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Cover  
Neranature - Foresting Wounds (CD)
Label: Metal Mind Productions
VÖ: 15.07.2011
Homepage | MySpace
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3233 Reviews)
7.0
Die polnischen Düsterrocker haben ohne Frage Potential. "Foresting Wounds" klingt durchdacht und durchwegs kompetent. Sehr getragen und sehr nachdenklich rocken sich Neranature durch ihre düster romantischen Songs. Die schwebenden Gitarrenläufe verbreiten dabei eine ebenso schöne Atmosphäre, wie die dezenten Riffs und die gedämpften Vocals von Darzamat Frontfrau Nera, die ihrem Solodebüt mit ihrer Stimme einen markanten Stempel aufdrückt. Ruhig, emotionell und melancholisch klingt "Foresting Wounds". Keineswegs depressiv, oder zu sehr dem Gothic Lager zugetan, hätten Neranature durchaus das Potential, mit ihren sozialkritischen Songs, ein großes Spektrum von Musikliebhabern zu erreichen. Dafür wären aber ein wenig mehr wirklich einprägsame Momente notwendig, denn auch wenn man bei "Oblivion", dem ruhigen "Precious Now", einem orientalisch groovenden "Broken", oder der dem zart intonierten Garbage 007-Theme Cover "The World Is Not Enough" kurze a-ha Momente und wirklich gute Songs erleben darf, plätschert das Album in Summe leider ein wenig zu defensiv, mit zu wenig Kanten und leider auch zu arm an Höhepunkten dahin, um restlos überzeugen zu können.

Was bleibt ist ein atmosphärisches, sehr emotionales und sehr gefühlsbetontes Dark Rock Album. Geprägt von sehr guten Vocals, angenehmen Sound zwischen Rock und dezentem Metal und mit einigen guten, aber auch einigen relativ austauschbar, weil gleichförmigen Songs.
Wer nun also ein Album für ruhige, nachdenkliche Stunden am Kamin sucht, der kann durchaus reinhören. Ein Chance sollte man Neranature durchaus geben, denn im Vergleich zu vielen anderen female-fronted Bands, sind sie ohne Frage ein ernst zu nehmender Lichtblick…

Trackliste
  1. Shattered
  2. Precious Now
  3. The World is Not Enough* (Garbage’s cover)
  4. Woman Soul
  5. Oblivion
  6. Broken
  1. Disappointed
  2. Some Air
  3. Scar
  4. Before
  5. Dormant
  6. Someone
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© DarkScene Metal Magazin