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Cover  
Space Chaser - Razorblade Bay (CD)
Label: Testimony Records
VÖ: 11.09.2026
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Art: Review
TobSta
TobSta
(164 Reviews)
8.0
2011 in Berlin gegründet, hat sich SPACE CHASER während der vergangenen Dekade einen Namen gemacht – und das längst über den Underground hinaus. Nach dem Debüt "Watch The Skies!" (2014) und dem Zweitwerk "Dead Sun Rising" (2016) wechselte die Band zu METAL BLADE RECORDS, wo 2021 mit "Give Us Life" das dritte Studioalbum erschien. Die Platte stieg bis auf Platz 24 der deutschen Albumcharts und katapultierte die Berliner auf Bühnen wie das WACKEN OPEN AIR, das SUMMER BREEZE oder das PARTY.SAN OPEN AIR – wichtige Meilensteine in der Bandgeschichte.

Nach dem Ausstieg von Frontmann Siegfried Rudzynski im Jahr 2023 übernahm Gitarrist Leo Schacht zusätzlich den Gesang und führt SPACE CHASER seitdem gemeinsam mit Leadgitarrist Martin Hochsattel, Bassist Sebastian Kerlikowski und Schlagzeuger Matthias Scheuerer in neuer Besetzung weiter. Nun legen die Speed-/Thrasher mit "Razorblade Bay" ihr viertes Studioalbum vor, das über das immer weiter aufstrebende TESTIMONY RECORDS erscheint.

Aufgenommen, gemischt und gemastert wurde "Razorblade Bay" von Jan Oberg im Hidden Planet Studio in Berlin, während Andy Brings (ehemals SODOM) als Co-Produzent an der Entstehung beteiligt war und auf "8 Minutes" zudem einen Gastauftritt als Sänger absolviert. Das Cover-Artwork stammt von Mario E. López, das Layout übernahm Johnny Doe. Musikalisch bleiben SPACE CHASER dem Thrash Metal treu, würzen ihren Sound aber erneut mit Einflüssen aus Speed Metal und Punk. Inhaltlich stehen Science-Fiction und Horror im Mittelpunkt der zehn neuen Songs. Ich bin gespannt, wie SPACE CHASER nach fünf Jahren ohne neues Album einschlagen und ob sie den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.

Schon Bruchteile nach Beginn des Openers und Titeltracks "Razorblade Bay" fegen SPACE CHASER wie eine Thrash-Gewitterfront durch die Gehörgänge und knallen dem Hörer die Ansage „No Return To Razorblade Bay“ entgegen – Auftakt nach Maß! Freudig weitergeshreddet wird im Mosher "Mind Melting Machine", der on top mit geilen Gitarrensoli bockt. Schon beim Titeltrack gab es eine kurze Spoken-Word-Passage, die auch "We Are The Night" vorangestellt ist. Der Song fegt mit den bisher gehörten Trademarks flott durch die Bude und hält obendrein coole Gangshouts zum Mitgrölen parat.

Nach dem Headbanger "No Gods, No Dawn" ist "8 Minutes" gemeinsam mit Andy Brings die nächste druckbetankte Abrissbirne mit brutal schnellem Drumming und rasantem Gesang. "We Bow To None", "Blade Serpents" und "Even The Score" geben weiter Kohle ins Metal-Feuer der Hauptstädter, die mit meinem Highlight "The Coffin" und dem kompakten, nur 128 Sekunden langen Finale "Razorblade Bay (Reprise)" den Hörer weiter gegen die Wand drücken und ihr viertes Album beenden, das einen deftig guten Eindruck hinterlässt.

"Razorblade Bay" ist ein gutklassiges Thrash-Speed-Feuerwerk, das über die gesamte Strecke von 32 Minuten absolut Bock macht. Kernige Riffs, knackige Gitarrensoli, brachiales Drumming und jede Menge Spielfreude treiben die Platte kompromisslos nach vorne. Underground-Geballer, das Kuttenträger und Rohmucke-Jünger nicht verpassen sollten.

Trackliste
  1. Razorblade Bay
  2. Mind Melting Machine
  3. We Are the Night
  4. No Gods, No Dawn
  5. 8 Minutes
  1. We Bow To None
  2. Blade Serpents
  3. Even The Score
  4. The Coffin
  5. Razorblade Bay (Reprise).
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