HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumDatenschutz
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Live
20.04.2026
Machine Head
Tonhalle, München

Review
Konquest
Dark Waters

Interview
Konquest

Review
Fighter V
Deja Vu

Review
Crimson Glory
Chasing The Hydra
Upcoming Live
Wien 
München 
Statistics
6929 Reviews
458 Classic Reviews
284 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Audrey Horne - Le Fol (CD)
Label: Indie Recordings
VÖ: 14.03.2008
Homepage | MySpace | Twitter | Facebook
Art: Review
Maggo
Maggo
(323 Reviews)
6.5
Audrey Horne´s Anfänge datieren aus dem Jahr 2005, in dem sich Musiker von Bands wie Enslaved und Gorgoroth in Tour-Pausen ihrer Hauptbands zusammentaten, um zur Abwechslung und Trommelfellschonung etwas melodischer ans Werk zu gehen. Das Debütalbum "No Hay Banda" schlug im heimatlichen Norwegen kommerziell voll ein, konnte wochenlang respektable Chart-Positionen halten und brachte der Band schließlich sogar zwei „Spellemannspriser“ (das norwegische Äquivalent zu den Grammies) in den Kategorien „Best Metal Act“ und „Breakthrough Artist Of The Year“ ein. Mit dem Release des Nachfolgealbums "Le Fol" versuchen Audrey Horne ihren Erfolgslauf aufs restliche Europa auszuweiten.

Audrey Horne spielen ziemlich alternativ angehauchten Modern Rock, der einerseits (für europäische Ohren) unglaublich frisch klingt, andererseits jedoch momentan auf jedem amerikanischen Rocksender rund um die Uhr in Dauerrotation läuft. Einflüsse ehemaliger Grunge-Größen, neu durchmischt, unglaublich mächtig und geil produziert und mit sehr viel verzerrten und verfremdeten Leadvocals ins neue Jahrtausend transferiert, kann man über die gesamte Spielzeit vernehmen. Hier ein bisschen Soundgarden, dort ein bisschen viel mehr Alice In Chains und manchmal sogar einige Anleihen an die schwedischen Nachbarn von Clawfinger. Positiverweise heben sich die Norweger dann doch teilweise in einigen Punkten wohltuend vom gegenwärtigen „Rock-Einheitsbrei Made in USA“ ab. Einige der 12 Songs auf "Le Fol" beeindrucken durch ein gelungenes Wechselspiel von Aggressivität und Melodien, geschickt verpackt in abwechslungsreiche Songstrukturen, die auch immer wieder schöne Stimmungen zu erzeugen vermögen. Bestes Beispiel dafür sind die Tracks "Jaws" und "Last Call", die ich zusammen mit dem besten Song des Albums – dem Rausschmeißer "So Long, Euphoria" - auch als Anspieltipps für den interessierten Hörer empfehlen kann. So vielversprechend dieses Review für Fans des Genres bisher klingen mag, können die oben erwähnten Highlights einige eher langweilige Filler-Songs nicht ungeschehen machen. Mir fehlt ganz einfach der eine oder andere große Song, um wirklich aufzufallen und bei der Veröffentlichungsflut ganz oben zu schwimmen.

Fazit: AUDREY HORNE wären bei entsprechender Promotion garantiert massenkompatibel – auch für die jüngere Klientel. Mit dem richtigen Video in der Hinterhand würde MTV und Co. diese Band garantiert nicht ablehnen. Für Leute reiferen Semesters, die dann doch schon einige Metamorphosen der Rockmusik mitgemacht und den einen oder anderen Riff schon gehört haben, ist "Le Fol" zwar eine nette, zeitgemäße Grunge-Reminiszenz. Zwingend in den Einkaufswagen muss das Teil dann aber auch nicht.
Trackliste
  1. Last Chance For A Serenade
  2. Jaws
  3. Last Call
  4. Threshold
  5. Monster
  6. Afterglow
  1. In The End
  2. Pretty Girls Make Graves
  3. Bright Lights
  4. Hell Hath No Fury
  5. I Wish You Hell
  6. So Long, Euphoria
Mehr von Audrey Horne
Konquest - Dark WatersFighter V - Deja VuCrimson Glory - Chasing The HydraGodsnake - Inhale the NoiseMission In Black - Divinity Of LiesHell Boulevard - Made in HellLamb Of God - Into ObliveonMichael Sweet - The Master PlanThe Neptune Power Federation - Mondo TomorrowBattleroar - Petrichor
© DarkScene Metal Magazin