächtige Songs, machen "Never Say Die" schon jetzt zu einem der Anwärter für die Melodic Hard Rock Platte des Jahres.

Dass Wig Wam heutzutage weniger glamig und weniger nach Pudel , denn nach Straßenköter klingen, wirkt zeitgemäß und erwachsen. Die Federboa und der rosa Puder haben ausgedient. Düstere "Mad Max"-Aura und Army-Tarnschminke lassen nicht nur optisch mehr Testosteron in die Kompositionen der Nordlichter. "Never Say Die" lässt das halbgare Trennungswerk "Wall Street" gleich nach wenigen Momenten vergessen. Nicht, dass hier jeder Song großartig wäre. Durchhänger oder echte Langweiler findet man am fett produzierten Comeback der Haudegen aber dennoch keine. Ganz im Gegenteil. Bei amtlichen Smashern wie dem superben Titelsong, dem kantigen "Hypnotized" oder "Shadows Of Eternity" riecht man sie geradezu, die wiederentdeckte Energie, die Spielfreude und die Songwriting-Frische, die einst auch die ersten beiden Wig Wam Klassealben auszeichnen konnte.

Dass "Never Say Die" dabei in allen Belangen eine Spur heavier, wuchtiger und mit mehr Power um die Ecke kommt, wird im Jahre 2021 niemanden stören. Kantige Riffs und amtliche Melodien gehen Hand in Hand, wenn sich "Where Does It Hurt" als fieser Vorbote zur astreinen Weltklasse-Power-Ballade " My Kaleidoscope Ark" vorstellig macht, um an selige Gotthard-Tage mit Steve Lee zu erinnern, während Wig Wam bei "Kilimanjaro" beweisen, dass ich auch immer noch cheesy und poppig können.

So geht melodischer Hard Rock mit Glam- und Melodic Metal Duftnote. So geht Hitpotential und man kann vor Trond Holter, "Glam" aka Age Sten Nilsen und Co. nur den Hut ziehen.

So ein klasse Album hätte ich Wig Wam nicht mehr zugetraut, oder um es in den Worten der Band zu sagen:
"Yeah yeah, hey, it's hard to be a rock 'n' roller.
Try being a rock 'n' roll star.
When the world gets crazy.
Baby, so do you, whoooooooo….."




Trackliste
  1. The Second Crusade (Intro, Instrumental)
  2. Never Say Die
  3. Hypnotized
  4. Shadowx Of Eternity
  5. Kilimanjaro
  6. Where Does It Hurt
  1. My Kaleidoscope Ark
  2. Dirty Little Secret
  3. Call Of The Wild
  4. Northbound (Instrumental)
  5. Hard Love
  6. Silver Lining
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