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Cover  
Soulfly - Enslaved (CD)
Label: Roadrunner Records
VÖ: 09.03.2012
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Art: Review
Prozessor
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(16 Reviews)
5.5
Jeder Metalfan kennt sie wohl - die Momente, bei denen man sich freut wie ein kleines Kind, das zum Geburtstag Nuklearsprengköpfe bekommt. Die Momente, an denen unverhofft Alben der Bands erscheinen, die stets weiter vorne im CD Regal stehen und seit Jahren sich in Dauerrotation im heimischen Player befinden. Solch ein Moment war unlängst, als ich erfuhr, dass Soulfly einen neuen Langspieler an den Start gebracht hat, ungeachtet dessen, dass das letzte Album die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen konnte.

Und jeder Metalfan kennt sie leider auch, die Momente, bei denen klar wird, dass die uneingeschränkte Vorfreude nicht wegzudiskutierender Enttäuschung weichen muss.

"Enslaved" heißt das neue Machwerk des brasilianisch stämmigen Chefs des Abrisskommandos, das inzwischen sein Hauptquartier in Phoenix/Arizona hat.
Zum ersten mal seit Bestehen der Band hat sich Mastermind Max Cavalera dazu entschlossen, ein Konzeptalbum auf die Menschheit los zulassen. Wie der Titel bereits erahnen lässt, wird alles rund um Sklaverei und Unterdrückung thematisiert. Die Idee dazu hatte Max noch zu Sepulturazeiten und eigentlich war es ursprünglich auch als solches geplant aber manchmal kommen Dinge einfach anders....

Enttäuschung? Was war passiert? Erörtern wir die Sachlage:
Sehr viel versprechend und verheißungsvoll startet die neue Kreation mit dem Intro "Resisance" ins Rennen. Düster, apokalyptisch stampft der Opener in alter, traditioneller Solfly-manier durch die Musikanlage. Das macht schon mal Lust auf mehr. Leider erfolgt aber genau ab hier der Stilbruch und die folgenden Songs haben wirklich Mühe, sich zu unterscheiden. Mehr denn je werden Death- und Thrashmetalelemente bemüht, um die Songs zu füllen. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen, aber gerade bei "Enslaved" nehmen diese Elemente überhand und sind obendrein noch von chronischer Ideenlosigkeit geprägt.
Wo sind die für Soulfly typischen tribal Elemente geblieben? Eine Band, die ursprünglich von sich behauptet "World Music" zu machen - wenig ist davon leider geblieben. Die Abspaltung von Sepultura seinerzeit, auf dem wahrscheinlichen Höhepunkt derer Karriere, um mit Soulfly die logische Fortsetzung des Jahrhundertalbums "Roots" zu führen ging voll auf. Erfrischend neue Einflüsse belebten das Metalgenre und Soulfly war ein eigenständiger, nicht mehr wegzudenkender Garant für innovativen Sound über viele Jahre. Leider kann "Enslaved" nicht ansatzweise mit den Anfangszeiten Soulflys mithalten. Viel zu einfallslos und lieblos ähneln sich die einzelnen Nummern. Es reicht heute einfach nicht mehr, einen technisch brillanten, von Doublebass dominierten und harten Langspieler unters Volk zu jubeln, wenn Charme und Innovation nur noch homöopathisch dosiert vorhanden sind.
Da ändern auch die Gastauftritte von DevilDrivers Frontman Dez Fafara und Travis Ryan von Cattle Decapitation nichts daran. Soulfly haben selbst Maßstäbe gesetzt und an denen werden sie nun mal auch heute noch gemessen.

Zum Glück gibt es auf "Enslaved" auch Lichtblicke die für kommende Releases hoffen lassen. Mit "Plata O Ploma" beweist Max, dass er seine musikalischen Wurzeln nicht ganz vergessen hat. Auch "American Steel" kann mit seinen groovigen Riffs im wesentlichen überzeugen und bildet eine willkommene Abwechslung zum restlichen Einheitsbrei.

Fazit: Technisch hochwertig, für Freunde innovationsloser Härte uneingeschränkt zu empfehlen - für langjährige Fans der Band wohl eher eine Enttäuschung, die man schnell vergessen sollte.
Soulfly werden sich wohl noch etwas mehr ins Zeug legen müssen, damit sie nicht das selbe Schicksal ereilt, wie schon so viele Größen vor ihnen – nämlich in der musikalischen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Trackliste
  1. Resistance 1:53
  2. World Scum 5:19
  3. Intervention 3:55
  4. Gladiator 4:58
  5. Legions 4:18
  6. American Steel 4:14
  1. Redemption Of Man By God 5:15
  2. Treachery 5:49
  3. Plata O Plomo 4:52
  4. Chains 7:18
  5. Revengeance 5:44
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