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Cover  
Tiamat - Amanethes (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 02.05.2008
Homepage | MySpace
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(2970 Reviews)
5.5
Der Ansatz ist löblich aber erzwungen. Johan Edlund hat abgeschlossen, den Schlussstrich unter jene Tiamat gezogen, die der Metal Fan der frühen 90er geliebt, gelobt und gehuldigt hat und die in Form von "Wildhoney" einem Meisterwerk für die Ewigkeit, einem der perfektesten und schönsten Düster Metal Alben aller Zeiten, ihren Höhepunkt gefunden hat. Ein Album dessen übermächtiger Schatten bis heute wie ein Kubikmeter Stahlbeton auf die Wirbelsäule des schlaksigen Düstermenschen Edlund drückt. Ein Meisterwerk und gleichzeitig das Ende der Tiamtat’schen Superlative. Alles danach war Durchschnitt. Mal besser, mal schwächer, meistens aber trotz Atmosphäre enorm langweilig, kraftlos und öde.

Nun also scheint der Ansatz gefunden, um sich selbst wieder auf die Bahn der Kreativen Ausnahmekönner zurückzupflanzen. Edlund will Tiamat wieder härter, griffiger, dunkler machen, begreift dabei aber leider nicht, dass es nicht an solch einfachen Attributen lag, dass er im Jahre 1994 die Elite des Genres darstellte, sondern an seinem genial, innovativen Songwriting. Und genau dieses hat der der gute John irgendwo auf seiner Reise verloren. Im Gegensatz zu seinen Artverwandten Paradise Lost, die nach Jahren der Orientierungslosigkeit mit "In Requiem" (zum Review) ebenso wie Lake Of Tears mit "Moons And Mushrooms" (zum Review) durchaus in der Lage waren, den alten Spirit halbwegs zu reanimieren, verdümpelt Edlund trotz einiger guter Ansätze und brauchbarer Momente größtenteils wieder im Dark Metal Morast vergangener Jahre.
Man mag es Spagat aus alt und neu nennen, wenn einem die ersten Gitarrenläufe von "Temple Of The Crescent Moon" entgegenschweben. Klar erinnert solche Handarbeit mitunter an Großtaten eines "Clouds" Meisterwerkes, auch die rauen Vocals und der eingängige Refrain lassen ohne Frage aufhorchen. Trotz allem kann und muss Johan Edlund seine Liebe zu Titanen der Marke Sisters Of Mercy nicht verschleiern, schaffen hitverdächtige Songs wie dieser auch einen sehr gelungenen Spagat aus Alt und Neu. Solch durchaus hohe Qualität sucht man mit Fortdauer des Geschehens aber leider oft vergeblich. So hat "Equinox Of The Gods" zwar ebenso durchaus geile Ansätze wie "Raining Dead Angels" oder "Until The Hellhounds Sleep Again", spätestens bei unmotiviert eingebutterten Uptempoparts, aufgesetzten Härtneraspekten oder einfach nur gequälten Growls, verziehen sich all die aufgebauten Hoffnungsschimmer fast durchwegs wie ein Furz im Wind. Bei üblich verdächtigen Düsterschleppern der Marke "Circles", "Lucienne" oder dem absolut unter der Erträglichkeitsskala des Rockbaren dahindümpelnden "Meliae", ist dann sie wieder da, die Tiamat’scher Lethargie der letzten Jahre. Hier erzählt mir keiner was von Atmosphäre. Hier regiert die Langeweile und zwar pur und daran ändern auch nette Nummern der Marke "Summertime Is Gone", "Will They Come" oder "Misantropolis" leider nix.

Tiamat haben einfach nicht mehr die Qualität vergangener Tage, sind leider immer noch meilenweit von ihrem einst so packenden Songwriting entfernt. Da nützen die rauen Vocals ebenso wenig wie der ein oder andere durchaus nette Song und der zugegeben hitverdächtige Dafür sind die Ansprüche einfach zu hoch.
Ich verneige mich immer noch vor den eingangs erwähnten Großtaten eines Herrn Edlund und werde Tiamat auch live immer wieder mal gerne besuchen. Auf Platte jedoch sind sie seit einem knappen Jahrzehnt bis auf wenige einzelne Lichtblicke völlig harmlos und nutzlos.
Trackliste
  1. The Temple Of The Crescent Moon
  2. Equinox Of The Gods
  3. Until The Hellhounds Sleep Again
  4. Will They Come?
  5. Lucienne
  6. Summertime Is Gone
  7. Katarraktis Apo Aima
  1. Raining Dead Angels
  2. Misantropolis
  3. Amanitis
  4. Meliae
  5. Via Dolorosa
  6. Circles
  7. Amanes
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