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Cover  
Mercenary - Metamorphosis (CD)
Label: Noiseart Records
VÖ: 25.02.2011
Homepage | MySpace
Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2947 Reviews)
7.0
Ich für meinen Teil hab die bis vor einigen Jahren so herausragenden Modern Power Metaller aus Dänemark ja bereits beim Live Review an dieser Stelle für Tot befunden. Nun liegt also auch das erste Album ohne Ausnahmesänger Mikel Sandagar, Keyboarder Morten und Drummer Mike vor, und auch wenn es nicht ganz so schlimm kommt, wie man aufgrund der derben live-performance befürchten musste, bestätigt sich folgendes:
Mercenary wie wir sie kannten und liebten, jene Mercenary, die es mit Leichtigkeit und mit unter die Haut gehenden Songs voll Härte, Gefühl, fetten Rhythmen und genialen Melodien schafften, Fans von In Flames bis Nevermore, Soilwork und Evergrey unter einen Hut zu bringen, sind vorläufig Geschichte.

Mercenary 2011 sind zwar immer noch eine gute Band, die tolle Songs schreibt und mit "Metamorphosis" auch ein starkes Album vorlegt; Ihre wunderschöne Aura haben die Dänen aber mit ihren ehemaligen Bandkollegen, und der Entscheidung zu noch modernerem Songwriting ziehen lassen. Natürlich agieren Mercenary immer noch sehr vielschichtig und lassen weder die Power Metal Note, noch das skandinavische Melo-Death Riffing außen vor. Über allen Tönen, all den bunten Rhythmuswechseln und guten Soli liegt aber der tonnenschwere Modern Metal Touch, vielmehr der aufdringliche Hang zum Metalcore (der auch schon bei "Architect Of Lies" präsent war und dem Album leider die Langzeitwirkung nahm). Neben den Songs, denen die Magie zum großen Teil leider fehlt, ist natürlich der teils gepresst und angestrengte Gesang von Bassist und Sänger Rene Grund zu Diskussion. Seine Performance ist zwar aller Ehren wert, nervt aber auf Dauer zunehmend, und auch wenn er immer wieder melodische Parts zu Tage bringt, die man ihm nicht zugetraut hätte um das Erbe von Goldstimme Mikael zumindest halbwegs zu imitieren, ist genau sein Tun gepaart mit dem viel zu selten wirklich herausragenden Songwriting das Manko, das man einem im Grunde guten Album ankreiden muss. Einiges an Licht ("Through The Eyes of The Devil", das poppige "Shades Of Grey" oder "Memoria") hat "Metamorphosis" zwar zu bieten, vor allem für alte Fans wiegt aber der massive Metal-Core-Schatten trotz dieser wirklich starken Momente viel zu schwer, um sich objektiv genug auf ein technisch superbes und top produziertes Album einer der bis vor einige Zeit spannendsten modernen Bands einzulassen.

Ich wiederhole mich gern:
Mercenary waren einer der hellsten Sterne am modernen Power Metal Himmel der letzten Jahre und für Alben wie "11 Dreams" und "The Hours That Remain" würde ich noch heute problemlos die Höchstnote zücken, da sie ihre Klasse, ihre Atmosphäre und ihre musikalische Spannung bis heute nicht eingebüßt haben. "Metamosphosis" ist nun also - trotz der Metal Core Kante - auch ein gutes Album, spielt aber deutlich eine Liga drunter und hat nur mehr Wenig mit der Genialität dieser Meisterwerke zu tun.
Die Zeit wird zeigen, ob sich Mercenary mit ihren Kurskorrekturen einen Gefallen getan haben. Fans von Raunchy oder Scar Symmetry werden die Sache sicher gut heißen, ich für meinen Teil hadere umso schwerer mit dem Schicksal der fehlgeleiteten Transferpolitik und falschen Entscheidungen der Führungsetage…

Trackliste
  1. Through The Eyes Of The Devil
  2. The Follower
  3. In A River Of Madness
  4. Memoria
  5. Velvet Lies
  1. In Bloodred Shades
  2. Shades Of Grey
  3. On The Edge Of Sanity
  4. Black Brigade
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