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Cover  
Eluveitie - Origins (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 01.08.2014
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(3035 Reviews)
7.0
Die cleveren Eidgenossen von Eluveitie, die im Jahre 2002 zur rechten Zeit erkannt haben, dass ein Mix aus Folk- und Pagan Metal und skandinavischem Melodic Death durchaus zielführend sein kann, sind mittlerweile eine "echte" Nummer der Szene geworden. Dass ich den zeitlebens ein wenig überkalkuliert agierenden Schweizern deshalb nicht zwingend wohlgesonnen sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Mir sind Eluveitie nie allzu "echt" und "ehrlich" vorgekommen. Ich hab ihnen ihre "Inbrunst" nie so recht abgenommen. Weder live noch auf Platte. Dass sie dennoch viele Fans gefunden und einiges an guter Musik gemacht haben, muss ich aber dennoch eingestehen und so werde ich mich bemühen, über "Origins" nicht so brachial "drüber zu fahren", wie über seinen erfolgreichen Vorgänger "Helvetios".
Die neue, mittlerweile sechste Studioscheibe des erfolgreichen Exports erscheint nun also am Schweizer Nationalfeiertag und dreht sich passenderweise um die Geschichte und Mythen unserer Nachbarn. Dementsprechend viel Arbeit und Detailliebe scheint in "Origins" zu stecken. Der schottische Schauspieler Alexander "Sandy" Morton mimt den Erzähler und viele andere Gastmusiker verschiedenster Orientierung haben die achtköpfige Band um Mastermind Chrigel Glanzmann im Studio unterstützt. Somit verbreitet "Origins" das Feeling eines Konzeptalbums auf dem es wirklich einiges zu entdecken gibt und das Ergebnis ist ein langes und kompaktes Album, das zwar keine bahnbrechenden Innovationen, aber dennoch einige echte Genre-Highlights zu bieten hat.

Der "Helvetios" Nachfolger beginnt trotz seines atmosphärischen Intros und der getragenen Gesamtthematik natürlich dennoch genau so, wie es die Fans wollen. "The Nameless" macht das, was Eluveite bekannt werden hat lassen und fetzt anständig und dennoch eingängig drauf los. Genau so geht es auch weiter. Die Erzähler erzählen, die Stimmung wird dicht gehalten und dazwischen blatteln Eluveitie ihre typischen Songs in die Weite. "From Darkness", "Virunus" und der perfekte Livehit "Celtos" werden Fans der Band wie Öl übers Fell laufen. Ja, Eluveitie wissen, wann man den "typischen" Hörer mit packenden Melodien und großen Refrains packen muss. Das Englisch dargebotene und von Anny Murphy intonierte Within Temptation-ripoff " The Call Of The Mountains" wird garantiert ein Hit (da ist er wieder, mein Verdacht des totalen Kalküls....) und sollte der mittlerweile wohl etwas geschrumpften Trinkhorngemeinde ebenso wie das bereits als Single präsentierte "King" amtliche Vollbedienung liefern. Das ist tanzbar, groovig, hart und melodisch. So will es das Pagan-Volk und so kann es auch der Normalverbraucher akzeptieren, da Eluveitie nie allzu kitschig oder platt und mit ordentlich Wums agieren. Bei "Inception" und "Succelos" wird zwischenzeitlich ohnehin mal richtig fett im Härtetopf gerührt, während sich das düstere "Vianna" harmonisch, verhalten und schön im Duett aus Chirgel und Anna zeigt (auch hier miefts wieder nach Within Temptation). Ich gebe zu, das taugt mir zwar nicht sonderlich, aber das hat Klasse. Der Rest vom Fest ist nicht immer zwingend und durchaus vorhersehbar, aber auch gut gemacht und somit lassen einem Eluveitie an einem objektiven Tag eigentlich sehr wenig Angriffsfläche.

"Origins" ist ein weiteres gutes Eluveitie Album, das mit guter Atmosphäre und einigen richtig amtlichen Genre-Hits auffährt. Ein kompaktes Werk von Vollprofis, die wissen wie der Hase läuft und die auch nicht davor zurückschrecken, immer am Zahn der Zeit zu agieren und populäre Themen in ihren Sound einzubauen. "Origins" wird den Fans der Eidgenossen trotz einiger Standardnummern ohne Zweifel richtig gut munden. Das ist zwar wieder mal keine Revolution, aber gutes Handwerk.
Ob man diese Band und ihre Kunst nun mag oder nicht...


Trackliste
  1. Origins (Intro)
  2. The Nameless
  3. From Darkness
  4. Celtos
  5. Virunus
  6. Nothing (Intermezzo)
  7. The Call Of The Mountains
  8. Sucellos
  1. Inception
  2. Vianna
  3. The Silver Sister
  4. King
  5. The Day Of Strife
  6. Ogmios (Intermezzo)
  7. Carry The Torch
  8. Eternity (Outro)
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