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17.06.2026
Iron Maiden
San Siro Hippodrome, Mailand

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Iron Maiden, Trivium
17.06.2026, San Siro Hippodrome, Mailand 
Run For Your Lives Worldtour 2026  
Die beste Heavy Metal Band aller Zeiten hat eine weitere heilige Messe gelesen. Iron Maiden waren in ihrer gesamten Erscheinung und Darbietung wohl nie wirklich besser. Besser wurde Heavy Metal nie erschaffen, nie inszeniert und nie gespielt....
DarksceneTom
DarksceneTom
(152 Live-Berichte)
Iron Maiden live in Mailand 2027. Neun Mann hoch reist die Darkscene-Crew an und es wurde nicht nur ein perfekter Trip , sondern auch der nächste, alles andere auf dieser Metal Welt in den Schatten stellende Triumphzug der Götter des Heavy Metal! Eine Machtdemonstration, die uns allen lückenlose Gänsehaut, totale Ekstase und auch die ein oder andere Träne gekostet hat!
Up The Irons!



Als Kind, als jugendlicher Vokuhila-Metal-Frischling hat man es bereits beim ersten Mal gefühlt. Man hat es geahnt, immer wieder gespürt und das Gefühl wurde nie mehr getrübt und genau deshalb hat man es zeitlebens so gehuldigt, gefeiert und verinnerlicht. Als gestandener Metaller hat man es gepredigt und auch durch die tiefen Täler ist man mitgegangen. Als reifer Metal Fan und nachdem man den Geboten seit mittlerweile fast 40 Jahren folgt, weiß man es nun natürlich ganz genau. Die ganze Welt weiß es. Die ganze Welt sieht und hört es und die ganze Welt bejubelt es heute, unfassbare 51 Jahre nach der Geburtsstunde mehr denn je:
Iron Maiden sind das Alpha und das Omega! Iron Maiden waren, sind und bleiben der Anfang und das Ende. Der Erste und der Letzte, der Ursprung und das Ziel aller Dinge. Sie sind Ausdruck der Ewigkeit, der Allmacht und der Vollkommenheit des Heavy Metal!
Iron Maiden sind die Offenbarung.
Die Heilige Schrift.
Die unantastbaren Götter des Heavy Metal!




Iron Maiden haben jede Melodie geschaffen, sie haben der Welt bereits Anfang der 80er Jahre gezeigt, wie perfekte Metal Songs und unantastbare Heavy Metal Epen klingen sollen und es gibt unzählige Beispiele und unantastbare Referenzen dafür. Sie sind die Allmacht, die jede andere Band als Referenz nennt.
Sie sitzen am Thron, neben ihnen sitzen natürlich die Urväter Black Sabbath, die Popstars von Metallica und der allmächtige Ozzy. Ganz oben aber sitzen Maiden!

Niemand war, ist und bleibt genialer, größer und allmächtiger als Iron Maiden. Keine Band hat mehr Jahrtausendalben, mehr Jahrtausendsongs und mehr Melodien für die Ewigkeit erschaffen und keine andere Band feiert ein halbes Jahrhundert nach ihrer Grünung solche Triumphzüge, während sie livehaft so unfassbar perfekt und tight klingt, als wäre die Zeit stehen geblieben
. Das haben wir bereits vor einem knappen Jahr bei der sensationellen Show im ausverkauften Wiener Ernst Happel Stadion erleben dürfen (zum Livereview) und genau deshalb war auch klar, dass wir die Run For Your Lives Tour 2027 mitmachen würden!
Idealerweise in Italien.



Darkscene Rock Tours hat schon viele Feste gefeiert. Wir waren 2010 bei Europe in Stockholm (zum Sweden Rocks Special), wir waren bei Def Leppard und Mötley Crüe im Wembley (zum Livereview) und bei Sabaton und Hell im Koko London (zum Livereview) , wir waren in kleineren Abordnungen in New York und Barcelona und wir waren schon im großen Stile bei den Gods Of Metal Festivals in Bologna und Monza. Noch nie aber sind wir 9-Mann hoch gepilgert.

Mailand 2026 konnte also nur ein Triumph werden!

Ein Triumph für Iron Maiden, ein Triumph für die Mailänder Gastroszene, der wir dank souveräner Vorplanung nebst großartigen, authentischen Essen binnen 36 Stunden knappe 25 Flaschen Wein und mehr als 100 Biere abgenommen haben und ein Triumph für unsere Truppe, die derart souverän und perfekt geliefert hat, dass es kaum zu glauben war. Training hin, oder her: Die Wahrheit liegt am Platz und dort wurde beeindruckend und wie selbstverständlich geliefert! Ich darf mich hier nochmals stellvertretend für alle vor allen verneigen!
So kann man auf Reisen gehen!



Mailand 2026 war ein Fest für die Darkscene-Truppe und leicht hat man es uns dabei bei Gott nicht wirklich gemacht. Nicht nur, dass wir unsere gepeinigten Leiber während einer anrollenden Hitzewelle täglich mit über 20.000 knackigen Schritten und vielen mehr durch Mailand kämpfen müssen, was regelmäßige Weißweinpausen und massive Pecorino-Exzesse voraussetzt, aber auch taktisch durchaus „Semi“-fordernd sein kann. Sogar der erste Auftritt unserer Nationalelf bei der WM findet natürlich genau am Morgen nach der "ersten Nacht" und somit am Tag der Show statt!

Anstoßzeit: 5:00 AM, bravissimo! Dank der technischen Top-Performance von Zimmer 105 aber auch kein Problem. Große Hitze, wenig Schlaf, viel Wein, Fernet Branca, Negroni und Bier. Dafür hat man trainiert! Alles läuft reibungslos, unser Team gewinnt 3:1. Was soll heute noch schief gehen, das muss gefeiert werden!
Wird es auch, vom harten Kern der Crew sogar pausenlos bis zum Showbeginn. Selbst hier werden nochmals alle Hürden souverän gemeistert. Natürlich fühlt sich die knackige Anreise im gut gefüllten Linienbus und dem endlosem Asphaltmarsch in sengender 34 Grad-Abendhitze zum Stadion an, wie Richard Bachmann‘s Todesmarsch. Aber auch hier behalten Taktik, Aufstellung und die einstudierten Abläufe recht. Es ist einfach grandios, wenn man Qualität von der Bank bringen kann. So liefert der spät eingewechselte Doppelstaatsbürger genau jetzt, wo jene, die ohne Pause am Limit agiert haben schon langsam Körner lassen müssen, erwartet hart ab.
Der ein oder andere leicht lädierte Führungsspieler kann sich nun etwas rausnehmen. Die Mittelfeldreihe Reihe, die sich am Nachmittag etwas Ruhe gönnte, während der Offensiv-Stoßtrupp samt Einwechselspielern mit Negroni, Pecorino und Bier bedingungslos nach Vorn weitergeackert hat, ist wieder voll da und liefert. Und sie liefert knallhart und fehlerlos bis zum Abpfiff. Kaum eine Chance wird ausgelassen, bis man endlich das heilige San Siro erreicht und zum lang ersehnten Gruppenfoto posiert:
„Chapeau!“



Bühne frei für Iron Maiden!
Einlass, Auslass, Scheißhaus. Alles funktioniert im San Siro perfekt. Das legendäre Stadion und seine Allmacht überwältigen uns von der ersten Sekunde an. Der heilige Rasen ist vollflächig abgedeckt. Die Tribünen sind steil wie Felswände, die Schlange am Bierstand ist elendig, wird aber neuerlich durch unfassbare Team-Performance und durch solide Bestechung ebenso ausgehebelt, wie durch taktisch clevere Moves anderer Team Mates, die kurz vor Spielende gar noch mal zu Hochform auflaufen und selbst während der Show Bierlieferungen im großen Stile garantieren. Der Sieg wird dank dieser unfassbaren Teamleistung ohne zu Zittern heimgefahren. Die Bierversorgung im Stadion ist dank hohem Pressing der noch fitten Spieler bis zum Ende der Show und weit darüber hinaus weltmeisterlich!
Auch hier kann man nur seinen Hut vor der Mannschaftsleistung ziehen!
Wahnsinn, weilmeisterlich!



Überwältigend sind zwar auch 9 Euro für 0,3 Bier, aber bei der Gluthitze nimmt man es natürlich gern. Hier muss sofort der Dank nochmals an unsere Bierhüter gehen. Während sich Teile der Crew seit Ankunft in Mailand nicht geschont haben und nun langsam an ihre Energiereserven stoßen, liefern die anderen, die sich in der zweiten Hälfte etwas Verschnaufpause gegönnt haben, nun souverän und endlos verlässlich. Besseres Teamwork geht nicht und wenn Österreich bei der WM so harmoniert und liefert, dann kann’s noch weit gehen.
Zurück zu Iron Maiden. Nachdem Trivium auf voller Länge abkacken und mit ihrem platten, uninspirierten und seelenlosen Allerweltsound endlich nicht mehr nerven, kann die Messe nun endlich gelesen werden!



Um 20:50 ist es nun endlich soweit: "Doctor Doctor!" weist bekanntlich den Weg. Mailand geht gleich steil und die Jubelchöre gehen volley in die legendären Melodien von "The Ides Of March" über. Schon jetzt kocht der Kessel auf Höchststufe. Die Party ist eröffnet und es geht Schlag auf Schlag.

Ich für meine Teil habe Iron Maiden schon unzählige live erlebt, aber es war, es ist und es bleibt in Italien einfach immer ganz besonders und am Großartigsten! Weil hier einfach die lautesten und euphorischsten Fans zuhause sind. Gerade bei Iron Maiden geht hier einfach immer die ganze Menge mitsamt der Band bei jeder Melodie und jedem Chorus komplett durch die Decke und so ist es auch heute. Iron Maiden sind nun tatsächlich die allererste Heavy Metal Band, die die Ehre hat im ehrwürdigen, im legendären San Siro-Stadion live zu spielen. Das berührt die Fussball-fanatische Band auch sichtlich und vor Allem Steve Harris unterstreicht das im Nachgang besonders.

Auch für uns Fußballfans ist es eine Ehre, der besten Band aller Zeiten auf diesem heiligen Boden, wo schon unzählige Jahrhundertkicker ihr Herz gelassen haben, zu lauschen und sie mit 45.000 Maiden Fans aus aller Welt bei der größten Maiden-Italy-Show ever zu feiern. Die Tribünen des San Siro, die sich hinter uns wie eine Wand auftürmen sind jedenfalls unfassbar. Man weiß während der Show gar nicht, wo man überall hinschauen soll.
Es ist nur zu großartig und überwältigend! Superlative an allen Ecken und Enden und mittendrin die beste Heavy Band aller Zeiten!



Der Beginn der Show führt uns wieder zurück in die unfassbaren Frühtage der Band. Zurück in die düsteren Gassen der Endymion Road im Norden Londons, aus deren Charme und Tristesse Derick Riggs einst eine Legende geboren hat. Eddie wurde hier zum Mörder und mit "Murders In The Rue Morgue", dem ultracoolen "Wrathchild", dem unsterblich genialen "Killers" und dem Jahrhundertsorg "Phantom Of The Opera" werden die ersten beiden Gottalben auch gebührend gefeiert. Bereits nach wenigen Minuten stehen Iron Maiden mit diesen uralten, unsterblichen Gebeten über allen Dingen. Bereits jetzt steht San Siro und auch die gesammelte Tirol-Fraktion in ihren hochprofessionell angefertigten Iron Maiden-Dressen Kopf. Angesichts der Perfektion der Band, des Sound, der Bühnenshow und der unfassbaren Stimmung haben alle maximale Gänsehaut!

Einmal mehr ist es die makellose und endgeile Zeitreise und zeitgleich die perfekte Darstellung von Allem, das Heavy Metal je ausgemacht hat. Die Setlist lässt "echte" Maiden-Fans wie uns natürlich wieder mit der Zunge schnalzen. Hier ist nur am Start, was Klasse, Epik und nachhaltige Genialität hat. Es werden die ersten sieben 10-Punkte Alben plus das unkaputtbare "Fear Of The Dark"-Titelstück geehrt und alles andere muss ja bekanntlich letztlich auch nicht sein.
Ja, auch Iron Maiden haben nach 1988 noch viel gute, teilweise sehr gute Musik erschaffen, aber es gibt keine zwei Meinungen darüber, dass die unsterblichen, die zeitlosen Klassiker für die Ewigkeit und jene Songs die ein gesamtes Musikgenre und all unsere Leben geprägt und verändert haben, zwischen 1980 und 1988 auf Platte gepresst worden sind. Das wird heute einmal mehr nachdrücklich demonstriert. Daran gibt es nichts zu rütteln und das weiß die ganze Welt!



Beweis nicht nötig. Wenn die Briten mit "The Number Of The Beast" den vielleicht größten, besten und alle Attribute des Genres verinnerlichenden Metal Song aller Zeiten bereits an sechster Stelle des Sets in die ausrastende Menge feuern, dann ist das mehr als nur beeindruckend. Wer hat, der tut und weil Iron Maiden eben noch unzählige weitere Hits für die Ewigkeit im Petto haben, kann man das schon so machen. Herrlich!

"Infinite Dreams" ersetzt diesmal meinen Fave "The Clayrvoyant" und ist natürlich auch übermenschlich gut. Bei "Powerslave" entführt und Bruce samt legendärer Maske im großen Stil in die Welt der Pharaonen. Das monumentale Bühnenbild, der perfekte Sound, der Gesang der Song. Mehr geht einfach nicht! San Siro ist am Limit. 35.000 Kehlen brüllen uns von der Wand einer Tribüne in die verschwitzen Nacken.

Im San Siro wurden die Stehränge aus Sicherheitsgründen auf 10.000 limitiert. Die restlichen 35.000 Fans waren auf den Steilrängen. Unfassbar geil für uns drunten in der Arena. Sowas habe ich noch nie erlebt. Nicht mal in Camp Nou in Barcelona.
Gänsehaut, Tränen, Euphorie. Jeder von uns weiß, dass das die Allmacht ist. In Sachen Stadion und auch in Sachen Musik. Die Zeit sollte stehen bleiben, tut sie aber nicht. Ganz im Gegenteil: "Two Minutes To Midnight" geht wie eine Bombe durch die Stadiondecke.



Die Zeit ist reif. Reif für eines der größten Epen, vielleicht das großartigste Heavy Metal Epos aller Zeiten. Bruce Dickinson kündigt den "Reim des alten Seemanns" an und die Bühne geht in düsterer Dramatik, dunklen Wellen, Geistern und märchenhaftem Seemannsgarn schier unter.

" The Rime Of The Ancient Mariner" ist der Inbegriff des Heavy Metal. Ein an Dramatik, Epik, Schönheit und Klasse nicht zu überbietendes Meisterwerk des Songwritings und musikalischen Schaffens. Iron Maiden bieten diesen Song, der mich und wohl uns alle immer wieder den Tränen nahe bringt, in einer endlosen Perfektion. Der brillante Sound und die große Show gehen Hand in Hand. Sie gehen unter die Haut und sie gehen in den energischen Momenten endlos durch die Decke! Die Inszenierung und Darbietung sind energiegeladen, dramatisch und höchst dynamisch, wie der gesamte Set.
Hier möchte man einfach nur Niederknien und Gott dafür danken, dass er Steve Harris, Adrian Smith, Dave Murray und Bruce Dickinson das Licht der Welt und dieses unglaubliche Talent geschenkt hat. "The Rime Of The Ancient Mariner" sind einmal mehr 14 der besten Minuten unseres Lebens und daran besteht überhaupt kein Zweifel!

Das einzig Traurige an diesem wunderbaren Tag, diesem unfassbar schönen Abend ist, dass die Show mittlerweile schon über eine Stunde andauert und wir alle wissen, dass es nie genug Zeit geben wird, um all die großen Vermächtnisse von Iron Maiden in einem Set unterzubringen. Wehmut unangebracht.
Es folgt einer der größten Metal Hits aller Zeiten und das Giuseppe-Meazza Stadion brennt lichterloh. "Run To The Hills" überwältigt mit brutaler Lichtshow, unfassbaren Vocals von Bruce und einem durchdrehenden Chor von 45.000 vollkommen ausrastenden Fans!
Was soll man hier noch sagen….



Nach diesem maximalen Stimmungspeak wird es kurz still im San Siro. Dann türmen sich die eisigen Welten von "Seventh Son Of A Seventh Son" auf. Die Atmosphäre des herrlichen Intros und die Bühne sind unfassbar und Iron Maiden liefern ihr nächstes Überepos. Der 10-minütige Gottsong vom unsterblichen 88er Konzeptalbum wird zum nächsten Triumphzug der Nacht. Hier stimmt alles. Jede Note geht tief unter die Haut. Epik, Dramatik und unbändige Energie vereinnahmen jeden einzelnen im Publikum und es ist absolut unglaublich, dass dieses Album bereits 38 Jahre alt ist und diese Musiker bereits allesamt an die 70 Jahr am Buckel haben und dennoch so unfassbar liefern.

Kurze Pause. Zeit die Fahne zu schwingen. Bruce weht mit der Tricolore und "The Trooper" ist und bleibt ein Stadionhit für die Ewigkeit. Großes Kino, das größer kaum geht, als wenn mit "Hallowed Be Thy Name" der perfekte, der vielleicht beste Heavy Metal Song aller Zeiten und der Urquell aller epischen Songs wie ein Gebet über Mailand hallt. Großartig wie nie zuvor interpretiert, dramatisch und packend mit der schicksalshaften Galgenszenerie höchst sehenswert inszeniert. Wir alle knien nieder, während die letzten Minuten des Verurteilten, dessen letzten Weg wir allesamt hunderte, wohl tausende Male mitgesungen, mit gebangt und mit skandiert haben, im Stile eines Theaterstückes zelebriert werden.

Wen das kalt lässt, der lebt nicht mehr: "Iron Maiden is gonna get you, wherever you are!" . Mit dem obligaten Stimmungsbomber vom Debütalbum beschließen Iron Maiden unter tobendem Applaus und nach knapp 110 Minuten den Hauptset dieses Triumphzuges, der so unfassbar schön ist, dass er noch viel länger, ja ewig dauern sollte.



Mailand steht Kopf. Wir stehen samt feuchten Augen und meterdicker Gänsehaut vollkommen glücklich und zufrieden im vollen Schweiß! Es ist einfach unfassbar genial, was wir hier (wieder mal) erleben dürfen. Sogar unser im Vorfeld erwartet skeptischer Rudi steht mit tränenden Augen über 2 Stunden neben mir und kann kaum fassen, welcher Machtdemonstration er hier Zeuge wird und wie sehr ihn seine alten Helden immer noch berühren können. Wäre es nicht so traurig und eben einfach unmöglich, dann müsste man seinem Rat folgen: "Nach dieser Show, muss man nie mehr ein Heavy Metal Konzert besuchen, weil nie mehr etwa größer, heiliger, wichtiger und besser sein kann!

Das ist wohl wahr, wird aber nicht zu schaffen sein. Hoffen wir vielmehr, dass Maiden noch länger so fit bleiben und so clever sind, ihre letzten Jahre ausschließlich mit Best-Of-Triumphzügen zu füllen, anstatt ihre letzten Ressourcen mit Albumtouren zu verschwenden, die nie die Größe einer Setlist voll alter Hits haben können.

Iron Maiden bieten auf ihrem "Run For Your Lives"-Triumphzug jedenfalls alles, was wir seit Kindestagen so lieben und verehren. Die britische Legende kredenzt uns in unfassbar perfektem Bild und Ton eine durchgehende Gänsehaut. Die Bühne ist riesig wie nie zuvor. Die Show ist überragend in ihrem Mix aus old-school Eddie und hochtechnischen Visuals, die uns von der "Powerslave"- Pharaonenwelt bis in die "Seventh Son"-Eislandschaft verführen.
Das ist das größte Kino, die größte Bühne und die großartigste Darbietung, die man sich als Fan nur wünschen kann.



Jeder Song explodiert. Die Band ist unfassbar. Unfassbar gut und auf den Punkt. Man hört jedes Solo von Dave und Adrian absolut kristallklar. Der Bass von Steve Harris ( fit wie ein Turnschuh und am Nachmittag noch bei einem Fussballmatch in der brütenden Hitze tätig, als ob es das Normalste der Welt wäre ) pumpt wie die Hölle und Simon Dawson drückt mit seinem knackigen und schnörkellosen Drumming das Energielevel (wie bereits im letzten Jahr in Wien gehört) auch deutlich nach oben. Janick Gers ist auch dabei, bewegt sich immer noch kacke und ist wieder weitgehend wertlos. Sein erstes Solo darf er übrigens nach knapp zwei Stunden bei "Fear Of The Dark " spielen. Wohl auch das einzige, soweit wir gesehen haben.
Über allem thront natürlich Tausendsassa Bruce Dickinson, der selbst bei gefühlt 45 Grad im San Siro mit Lederjacke und Umhang über die Bühne fegt und mit seinen 67 Jahren einfach unfassbar ist! Gottlob ist er auch wieder ganz der Alte und sein Gesang seit einiger Zeit endlich wieder so genial und kraftvoll, wie vor seiner schweren Kehlkopferkrankung.
Bruce singt über zwei Stunden lang wie ein junger Gott und hat das Stadion mit seiner energiegeladenen Performance perfekt im Griff!



Leider muss aber auch die schönste Nacht zu Ende gehen. Perfekt gewählt knallt und fliegt uns in ohrenbetäubender Lautstärke aber dennoch kristallklar der legendäre "
Churchill’s Speech" um die Ohren, während Eddie als Kampfpilot mit coolen Visuals im unendlich genialen "Aces High" explodiert.
Sagenhaft, wie das was noch kommt.

"
I am a man who walks alone, And when I'm walking a dark road…: Bruce schultert zu herrlicher Vollmondszenerie Mantel, Zylinder und Laterne. "Fear Of The Dark" ist und bleibt ein Manifest. Der letztgeborene Maiden-Jahrhundertsong, einer der größten Metal Songs ever und einer der größten Livesongs dazu. Die Chöre schallen von Mailand bis Turin und Bologna. Das steht fest. San Siro kocht endgültig über und weil sie es können, legen Maiden mit "Wasted Years" gleich noch ein weiteres Meisterwerk nach. Und wieder explodiert die Bude…und wieder steht die Gänsehaut und wieder ist es zum Weinen schön.

Game Over. Iron Maiden sind und bleiben der heilige Gral aller großen Gitarrenharmonien, aller zweistimmigen Leads und Soli und der Inbegriff großer Refrains und epischer Jahrhundertsongs. Der Inbegriff des Stadionmetal! Bruce Dickinson und die Band bedanken sich und verlassen nach 130 perfekten Minuten und unter tobendem Jubel die Bühne.
Die beste Heavy Metal Band aller Zeiten hat eine weitere heilige Messe gelesen und Iron Maiden waren in ihrer gesamten Erscheinung und Darbietung wohl nie wirklich besser.
Besser wurde Heavy Metal nie erschaffen, nie inszeniert und nie gespielt.




Iron Maiden waren, sind und bleiben die beste Heavy Metal Band aller Zeiten. Ihre ersten sieben Alben sind ausschließlich makellose Heiligtümer. Genial bis in alle Ewigkeit und das, was sie nun bereits im zweiten Jahr auf der "Run For Your Lives"-Tour zelebrieren, das ist nicht nur beeindruckend und sympathisch, sondern einfach nicht von dieser Welt!

Alle sind überglücklich und wir verlassen das San Siro genauso stressfrei und entspannt, wie wir es betreten haben. Die Tiroler Reisegruppe um die beiden Darkscene-Mobiles ist endlos begeistert und zufrieden. Man ist wieder einig, dass nichts, aber auch gar nichts größer ist als Iron Maiden und ihre ersten sieben Alben.

Mailand 2026 war ein absoluter Treffer in allen Belangen und der lang angekündigte 10-Punkte Event. Der Akku ist allerdings auch ziemlich leer, als wir nach gefühlten 36 Stunden Non-stop-Latschen und trinken, nach mehrgängigen, authentischen lombardischen Essen und einer Fußballschlacht zu früher Stunde als Draufgabe, endlich im Hotel ankommen, um ein wenig Schlaf zu kriegen! Jeder will das zwar nicht wahrhaben, aber jeder war auch nicht von Spielbeginn an dabei…Leute……..

Wir sehen uns: UP THE IRONS!



IRON MAIDEN SETLIST:

Intro: Doctor Doctor (UFO song)
1. The Ides of March
2. Murders in the Rue Morgue
3. Wrathchild
4. Killers
5. Phantom of the Opera
6. The Number of the Beast
7. Infinite Dreams
8. Powerslave
9. 2 Minutes to Midnight
10. Rime of the Ancient Mariner
11. Run to the Hills
12. Seventh Son of a Seventh Son
13. The Trooper
14. Hallowed Be Thy Name
15. Iron Maiden
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16. Churchill's Speech
17. Aces High
18. Fear of the Dark
19. Wasted Years



















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