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7.0
Das obskure Artwork und der dazu passende Titel schickten voraus, dass es eine künstlerische Transformation geben könnte. Und ob. Kaum jemand hätte einen Pfifferling gegeben, wonach die Holländische Doom Death Schmiede im Dunstkreis von Asphyx, Grand Supreme Blood Court und Legion Of The Damned plötzlich einen solchen Cut macht. Zwar wurden die alten Charakterzüge nicht radikal über Band geworfen, allerdings von unkonventionellen Nuancen angereichert, die unter anderem Referenzen zu den Deutschen Dark Millenium offenbaren.
Somit müssen in erster Linie diejenigen Fans eine bittere Pille schlucken, die sich damit schwertun, wenn ihre alten Helden das gewohnte Kielwasser nahezu verlassen. Weinerliche Klargesänge und Akustikpassagen sind die auffälligsten Färbungen im Repertoire, psychedelisch anmutende Melodien und eine damit einhergehende Vielseitigkeit vervollständigen das Ouvré von "Quantifying Cosmic Doom". Trotz Metamorphose-Tendenz findet der Hörer aber nach wie vor tiefschwarze Blastbeat-Atttacken, bedrohliche Slowmotion-Walzen als auch breitbeinige Midtempo-Passagen. Quasi das Fundament, wodurch die Band nach wie vor das Bekenntnis zu den eigenen Wurzeln aufrecht hält. Einige der Namensgebungen machen "Quantifying Cosmic Doom" zwangsläufig kryptischer, als es ohnehin schon ist. Der transparente Sound, der nebenbei die winzigen Details punktuell rüberbringt, passt adäquat ins Gesamtpaket. Mit dem Semiklassiker Debüt "Feeding On Angels" (1998) hat das fünfe Opus der Veteranen um den ex-Asphyx Mucker Eric Daniels herzlich wenig zu tun, soviel dürfte klar sein. Eine bizarre Fusion, an welche sich nicht alle Konkurrenten herantrauen, obgleich dieses Experiment auf Distanz nicht kontinuierlich funktioniert (unter anderem betrifft das Twan van Geels Clean-vox). Nun denn - manchmal sollte man die pragmatische Methodik des direkten Vergleichs innerhalb einer Banddiscographie besser außen vor lassen. "Quantifying Cosmic Doom" ist kein feierlicher Anlass für Fastfood-Junkies, gewiss nicht, wenn schon für spezielle Trüffelschweine mit einem Näschen zur dunklen Seite des Prog/Black/Death. Falls schon das schräg-diffuse Starterdoppel "The Braveheart of Nightmares"/"Powehi, the Embellished Dark Source of Unending Creation" zu viel des Guten ist, kann auf den Rest dieses einstündigen Outerspace-Trips verzichtet werden. Trackliste
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