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Cover  
In Flames - Siren Charms (CD)
Label: Sony Music
VÖ: 05.09.2014
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2818 Reviews)
7.5
Wird die neue In Flames das beste, moderne Metal Album des Jahres? Die Hoffnung ist riesig, war doch "Sounds Of A Playground Fading" ein Weltklasseeisen, das den modernen Weg der Schweden zwar konsequent weiter verfolgt, jedoch die besten Songs, die besten Hooks und die großartigsten Gitarrenmelodien seit "Reroute To Remain" offenbarte. Der Schatten ist übermächtig, denn "Sounds Of A Playground Fading" war ohne Zweifel eines der besten In Flames Alben aller Zeiten und hat den berühmten "test-of-time" auch locker bestanden.

Zurücklehnen und auf Selbstverständnissen ausruhen ist aber nicht der Plan der Schweden und es wären nicht In Flames, wenn sie uns mit "Siren Charms" nicht wieder total überraschen würden. Gelinde gesagt, sie machen es uns auch nicht wirklich leicht. Klar, die Produktion, die Instrumentalisierung und vor allem die Gitarren sind wieder großartig. Der Gesang von Anders Frieden ist sogar richtig genial und auch die Songs sind ja allesamt saugut. Vielleicht werden wir in einigen Monaten oder Jahren auch über "Siren Charms" sagen, dass es der logische, nächste Schritt gewesen ist. Schwer tun darf man sich mit der mittlerweile elften In Flames aber dennoch. Auch, wenn man diese Band durch alle Phasen ihrer Karriere begleitet und sie zu jedem Moment geschätzt und geliebt hat.

Mehr als je zuvor wird diesmal Wert auf eindringliche Gesänge, auf große Refrains gelegt. Dabei wird "Siren Charms" fast zwangsläufig zur bisher ruhigsten und introvertiertesten In Flames Scheibe. Natürlich kann Anders Frieden mittlerweile richtig geil und charismatisch singen und natürlich klingt es richtig gut, was wir hier geboten kriegen. Gerade eine Band wie In Flames, die zeitlebens mit großartigen Gitarren brillieren könnte, müsste sich jedoch nicht so sehr auf die Vocals konzentrieren. Schon gar nicht, wenn dabei die markanten Gitarren oftmals in den Hintergrund gemischt werden. "Siren Charms" zeigt In Flames jedenfalls nicht nur melancholischer, es zeigt eine gereifte Band auch moderner und alternativer als je zuvor. Das muss nicht gleichbedeutend mit fehlenden Trademarks sein. Man erkennt die markante Handschrift der Schweden zu jedem Moment, nur Melodic Death Metal heißt das Baby halt schon länger nicht mehr. Muss es ja auch nicht. Geht auch anders und so fährt bereits der Opener "In Plain View" ein unanständiges Brett auf. Kurzerhand denkt man unweigerlich an moderne Vertreter der US-Modern-Metal-Zunft, während die heavy Gitarrenarbeit diesen Gedanken gleich wieder im Keim erstickt. Trotzdem muss man erst mal schlucken.
In Flames gehen offensichtlich einen weiteren Schritt ihrer Evolution. Ob man das gut heißen darf, muss jeder für sich entscheiden. Die Lager werden sich weiter spalten, die Reaktionen von euphorisch positiv bis negativ ausfallen. In Flames war sowas immer schon egal und deshalb klingen sie auch heute total glaubwürdig. "Everythings Gone" brettert dann richtig hart und mit monströsen Hooks vor sich hin. Der Gesang klingt morbide, Metal Core Akzente und US-Modern Metal Affinitäten sind unverkennbar, während der Refrain gar klassische Hard Rock Wurzeln zitiert.

Schon jetzt steht fest: Leicht verdaulich, komplett eingängig und mit lockerem Hitpotential versehen ist "Siren Charms", zumindest im ersten Augenblick, definitiv nicht.



Es wären aber nicht In Flames, wenn ihre Songs nicht doch zünden würden. Zu groß sind die Melodien und die Hooklines, vor allem bei den folgenden Songs. "Paralyzed" überzeugt mit seinem poppigen Gesangslinien, großartigen Gitarren und einem perfekten Refrain. Wer Filter liebt, wird hier an Bord gehen. Die komplett ruhige Vorabsingle "Through Oblivion" ist dann, man mag mich schlagen, ein Klassesong. Ungeheuer melancholisch, aber höllisch intensiv und klasse. Nicht ganz so genial, wie "Liberation" vom Vorgänger, aber dennoch richtig stark. So klingt eine moderne Metal Ballade und auch wenn sich viele über Friedens Gesang stören. Seine kratzigen clear-Vocals klingen mittlerweile richtig geil. Gleich verhält es sich bei "With Eyes Wide Open", das mit einer opulent angelegten Gitarrenmelodie beginnt. Ja, das sind unverkennbar In Flames, auch wenn der ruhige Gesang und der abermals sehr nachdenkliche Aufbau des Songs wieder schwere Kost für Skeptiker hergibt. Egal. Der Refrain ist grandios. Pop? Mag sein.

So klingt der Modern Metal einer Band, die seit Jahren konsequent ihren Weg geht ohne sich beirren zu lassen, ohne sich anderen anzubiedern und ohne ihre Wurzeln zu leugnen. Das intensive Dreigestirn komplettiert der Titeltrack. Andächtig, in seinen Tempowechseln aber geradezu störrisch. Auch hier ist der Gesang der unumstrittene Mittelpunkt, bevor "When The World Explodes" dann richtig wütend ausbrechen darf. Geile Gitarren, eine Weltklassemelodie und ein herrliches Duett im Refrain. Das geht tief rein, ist enorm modern und zwischen den Zeilen durchaus hysterisch.

In Flames geben uns Heiß und Kalt. Über volle Albumlänge ist man hin- und hergerissen zwischen tollen Momenten und manchen Eindrücken, die einen stutzen lassen. "Rusted Nail" und "Dead Eyes" erinnern am Ehesten an die Größe von "Sounds Of A Playground Fading" und bestechen mit einem Mörderrefrain und großartigen Melodien. "Monsters In The Ballroom" ist dann ein letztes Highlight. Wuchtig und hart lebt es durch seinen störrischen Rhythmus und einen weiteren poppigen und hymnischen Hammerrefrain.

Hat man die erste Runde "Siren Charms" dann beendet, ist man nicht sicher, ob man begeistert, verwirrt, oder enttäuscht sein soll. Die unverkennbare Dynamik, die In Flames zumeist vom Rest der Konkurrenz abheben konnte, fehlt irgendwie. Wo es "Sounds Of A Playground Fading" jederzeit problemlos schaffte, die Brücke zwischen Moderne und der Basis von In Flames zu bauen, setzt "Siren Charms" noch eine Spur mehr auf das "Neue". Wo ich bei "Sound Of A Playground Fading" vor Begeisterung und Energieschüben ständig das Gefühl hatte, die Wände hochgehen zu wollen oder gar den tödlichen stage-dive vom Balkon zu wagen, passiert mir das diesmal leider nicht. Die unsterblichen Grooves, die sagenhaften Melodien und das schlicht, das kompakte, aber doch so durchdachte Hitfeuerwerk des Vorgängers ist über weite Strecken verloren gegangen. Oder ist es nur anders verpackt?

Natürlich hat auch "Siren Charms" das Potential die Massen zu begeistern. Natürlich sind auch diesmal Melodien und Refrains für die Ewigkeit geschaffen worden. Jeder Song hat unüberhörbares Hitpotential und zeigt die große Songwritingkunst der Schweden. Dass die neue aber generell sehr düster und nachdenklich und somit ohne Zweifel die introvertierteste In Flames bisher darstellt, macht die Annäherung merklich schwer.

Wem In Flames seit einiger Zeit zu "modern" sind, der darf in jedem fall einen großen Boden um "Siren Charms" machen. Wer hingegen die Aufgeschlossenheit und den Kampfgeist besitzt, sich diese, definitiv nicht ganz leicht zugängliche Scheibe zu erarbeiten, der wird sein Wohl auch finden.

"Siren Charms" ist nicht das Album des Jahres und es wird auch nie so überragend werden, wie sein Vorgänger!
Die Schweden gehen ihren Weg egoistisch und unbeirrt weiter. In Flames können sich das leisten und wenn man das Fazit zieht, dass zwar jede Scheibe dieser Band klasse, aber zumeist nur jede zweite richtig genial war, dann kann man mit einem guten, aber sicherlich nicht bahnbrechenden Album wie "Siren Charms" auch verdammt gut umgehen.


Trackliste
  1. In Plain View
  2. Everything Is Gone
  3. Paralyzed
  4. Through Oblivion
  5. With Eyes Wide Open
  6. Sirens Charms
  1. When The World Explodes
  2. Rusted Nail
  3. Dead Eyes
  4. Monsters In The Ballroom
  5. Filtered Truth
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