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Cover  
Hell Boulevard - Made in Hell (CD)
Label: Not On Label
VÖ: 24.04.2026
Homepage
Art: Review
TobSta
TobSta
(144 Reviews)
8.0
HELL BOULEVARD stehen seit ihrer Gründung im Jahr 2014 für düsteren, eingängigen Dark Rock, den sie mit großen Melodien und ordentlich emotionaler Wucht zelebrieren. Gegründet vom italienischen Frontmann Matteo vDiva Fabbiani, entwickelte sich die Band aus den Überresten von LOST AREA und fand ziemlich schnell ihren eigenen Stil irgendwo zwischen Gothic, Alternative und modernem Rock. Bereits mit den ersten Singles "Hangover from Hell" und "5678 (FuckSexHeavenHate)" war klar, wohin die Reise geht und wie das Ganze klingen soll: fette Hooks, eine düstere Grundstimmung und Refrains, die sich ziemlich schnell festsetzen. Mit "Inferno" (2016) und "In Black We Trust" (2018) legten HELL BOULEVARD zwei Alben nach, die nicht nur durch starke Songs überzeugten, sondern auch durch namhafte Unterstützung – unter anderem von Mitgliedern von LORD OF THE LOST. Touren mit DARKHAUS, UNZUCHT und MONO INC. haben ihren Platz in der Szene weiter gefestigt, während personelle Veränderungen dem Sound zusätzliche Facetten verpasst haben. Spätestens mit "Not Sorry" (2020), das trotz pandemiebedingter Verzögerungen erschien und es sogar in die deutschen Albumcharts schaffte, wurde klar: Das ist längst mehr als nur ein Geheimtipp.

Nach all den Jahren haben sich HELL BOULEVARD als feste Größe in der Dark-Rock-Szene etabliert. Die kreative Leitung liegt bei Matteo vDiva Fabbiani, der seine Idee eines Trademark-Sounds aus leicht kratzigem Gesang, der stellenweise an LORD OF THE LOST oder THE 69 EYES erinnert, umsetzt und diesen mit druckvollen Gitarren, ruhigen Klavierpassagen und dezenten elektronischen Elementen kombiniert. Geschrieben und produziert wurde "Made in Hell" von Fabbiani (mit von Chris Harms co-produzierten Vocals), gemischt von Bengt Jaeschke in den Chameleon Studios in Hamburg und gemastert von Stefan Brown in den legendären Abbey Road Studios in London. "Made in Hell" möchte damit auch klanglich neue Maßstäbe für die Band setzen.

Und jetzt hören wir rein in "Made in Hell", das mit "Pitch Black" startet, einen Mix aus druckvollem Industrial und Modern Metal aus den Boxen feuert und on top den knackigen Gesang von Matteo vDiva Fabbiani liefert – in einem Lied, das von jemandem handelt, der innerlich zerbricht, sich leer und verloren fühlt, aber nach außen eine Maske trägt. Im nächsten Dark-Metal-Earcatcher "Btch Pls", zu dem es auch ein toll produziertes Video gibt, geht es um eine von Enttäuschung und innerem Schmerz geprägte Figur, die sich emotional komplett abschottet, keine Liebe mehr zulässt und stattdessen eine kalte, provokante und zerstörerische Haltung annimmt, in der sie andere bewusst verletzt, Macht ausübt und sich selbst als „den Bösen“ inszeniert, um nie wieder verletzlich sein zu müssen. Wer den klassischen NDH-Sound mag, wird "The Fine Art Of Breaking Up" ebenfalls mögen. Die scharfkantige und bissige Nummer handelt von „modernem“ Schlussmachen und gibt sich verdammt eingängig. Nach dem Vollgas-Triple zum Albumauftakt haben HELL BOULEVARD mit "Why Did It Get So Dark?" eine etwas ruhigere Nummer im Dark-Rock-Munitionsfach, die aber nicht minder wuchtig und emotional ist – für mich der vorläufige Höhepunkt von "Made in Hell". Rotzigen Headbanger-Rock zelebrieren „HB“ ebenfalls und stellen das in "Rebels" unter Beweis. "Of Fallen Idols" beginnt mit Sprechgesang und wird dann zu einer stimmungsvollen, düsteren und atmosphärischen Nummer, die unter die Haut geht. "As Bad As I Can Be" ist kein kuscheliger Song, sondern genau die treibend-groovige Hymne, die man hinter dem Namen erwarten würde – auch wenn das Lied erst nach und nach so richtig Druck aus den Kanonen ballert. "Chasing Ghosts" pumpt treibende Bässe in eure Venen, "Safeword" wird zum Schmachtfetzen, bei dem die herrlich dunkle Gesangsstimme so richtig zur Geltung kommt, und mit der punkigen Hymne "Antisocial Club" hauen HELL BOULEVARD zum Abschluss einen astreinen Moshpit-Banger raus, den es gilt, in voller Lautstärke zu spielen – die Nachbarn dürfen auch was von der geilen Mucke haben.

"Made in Hell" ist ein stimmiges Gesamtkunstwerk, bei dem sowohl das Album als Ganzes als auch jeder einzelne Track klar die typische Hell-Boulevard-DNA in sich trägt. Die Songs sind atmosphärisch dicht und bewegen sich inhaltlich konsequent zwischen Licht und Schatten der menschlichen Natur, wodurch eine intensive, emotionale Tiefe entsteht. Gleichzeitig festigen HELL BOULEVARD einmal mehr ihren Status als feste Größe im modernen Dark Rock – mit ihren klaren Trademarks: düster, eingängig und mit einem Hauch dekadentem Rock’n’Roll. Daraus formt sich ein düster-melodischer Mix aus treibenden Beats, eingängigen Riffs und einer subtilen Glam-Attitüde der 80er, der sich nachhaltig im Ohr festsetzt.
Trackliste
  1. PITCH BLACK
  2. BTCH PLS
  3. Chasing Ghosts
  4. The Art of Breaking Up
  5. AS BAD AS I CAN BE
  1. Of Fallen Idols
  2. ANTISOCIAL CLUB
  3. why did it get so dark?
  4. Safe Word
  5. REBELS
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© DarkScene Metal Magazin