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Cover  
Pestilence - Exitivm (CD)
Label: Agonia Records
VÖ: 28.06.2021
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Art: Review
Werner
Werner
(1365 Reviews)
7.5
Zugegeben: einen derart zähen Brocken wie "Exitivm" kann sich meine Wenigkeit nicht alle Tage reinkippen. Gleiches gilt auch für den Vorgänger "Hadeon" aus dem Jahre 2018. So oder so: Pestilence sind seit ihrer Reunion wahrlich kein Fast-Food-Vergnügen, was seitens Gitarrist/Sänger Patrik Mameli generell keine Option für den Fortbestand dieser Kulttruppe aus den Niederlanden war.

Dennoch frohlocken die virtuosen Holländer um ihren extravaganten und nicht unumstrittenen Bandchef Mameli mit ihren derben Widerhaken, ihrer puren Gehässigkeit und der schier düsteren Ausrichtung. Und ihrer Kompromisslosigkeit im Allgemeinen. Dieses Werk muss man sich erarbeiten ob seines speziellen, ja fast unnahbaren Charakters, es sei denn, Bands à la Atheist, Cryptosis, Obscura und Konsorten gehören zum täglichen Aufwärmprogramm des betroffenen Konsumenten. Gar nicht mal deswegen, weil "Exitivm" weiß Gott wie verschnörkelt oder progressiv wäre, sondern weil die drückendschwere Atmosphäre kaum Lichtstrahlen durchlässt. Weder gesanglich, textlich, noch instrumental gibt es Grund zur Freude, im Gegenteil, und dennoch strahlen diese vertonten Betonschuhe eine gewisse Faszination aus, quasi wie ein dichtes Konglomerat, das aus unzähligen gehässigen Fratzen besteht. Egal, ob im relativ geradlinigen Thrash/Death Fahrwasser oder im gezügelten Psychodelic/Doom ("Spheres") Morast.

Einen potentiellen Evergreen wie "Land Of Tears" ("Testimony Of The Ancients") oder "Out Of The Body" ("Consuming Impulse") gibt es demnach natürlich nicht zu orten. "Exitivm" muss schon als Gesamtkunstwerk erachtet werden, in dem es bei einer gewissen Opferbereitschaft vieles zu entdecken gibt.

Trackliste
  1. In Omnibvs (Intro)
  2. 2Morbvs Propagationem
  3. Deificvs
  4. Sempiternvs
  5. Internicionem
  6. Mortifervm
  1. Dominatvi Svbmissa
  2. Pericvlvm Externvm
  3. Inficiat
  4. Exitivm
  5. Immortvos
  6. Personatvs Mortem (Outro)
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