Das Geburtsjahr von
Mezzrow geht weit zurück, nämlich bis ins Jahr 1987. Die aus Nyköping (Schweden) stammende Thrash-Formation veröffentlichte ihr Debüt
"Then Came The Killing" 1990, ehe drei Jahre später der Betrieb auf Eis gelegt wurde. 2005 gab es nur ein kurzes Lebenszeiten und wiederum 16 Jahre später, also zu Beginn 2021, wurde das zweite Comeback eingeläutet, woraufhin die LP
"Summon The Demons" 2023 zu Release-Ehren kam. Da erscheint es fast schon rekordverdächtig, dass bereits zwei (und nicht wieder 33) Jahre danach das dritte Vollzeitgeschoß der Fanschar im November 2025 spendiert werden konnte. Einzig verbliebenes Ursprungsmitglied ist übrigens Shouter Uffe Petterson. Bassist Conny Welèn stieg immerhin bereits 1989 für zwei Jahre ein und kehrte 2021 im Zuge der Wiedervereinigung zurück. Die beiden Klampfer Björnström und Söderman traten ebenso zur Reunion (erstmals) bei, Drummer Svarenö komplettierte
Mezzrow zu guter Letzt 2023. Soweit zur Vorgeschichte.
Der Stil der Skandinavier orientiert sich in erster Linie an den klassischen Bay Area Thrash der Achtziger, was vor allem die Riff/Hook-Kultur und die Songstrukturen betrifft. Dass die Herrschaften jedoch nicht nur den typischen Karacho können, sondern auch klug gesetzte Midtempo-Passagen im Repertoire haben, wird schnell klar und macht
"Embrace The Awakening" zu einem grundlegend runden Thrash-Album, welches der Kritikerriege nur wenige Schwachpunkte entlarven lässt. Einer dieser wenigen ist in meinen Ohren das Organ von Uffe, der zwar bemüht ins Mikro brüllt, aber nur dürftig Charisma transportiert und stimmlich limitiert wirkt. Nichts desto trotz fällt das Level innerhalb der 37 Minuten Spielzeit nie ab und wird mit Gewissheit genug Supporter finden, da bin ich mir ganz sicher. Unter anderem auch deshalb, weil der Sound saftig und druckvoll aus den Boxen donnert und das coole Artwork (das Auge hört mit) von
"Embrace The Awakening" als schier gelungen bezeichnet werden muss. Anspieltipps:
"Sleepless Cataclysm",
"In Shadows Deep",
"Dominion Of The Dead".
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TOP 30 Alben:
Urne -
"Setting Fire To The Sky"
At The Gates -
"The Ghost Of A Future Dead"
Flotsam And Jetsam -
"Rats In The Temple"
Cryptic Shift -
"Overspace And Supertime"
The Night Eternal -
"Cold Velvet"
Metal Church -
"Dead To Rights"
Crown Lands -
"Apocalypse"
Lex Legion -
"Lex Legion"
Spell -
"Wretched Heart"
Hardline -
"Shout"
Karnivool -
"In Verses"
Forbidden -
"Forbidden"
Sylosis -
"The New Flesh"
Confess -
"Metalmorphosis"
Anthrax -
"Cursum Perficio"
Tony Iommi -
"From The Dark"
Teramaze -
"The Silent Architect"
Kreator -
"Krushers Of The World"
In Aeternum -
"... Of Death And Fire"
Course Of Fate -
"Behind The Eclipse"
Megadeth -
"Megadeth"
Noveria -
"Becoming After"
Yoth Iria -
"Gone With The Devil"
Cognizance -
"In Light, No Shape"
Midnight Rider -
"Limited Infinity"
Spirit Adrift -
"Infinte Illumination"
The Ocean (Collective) -
"Solaris"
Crimson Glory -
"Chasing The Hydra"
Armored Saint -
"Emotion Reset Factory"
Cold Night For Alligators -
"With All What's Left"
Urne Clip:
TOP 10 Songs:
Karnivool -
"Ghost"
Urne -
"The Spirit Alive"
Crown Lands -
"The Fall"
Lex Legion -
"Sleep Eternally"
Sanctuary -
"Not Of The Living"
At The Gates -
"A Ritual Of Waste"
Flotsam And Jetsam -
"Absolution"
Yoth Iria -
"Blind Eye Of The Antichrist"
The Night Eternal -
"Where This World Ends"
Cryptic Shift -
"Hexogonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm)"
Positives:
● Die schier gelungenen Scheiben der Althelden
Anthrax,
Metal Church und
Flotsam And Jetsam (vielleicht ist es ja nur reiner Zufall, dass bei den zwei letztgenannten Combos der selbe Schlagzeuger wirbelt) haben bei mir voll eingeschlagen.
●
Lex Legion ist ein Trostpflaster für KD Fans, die die Hoffnung für ein neues Studioalbum mittlerweile aufgegeben haben. Im Nachhinein kein Wunder, dass bei Andy LaRocque nach vierzig Jahren Königstreue der Geduldsfaden gerissen ist.
● Mit
Crown Lands,
Cryptic Shift,
The Night Eternal und
Urne gibt es vier geile Neuentdeckungen, die mich sofort geflasht haben!
● Bonusbombe:
Accept feiern ihren 50. Geburtstag mit der Crème de la Crème der Szene. Herausgekommen sind dabei Neuinterpretationen der klassischen Ära, die die angestaubten Evergreens in neuem Glanz erstrahlen lassen!
Hinter den Erwartungen und sonstiges:
●
Armored Saint -
"Emotion Reset Factory" verkörpert für sich ein solides Album - allerdings verblasst es gegen den Vorgänger
"Punching The Sky" deutlich.
●
Exodus -
"Persona Non Grata" war schon nicht mehr das Gelbe vom Ei, für
"Goliath" fehlen mir - nett formuliert - die Worte. Das hat mit dem Comeback von Rob Dukes übrigens nichts zu tun.
● Der einstige Power Metal Gigant
Masterplan meldet sich zwar mit neuem Stoff nach Ewigkeiten zurück, das Material versandet jedoch weit hinter den Möglichkeiten.
● Erkenntnis des Jahres: XXL Besitzanspruchsdenken und hochdosierte Selbstgerechtigkeit gehen mittlerweile auch im engeren Umfeld voll durch die Decke. Was da hilft? Nicht ärgern, nur mehr wundern. Und natürlich meiden. Aber sonst läuft es eh ganz rund.
Konzert-Highlights:
Iron Maiden &
Trivium im San Siro / Mailand, 17.6.2026
In Flames &
Bleed From Within im Conrad Sohm / Dornbirn, 21.7.2026
Kreator,
Carcass,
Exodus &
Nails in der Tonhalle / München, 14.4.2026
Smith / Kotzen im Backstage / München, 27.2.2026
Susan Wolf - Treibhaus / Innsbruck, 18.3.2026
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