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Cover  
Soulfly - Omen (CD)
Label: Roadrunner Records
VÖ: 25.05.2010
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Art: Review
Professor Röar
Professor Röar
(123 Reviews)
6.0
Zum nunmehr siebten Male meldet sich der umtriebige Max Cavalera mit seiner Soulfly-Truppe auf der Metal-Bildfläche zurück und knallt der Hörerschaft mit dem Opener "Bloodbath and Beyond" einen derben, simplen Highspeed-Thrasher um die Ohren und gibt damit auch gleichzeitig die Marschrichtung des neuen Albums vor: durchwegs geradliniger Thrash mit starken Hardcore-Punkeinflüssen wird hier rausgedroschen; die am Anfang der Soulfly-Karriere noch immer wieder einfließenenden World-Music-Elemente sind, wie schon auf den Vorgängern "Conquer" und "Dark Ages", kaum mehr zu finden.
In eine ähnliche Kerbe wie der Eröffnungssong schlagen auch der utlraschnelle Genickabmontierer "Vulture Culture" und das ebenso im oberen Geschwindigkeitsberiech angesiedelte "Great Depression", das inmitten all des Gebolzes immerhin mit originellen, melodiösen Instrumentalparts überrascht. Ansonsten dominieren schleppende Rhythmen und gemäßigtes Midtempo. Die Hitdichte hält sich diesmal in Grenzen, obwohl "Rise of the Fallen", bei dem Cavalera überaus gelungen von Dillinger Escape Plans Greg Puciato an den Vocals unterstützt wird, durch seine ungewöhnlichen Gitarreneffekte und einen mächtigen Groove positiv heraussticht und definitiv das Highlight des Albums darstellt. Leider herrscht aber streckenweise auch vollkommene Ideenlosigkeit und gediegene Langweile vor. So ist "Lethal Injection", die medienmäßig hochgespielte Zusammenarbeit mit Tommy Victor, seines Zeichens Prong-Mainman und Gitarrenschlampe für alles und jeden von Ministry bis Metalschwartenkönig Danzig, eine absolute Enttäuschung und "Jeffrey Dahmer", das textlich kaum über Grundschulniveau hinausgehende musikalische Denkmal an den Kannibalen von Milwaukee – Zitat: "Jeffrey Dahmer – master cannibal, Jeffrey Dahmer – master of the gruesome" – kaum mehr als eine Fingerübung in gepflegter Monotonie.

Generell muss dem neuesten Werk des US-Brasilianers Cavalera und seiner wechselnden Gefolgschaft leider attestiert werden, dass bei Soulfly anscheinend totale musikalische Rat- und Ideenlosigkeit Einkehr gehalten hat. Das Album wirkt großteils unmotiviert, musikalisch uninspiriert und trampelt textlich auf arg klischeehaften Pfaden, die normalerweise von ganz anderen Dumpfbacken-Kalibern bewandert werden. War Max Cavalera mit Sepultura und den ersten Soulfly-Alben schon beinahe eine Lichtgestalt der Erneuerung des Metal, scheint ihn diese Kraft inzwischen verlassen zu haben und er zieht sich vollkommen in seine neue selbstgewählte Rolle des Anarcho-Thrashers zurück, der hauptsächlich hart und wild und krass agieren und live die Sau rauslassen will (...und der übrigens in Brasilien in durchaus geordneten und finanziell gesichterten Verhältnissen als Sohn des italienischen Botschafters in Belo Horizonte aufwuchs...so viel zum oftmals missverstandenen Status Cavaleras als Entwicklungslandkind...). Da hilft auch das abschließende, vollkommen unnötige, weil unendlich langweilige Instrumental "Soulfly VII", das in seiner Unaufdringlichkeit und Belanglosigkeit höchstens für einen Waschmittelwerbespot taugt, nicht wirklich. Technisch klarerweise auf hohem Niveau, ist "Omen" jedoch beim Songwriting leider vollkommen frei von Überraschungen – außer der, dass das Album wirklich auf ganzer Linie enttäuscht.

Als Professor goutiert man jedenfalls solche Rückschritte überhaupt nicht und kann bei aller Sympathie für Calvalera, der live immer wieder absolut überzeugt, nicht mehr als 6 von 10 möglichen Arschtritten verteilen und dazu noch ein Flugticket um die Welt spendieren, damit sich der gute Cavalera beim Auskurieren der Gesäßmuskulatur ein bisschen Weltmusik reinziehen kann, um für Album No.8 mit frischen Ideen – so wie vor 10 Jahren – das Studio zu entern.

Trackliste
  1. Bloodbath and Beyond
  2. Rise of the Fallen
  3. Great Depression
  4. Lethal Injection
  5. Kingdom
  6. Jeffrey Dahmer
  1. Off With Their Heads
  2. Vulture Culture
  3. Mega-Doom
  4. Counter Sabotage
  5. Soulfly VII
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