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Cover  
Manilla Road - To Kill A King (CD)
Label: Golden Core Rec./ZYX
VÖ: 30.06.2017
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Art: Review
Thunderstryker
Thunderstryker
(154 Reviews)
8.0
Manilla Road sind mittlerweile in einem Feld angekommen, in dem jedes Review auf das Gleiche hinauslaufen könnte, obwohl die Alben auf den ersten Blick gar nicht so ähnlich zu sein scheinen. Das 2015er-Werk "The Blessed Curse" stach durch seine Aufmachung als Doppel-CD etwas aus dem vorangegangenen Schaffen heraus, aber sonst? Man muss natürlich hinzufügen, dass das Kritik auf allerhöchstem Niveau ist, da die Band um Mark "The Shark" Shelton regelmäßig die gesamte Konkurrenz an die Wand spielt, aber man kann doch unmöglich einer so reichen Diskographie durch die Bank 10er geben (Atrozitäten wie "Circus Maximus" und das wenig gelungene "Mysterium" ausgenommen), oder doch?

Die Formel hat sich in den letzten vier Dekaden also nur zwei Mal wirklich geändert, nämlich von den rockigen Frühwerken wie "Invasion" und "Metal" auf epischere Ansätze à la "Crystal Logic" und ein weiteres Mal mit "Atlantis Rising", als man Begann, mit Resistenz gegen guten Sound und offenkundige Eingängigkeit vorzugehen. Die Produktion klingt also auch auf "To Kill A King" sehr wahrhaftig und bodenständig, oder, Perspektivwechsel, schlecht. Die Lieder klingen wie Referenzen auf sich selbst oder, abermals Perspektivwechsel, großartig. Wobei man die Ursprungsperspektive für eine Kombination dieser Feststellungen gar nicht verlassen muss.

Nach dem sehr düsteren Nebenprojekt Hellwell klingen Manilla Road nun vergleichsweise fröhlich, aber von Mitsingtauglichkeit für breite Hörerschichten ist selbstverständlich nicht die Rede. Wer ein Album mit einem sperrigen, nicht sonderlich schnellen 10-Minüter beginnt, will einfach nicht, dass sich seine Musik verkauft. Muss auch nicht sein, denn das Liedgut erfordert Zeit und Geduld, die reich belohnt werden. Vielleicht wird es mit der Verrauhung der Stimme Bryan Patricks und der weiteren Verkauzung des Shelton-Organs für Einsteiger zumindest leichter, die beiden Sänger von einander zu unterscheiden.

Es folgen 9 weitere Lieder zwischen 3 und knapp 7 Minuten, die wie eine kleine Best Of der Nach-Millenniums-Manilla Road klingen und das ist gleichzeitig ein Kompliment an die Band, als auch eine zarte Kritik. Ja, es gibt seltsam-süße Keyboard-Klänge auf "In The Wake", "Blood Island" klingt wie aus der Mystification-Phase und Neudi trommelt immer noch fein, aber man möchte fast sagen, dass "To Kill A King" im Mittelfeld der Diskographie landen wird, nicht, weil es kein tolles Album wäre, sondern weil es mindestens 5 (je nach Präferenz) beliebige Bessere im Bandschaffen zu finden gibt. Verwunderlich, dass es keine Vollblut-Akustik-Nummer auf das Album geschafft hat; diese waren in den letzten Jahren immer häufiger vom Bandkopf, auch als Soloprojekt, zu hören.

Macht ja alles nichts; man weist einem alten Freund nicht die Tür, wenn er auf einen Plausch kommt und die selben alten Geschichten im Gepäck hat, wie vor zwei (oder auch zwanzig. oder vierzig) Jahren. Im Gegenteil, man hat eine gute Zeit und geht dann wieder in stiller Erwartung auf das nächste, ganz ähnlich verlaufende Treffen auseinander. Fans werden vollends bedient, Neulinge greifen besser zum Vorgänger oder anderen Klassikern.
Trackliste
  1. .
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