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Cover  
Mission In Black - Divinity Of Lies (CD)
Label: El Puerto Records
VÖ: 24.04.2026
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Art: Review
TobSta
TobSta
(144 Reviews)
8.5
Aus Baden-Württemberg in Deutschland kommen MISSION IN BLACK, eine fünfköpfige Melodic-Death-Metal-Band, die seit 2010 besteht und mit ihrem hohen schwermetallischen Härtegrad überzeugt. Dabei steht mit Steffi Stuber ein stimmliches Kraftpaket am Mikro, das mit seiner wuchtigen und variablen Stimme überzeugt. Musikalisch liefern MISSION IN BLACK eingängige Headbanger-Riffs, harmonische Gitarren-Leads und verfügen über eine klasse Rhythmussektion. Gegründet wurde MISSION IN BLACK von Andy Flache (Drums), Daniel Tschoepe (Gitarre), Martin Grimm und Hannes Jäger. 2011 veröffentlichte man die erste Demo "Black Infect", danach durfte man mit Brainstorm und Mystic Prophecy auf der Bühne stehen. Wie viele Bands kämpfte man mit Besetzungswechseln, entwickelte sich aber stetig weiter und ließ 2018 das Debütalbum "Anthems Of A Dying Breed" über El Puerto Records folgen.

2023 erschien mit "Profit Reigns Supreme" das zweite Album, produziert in den Greenman Studios von Sebastian „Seeb“ Levermann. Live spielten MISSION IN BLACK u. a. beim Rage Against Racism, Upper Saw, Mammut Festival und der Winter Invasion (Headliner). 2024 folgten weitere Highlights wie das AAARGH Festival, Area 53 (Österreich), das Bongert Open Air sowie Shows in Belgien und Ungarn. Ein besonderer Moment war die El Puerto Records Label Night, bei der die Band als Co-Headliner vor David Reece auftrat. Parallel engagieren sich MISSION IN BLACK seit 2024 als Botschafter der Captain Paul Watson Foundation Germany e. V. sowie bei Benefiz-Events. 2025/2026 markieren die nächste Entwicklungsstufe: starke Festivalshows (u. a. Easter Cross, Castle Rock, Metalacker), internationale Auftritte in Tschechien und kommende Shows wie Woodstock Borkovany 2026. Zudem war die Band als Special Guest mit Rage auf der A New World Rising Tour unterwegs.

MISSION IN BLACK - "Rise" (2026) // official Clip // El-Puerto-Records



Im Hier und Jetzt möchten wir über das dritte Studioalbum "Divinity Of Lies" sprechen, das die Band um Andy „Black“ Flache (Drums), Eddie Stübner (Gitarre), Steffi Stuber (Vocals), Daniel Tschoepe (Gitarre) und Simon Schorp (Bass) am 24.04.2026 veröffentlicht, erneut von Sebastian „Seeb“ Levermann gemischt und gemastert.

Damit gehen wir direkt über zum Track-by-Track-Review, legen los mit dem Intro "Pulse Of The Awakening", das direkt Spannung aufbaut: Spoken Words (u. a. „From the darkness we will rise“), ein pochender Puls, düstere Atmosphäre und Vorfreude stehen vor der Tür, die mit dem Opener "Rise" ohne Vorwarnung eingetreten wird. Brachial, intensiv, schnell – Steffi knallt euch ihre Growls um die Ohren, die Jungs an den Instrumenten feuern gnadenlos, und zusammen machen MISSION IN BLACK klar: "Divinity of Lies" ist die volle Melo-Death-Breitseite und es gibt keine Gnade für die Trommelfelle. Mit knackigem Trommelgewitter kündigt sich "Something To Die For" an. Hier gibt’s die gewohnt grantigen Growls, aber auch Clearvocals, die eingängiger wirken als noch auf Steffis Debüt für MISSION IN BLACK. Gitarren und Rhythmusfraktion treiben das Ganze ordentlich nach vorne und laden zum Headbangen ein. "Divinity Of Lies" eröffnet mit markanten Glockenschlägen, die sofort Aufmerksamkeit ziehen. Der durchdringende Klargesang passt perfekt zum düsteren Grundton der Nummer, die mit einem fast schon kirchlichen Unterton endet. "Burn With Me" zeigt sich etwas ruhiger, bleibt aber kraftvoll und mitreißend – kleine Nackenbrecher-Momente inklusive.

Während "Burn With Me" minimal das Tempo drosselte, ist "World Of Demise" eine Mischung aus druckvollem Death Metal, melodischen Passagen und einer Prise Thrash. Im Anschluss bringen MISSION IN BLACK mit "Fighter" eine leicht balladeske Note rein, mit überwiegend cleanem Gesang, der gut funktioniert und dem Album zusätzliche Facetten verleiht – auch wenn mir die härteren Vocals besser gefallen. Auch das fette Guitarplay weiß zu überzeugen. "Liquid Fire" feuert aus allen Rohren und bleibt im ereignisreichen Fahrwasser der Platte, dessen Wellen durch intensives Deathgeballer immer wieder ans Ufer knallen. "As Mountains High And Oceans Deep" ist ein weiterer Headbanger, der sich absolut in die hohe Dichte an Klasse-Songs einreiht und einfach Bock macht. "Embers" bildet als zweiminütiges Outro von "Divinity Of Lies" den Abschluss, schließt den Kreis und klingt nach Frieden, Ruhe und Geborgenheit – einmal durchatmen nach dem ganzen Abriss.

Man merkt klar, dass MISSION IN BLACK auf ihrem mittlerweile dritten Album "Divinity Of Lies" – und gleichzeitig dem zweiten mit Frontfrau Steffi Stuber – nochmals gereift sind und sich sowohl musikalisch als auch lyrisch immer mehr gefunden haben. Bereits auf "Profit Reigns Supreme" wurde diese Entwicklung angedeutet, doch hier wirkt vieles noch geschlossener, durchdachter und auf den Punkt gebracht. Besonders hervorheben möchte ich den Titeltrack "Divinity Of Lies", der mit seinen markanten Glockenschlägen, der düsteren Atmosphäre und dem starken Wechselspiel zwischen Clean- und harschen Vocals einen echten Gänsehautmoment liefert. Ebenso überzeugt "Rise" als kompromissloser Opener, der mit brachialer Intensität, hohem Tempo und wuchtigen Growls direkt klarstellt, in welche Richtung die Reise geht. Ein kleiner “heimlicher Hit” zwischen den Zeilen ist für mich "As Mountains High And Oceans Deep’" der sich mit seiner Energie und Eingängigkeit schnell im Ohr festsetzt, ohne dabei an Härte einzubüßen. Auch "Something To Die For" gehört für mich zu den stärkeren Tracks des Albums, da hier die Mischung aus aggressiven und melodischen Elementen besonders gut funktioniert.

MISSION IN BLACK - "Divinity Of Lies" (2026) // official Clip // El-Puerto-Records



Trotz all der Stärken hört man aber auch, dass MISSION IN BLACK ihr Limit noch nicht erreicht haben – und genau das macht die Sache spannend. Hier und da würde ich mir persönlich wünschen, dass die melodischeren Momente etwas zurückgeschraubt werden zugunsten von mehr Druck, mehr Intensität und vor allem noch mehr von Steffis starken Growls. Nichtsdestotrotz ist "Divinity Of Lies" ein richtig starkes drittes Album geworden, das sich jeder Fan von Melodic Death Metal definitiv geben sollte. Auch gesanglich bewegt sich die Band immer näher in Richtung der Genre-Elite. Und ja – auch wenn es im Grunde keine Rolle spielt, ob eine Band female fronted ist oder nicht – darf man hier mit einem Augenzwinkern sagen, dass sich MISSION IN BLACK durchaus mit Größen wie Arch Enemy in den Ring begeben können.

Ich werde MISSION IN BLACK auf jeden Fall weiterhin im Auge behalten – denn hier wächst definitiv noch etwas richtig Großes heran.
Trackliste
  1. Pulse Of The Awakening
  2. Rise
  3. Something To Die For
  4. Divinity Of Lies
  5. Burn With Me
  1. World Of Demise
  2. Fighter
  3. Liquid Fire
  4. As Mountains High And Oceans Deep
  5. Embers
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