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8.0
Von SOLEMNITY habe ich bisher leider nichts gehört, das letzte Album wurde 2012 veröffentlicht – daran liegt das eventuell. Umso besser, dass mich "Opus Barbaricum" anno 2026 erreicht und am 15. Mai 2026 über Solemnity Music / Hofa offiziell veröffentlicht wird. Die Songs wurden allesamt von Sven “The Axe” geschrieben – lediglich "The Sleeper" basiert auf einem Originalgedicht von Edgar Allan Poe und wurde von SOLEMNITY heavy-metallisch umgesetzt. SOLEMNITY ist eine deutsche Heavy-Metal-Band aus der Region Ulm, gegründet 1998 von Sänger Sven “The Axe”. Das Abrisskommando ließ die Underground-Szene mit einem Mix aus traditionellem Heavy Metal, Horror-Thematik und theatralischen Live-Auftritten aufhorchen. SOLEMNITY nennt ihre Musik “Heavy Horror Metal” – verbindet sie Metal mit Inspiration aus Horror, Mythologie und Dark Fantasy. “Mit einer langjährigen Diskografie und energiegeladenen Shows zählt SOLEMNITY zu den Kultacts des europäischen Undergrounds. 2026 markiert die Rückkehr des “Hairführers”” – so die Info aus dem Sheet, das ich erhalten habe.
Discography (Full CD’s only) 2001 – "Reign In Hell" 2003 – "King Of Dreams" 2005 – "Shockwave Of Steel" 2007 – "Lords Of The Damned" 2012 – "Circle Of Power" 2026 – "Opus Barbaricum" Solemnity - "Meat Evil Steal (A Barbecue Symphony in B Minor)" Bevor wir die 17 (!) Tracks näher beleuchten, richten wir die Lupe auf ein paar allgemeine Infos zu SOLEMNITY. Die Band wurde 1998 gegründet, erspielte sich ab 1999 mit ersten Demos schnell eine treue Underground-Fanbase und startete mit "Reign In Hell" (2001) als Debütalbum. Mit "King Of Dreams" (2003), weiteren Releases wie "Shockwave Of Steel" (2005) und der Zusammenarbeit mit dem Bamberg Symphony Orchestra festigten sie ihren Status, während "Lords Of The Damned" (2008) zu ihren bekanntesten Werken zählt. Nach "Circle Of Power" (2012) und einer Abschiedsshow folgte 2018 die offizielle Auflösung, bevor SOLEMNITY in den 2020ern zurückkehrten und jetzt mit "Opus Barbaricum" ihr Comeback vorantreiben. Das rund 75 Minuten starke Album eröffnet mit "Nightmares From The Neighbourhood", das zunächst ruhig startet, dann zügig ins Tempo geht und genau den starken „Schüttel dein Haar – Bang your Head“-Auftakt liefert, den man von SOLEMNITY erwartet – und bekommt. Genau auf dieser Welle geht es mit "The Last Ghostrider" weiter, während "Meat Evil Steal (A Barbecue Symphony in B minor)" als origineller, knackiger und angenehm augenzwinkernder Banger zum Mitshouten einlädt – Bier in der Hand quasi Pflicht. Mit "Empire In The Underground" und "Escape From The Matrix" bleibt das Tempo hoch: Erstgenannter galoppiert flott nach vorne, während Letzterer thematisch daran erinnert, dass Freiheit alles andere als selbstverständlich ist. Spätestens mit "Freya" folgt dann für mich das absolute Highlight des Albums – wuchtig, episch und mit ordentlich Druck. Solemnity - "Nightmares From The Neighbourhood" Direkt dahinter reiht sich mit "Cheesecake Commando" die nächste Topnummer ein, die mit starken Hooks, fetten Riffs und einem Refrain punktet, der sofort zum Mitsingen animiert – auch wenn der Einstieg zunächst etwas anderes vermuten lässt. Mit "The Sleeper" wird es anschließend ruhiger und atmosphärischer, getragen von einer starken gesanglichen Leistung, bevor "Bitch With The Bow" wieder ordentlich nach vorne geht und das Tempo anzieht. Auch "We Willl Shine", eingeleitet durch ein kurzes Spoken-Word-Intro, sowie "Storm Of Steel" gehören zu den schnelleren Nummern des Albums und liefern mit fetten Gitarren und wummernden Bässen die passende Portion Druck. "The Dragon" startet episch und hymnisch, entwickelt sich dann aber schnell zu einer deftigen Schlachtenhymne, während "Drums Of War (Resistance)" und "Idiocracy" eher balladeskere Töne anschlagen und für etwas Ruhe im Gesamtbild sorgen. Mit "Gladiator" zieht das Tempo wieder an – ein echtes Krieger-Epos, das nach vorne geht. "The Way To A Fortunate Wedding (by Henry VIII)" greift die Geschichte von Heinrich VIII. auf, dessen Leben von seinem Streben nach einem männlichen Erben geprägt war und sich in den berühmten sechs Ehen widerspiegelt – „geschieden, enthauptet, gestorben, geschieden, enthauptet, überlebt“. Den Abschluss bildet "Frozen In Time", ein ruhig gehaltener, atmosphärischer Track mit starkem Storytelling, der diese Albumreise stimmig ausklingen lässt. Solemnity - "The Last Ghostrider" "Opus Barbaricum" ist für mich ein stabiles Album, das vor allem durch die vielen guten Songs und den gelungenen Mix aus knackigen Bangern und ruhigeren, atmosphärischen Momenten punktet. Die Platte bleibt abwechslungsreich, verliert dabei aber nie den roten Faden und zeigt eine Band, die genau weiß, was sie tut. Gerade dieses Wechselspiel aus Druck, Melodie und epischer Stimmung sorgt dafür, dass das Album über die gesamte Laufzeit trägt und immer wieder starke Momente liefert. Trackliste
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Reviews
08.09.2005: Shockwave Of Steel (Review)04.05.2003: King Of Dreams (Review) Interviews
28.07.2002: Feinster Horrorstahl aus Süddeutschland |
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