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No Bros
21.11.2015, Metropol, Wien 
No Bros  
Die Kunde eines Reunions-Konzertes der Ur-No Bros rund um Klaus Schubert und Freddy Gigele verbreitete sich ja schon seit Jahresanfang via Buschtrommeln und Social Media im Tiroler Land...
MrBarnes
MrBarnes
(15 Live-Berichte)
Die Kunde eines Reunions-Konzertes der Ur-No Bros rund um Klaus Schubert und Freddy Gigele verbreitete sich ja schon seit Jahresanfang via Buschtrommeln und Social Media im Tiroler Land. Einige Proben, Besetzungswechsel und eine neue CD "Metal Marines" später hier geht's zum Review!) war es am 21.November tatsächlich so weit: No Bros zelebrieren 40 Jahre Bandgeschichte und 33 Jahre Jubiläum ihres legendären Auftritts im "Metropol".

Wegen dem Doppelpack mit dem zwei Tage vorher stattfindenden „Whitesnake“ Konzert (zum Livereview) waren viele der rockigen Musik anheimgefallene Tiroler bereits frühzeitig in die Bundeshauptstadt gereist. (Vermutlich so viele wie schon seit dem tollen "200 Jahre Erschießungsjubiläum" unseres Landes Ander in Wien 2009 nicht mehr). Das Metropol ist ja seit einigen Jahren nicht mehr so die Rockbühne, viele der anwesenden Besucher, so auch die "Zillertaler Mander", Machete und ich, sind zum ersten Mal in der doch geschichtsträchtigen und altehrwürdigen Location. Anyway, pünktlich um Acht starten Jay Bano als Opener.
Jay Bano, noch nie gehört? Ist nicht der ledige Sohn von Al Bano, sondern ebenfalls ein Tirol Export, genauer gesagt aus Landeck, fünf junge Herren (was an diesem Abend aber nicht wirklich schwer ist!), die höflich und gut erzogen von Mami und Papi (und anders als No Bros vor 33 Jahren), in der Bundeshauptstadt gleich mal im Anzug auf die Bühne kommen! Spaß beiseite, es folgen 30 Minuten Crossover-Sound, durchaus feine Musik, abwechslungsreich, nicht zu rockig, technisch stark inkl. 6-saitigem Bass, das Publikum ist zufrieden, Jay Bano sind es offensichtlich auch. Wie vor 33 Jahren hat sich heute eine Tiroler Band mit Zukunft präsentiert. Den durchaus lauten Applaus muss man sich an einem Abend wie diesem als Vorband erst einmal erarbeiten!



Aber sind wir uns ehrlich: alle der ca. 400 Anwesenden sind wegen No Bros hier, zahlreiche Altstars, Musiker und "Szeneadabeis" sind auszumachen, wenn man so will, ein "Meet and Greet" der österreichischen Rockszene, mit starkem Tiroler Einschlag. Auf die Frage "wann werdet ihr Morgen starten?" hat Klaus Schubert tags zuvor mit "ungefähr ziemlich genau um Punkt Neun" geantwortet, ziemlich genau um Punkt Neun startet dann auch "Dark Chamber" von der neuen CD (diese ist am Vortag erschienen) vom Band. Und dann springen tatsächlich Sänger Freddy Gigele und Gitarrist Klaus Schubert nochmals gemeinsam zu den Klängen von "Ready For The Action" auf die Bühne des Metropols! Der Jubel ist unglaublich, in den ersten Reihen alles dicht gedrängt, jeder will die Falten und zumindest die Schweißperlen im Gesicht der alten Helden sehen, und oder gleichzeitig ein Foto oder Handyfilmchen dieses Konzertes ergattern. "Davi" folgt als überraschende Nummer zwei der Setlist, mit "We Are Stronger" wird gleich ein absoluter Brecher der Urzeit nachgeschoben – die Hütte tobt bis in die letzten Reihen!



"Back Again" und "Find Myself" sind Titel der "gemeinsamen Neuzeit", sind beide doch auf der neuen "Metal Marines" CD zu finden. "Metal Man" ist dann mit ausuferndem Keyboardsolo von Andy Brunner und virtuosen Gitarrensoli inkl. eingestreuten Purple-Zitaten auf des Meisters äh Schuberts Klampfe eine klare Rückbesinnung auf die Zeit, als die gerade "on stage" werkelnden Tiroler Buam noch wirklich Buam waren und Deep Purple die Helden des Universums. Auf die 70er, die Gründungszeit von No Bros.
Auch die wie immer souverän spielende Basserin Irene Ranz duelliert und post mit dem General, oder wie Freddy Gigele gesagt hat "Klaus und ich haben uns die Besten geholt!" Das passt heute und hier wie der berühmte A…h auf den Eimer, ist doch auch der Großteil der Besucher mit genau diesen Helden musikalisch sozialisiert worden. "Hey You" als Klassiker von "Ready For The Action" und das lässige "Runaway Girl" von der neuen CD kommen ebenfalls super an. Die anschließende Titelnummer "Metal Marines" wirkt live mit dem Riffing von Schubl nochmals kraftvoller und zwingender als die schon absolut geile Version auf CD, eine Nummer, die jetzt schon schlichtweg ein Klassiker ist, und mit "Heavy Metal Party" oder "Good Morning Sir" in einer Liga spielt. Sänger Gigele hat sich extra ein schmuckes Kapitänshauberl organisiert, das stolz vorgeführt wird. Anschließend wird dem Geist der alten Helden folgend wieder ausgiebig soliert. Schubls Blues und ein – ich muss es gestehen – supergeiles Drumsolo von Schlagzeuger Bernie Welz begeistern weiterhin die anwesenden Gäste.



Gleichzeitig auch ein wenig Ruhepause und Erholung für Sänger Freddy Gigele, der den nun anschließend folgenden, österreichischen Chart-Allzeitbefeuchter "Be My Friend" stimmlich erstaunlich gut hinbekommt! Ab jetzt kennt die Party keine Grenzen mehr: "Legends Of The Eighties", ebenfalls ein ("richtig großkotziger" - O-Ton Schubl) Kracher der neuen CD und das anschließende "Heavy Metal Party" treiben so manchem der gestandenen Altrocker im Publikum die Freudentränen in die Augen! Dann offizielle Verabschiedung, eine ebenfalls sichtlich erfreute No Bros- Truppe verbeugt sich, um kurz darauf mit dem Ur-Bassisten, Michael Ausserhofer, wieder auf die Bühne zu kommen. "Good Morning Sir" und das unvermeidliche "Smoke on the Water" werden als Zugaben geradezu zelebriert, das Metropol bebt und feiert, dass selbst ich ganz überrascht bin, wie sehr das altersmäßig doch schon gesetztere Publikum abgeht! Irgendwann, oder "ungefähr ziemlich genau nach 106 Minuten" ist diese schon jetzt legendäre Heavy Metal Party Reloaded im Wiener Metropol vorbei. Nicht wenige waren vor 33 Jahren schon hier und sind sicherlich beim nächsten Mal gerne wieder mit von der Partie!



Kurzzusammenfassung für alle, die lieber Bilder schauen: Ja, No Bros Reunionskonzert - absolut lässig! Ein, wenn nicht der - bisherige Konzerthöhepunkt in meinem doch mit bis jetzt ca. 30 Konzerten schon ganz opulent verlaufenem Jahr. Klar gab es gelegentlich leichte Verständigungsprobleme auf der Bühne, was aber vor dem Hintergrund des von Gerry Moder glasklar und perfekt abgemischten Sounds vollkommen egal war! Nachdem ich 1982 zwar schon stolzer No Bros Plattenbesitzer war, aber ohne "metal-affinen" Papi altersmäßig bedingt im Metropol gefehlt habe, sehe ich den 21.11.2015 wie sehr viele andere Besucher dieses Abends als weiteren Klassiker!
Wenn sich No Bros also demnächst hoffentlich noch für ein paar weitere Gigs auf die alten Socken machen – UNBEDINGT anschauen, obwohl – Metropol reloaded war schon!!

HIER geht's zur fetten Fotogalerie auf Freizeit-Tirol!





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