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Cover  
Hansen - Born With A Hammer (CD)
Label: e-a-r Music
VÖ: 18.09.2026
Art: Review
TobSta
TobSta
(165 Reviews)
8.5
Kai Hansen (Helloween, Gamma Ray) ist eine der prägenden Figuren des Heavy Metal und hat mit "Born With A Hammer" sein zweites Soloalbum am Start. Unterstützt wird Hansen von Alex Dietz (Heaven Shall Burn), Dan Wilding (Carcass) sowie seinem Sohn Tim Hansen (Induction) – ein Gespann, das bei absolut auf Augenhöhe agiert.

Der Opener "Feeding The Beast" baut sich langsam auf, ehe sich ein Gitarrengewitter zusammenbraut und Hansen einen hymnischen Power-Metal-Sturm entfesselt, der sofort die Marschrichtung vorgibt. "Welcome To Life" schlägt in eine ähnliche Kerbe, legt beim Tempo aber noch eine Schippe drauf und feuert satte Speed-Metal-Vibes aus den Boxen. Rotziger und verspielter gibt sich "Don't Care", während "Wait And See" dank Dan Wildings Schlagzeug und der Gitarrenarbeit hörbar härter ausfällt. Hansen zeigt hier, dass seine Mitstreiter aus dem Extreme-Metal-Lager dem Album ordentlich Dampf verleihen, ohne den typischen Melodiefaktor zu verdrängen – Wilding beweist eindrucksvoll, dass er eben auch richtig Rock ’n’ Roll schrubben kann."I.D.G.A.F." knallt stimmungsmäßig brutal in die Synapsen. Inspiriert von nervigen „Energievampiren“ in Hansens Hamburg-Kiez-Stammbar Cowboy & Indianer, kommt die Nummer mit rotziger „Scheiß-drauf“-Attitüde, eingängigem Refrain und expliziten Lyrics direkt auf den Punkt.

Der epische Titeltrack "Born With A Hammer" überrascht nach dem Piano-Intro mit stadiontauglicher Hymnik und deutlicher Queen-DNA – Hansen hat hier mit viel Ehrfurcht seine ganz persönliche kleine "Bohemian Rhapsody" geschrieben."End Of The Road", "Triple Trouble", "Invaders" und das große Finale "Wonderland" – bei dem Alex Dietz für einen erfrischend leichten Industrial-Einschlag sorgt – liefern herrliche Soli, reichlich Headbang-Momente sowie unglaublich scharfe, wuchtige Riffs, die jedem Teutonen-Metaller die Kutte beben lassen.

"Born With A Hammer" verzichtet auf Schnörkel und haut ohne Umwege rein: Kai Hansen zeigt sich hier ohne Scheuklappen von seiner vielseitigsten Seite – mal hymnisch, mal rotzig, mal kompromisslos auf die Zwölf. Er liefert ein erdiges Stück Metal ab, das ordentlich Scheppern auf den Ohren garantiert und einfach Bock macht. Kurzum: Riffs, Dreck, Melodie – genau das erwartet man von einer lebenden Heavy-Metal-Legende!
Trackliste
  1. Feeding the Beast
  2. Welcome to Life
  3. Don’t Care
  4. Wait and See
  5. Born with a Hammer
  1. I.D.G.A.F
  2. End of the Road
  3. Triple Trouble
  4. Invaders
  5. Wonderland
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