HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
InterviewsLiveSpecialsArchiv ImpressumDatenschutz
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Vomitory
In Death Throes

Live
29.05.2026
Volbeat
Residenzplatz Salzburg, Salzburg

Review
Von Groove
Born To Rock

Review
Pariah
Unity

Review
Melancholost
Tales From The Poisoned Apple
Upcoming Live
Keine Shows in naher Zukunft vorhanden...
Statistics
302 Interviews
401 Liveberichte
202 Specials
Volbeat
29.05.2026, Residenzplatz Salzburg, Salzburg 
Volbeat  
Kaiserwetter, Traumkulisse. Besser kann als mit einer coolen Volbeat-Show vor 12.500 Fans im Herzen der Mozartstadt, kann die Darkscene Open Air Saison gar nicht beginnen…
DarksceneTom
DarksceneTom
(150 Live-Berichte)
Mit ihrem überragenden "God Of Angels Trust"- Album im Gepäck (zum Albumreview), beginnen Volbeat die 2026 Sommertour in Österreich und schöner, als mitten im Zentrum der historischen Altstadt von Salzburg, in Traumkulisse und bei absolutem Kaiserwetter, kann ein Tourauftakt wohl kaum stattfinden.
Die Darkscene-Open Air-Tour 2026 ist eröffnet! Volbeat sind der Startschuss, Sabaton, Iron Maiden und In Flames folgen beinahe im Wochentakt. Wettergott bleib uns so treu wie heute!



Dass Volbeat nach zwei, drei Albumdurchhängern mit "Servant of the Mind" (zum Review) und dem aktuellen "God Of Angels Trust" wieder fett im Saft stehen und ihre hymnischen Stadionsongs gottlob wieder vermehrt mit brettharten Klängen und donnernden Riffsalven würzen, das freut uns Fans der allerersten Stunde natürlich besonders. Deshalb war die letzte Show in Innsbruck so unfassbar gut (zum Livebericht) und deshalb hab wir uns auch heute ins Darkscene-Mobil geklemmt, um trotz Stauwarnungen vom Heiligen Land in die wunderschöne Mozartstadt zu pilgern.

Es ist schon was ganz Besonderes, wenn mitten in der historischen Altstadt ein so großer Rock-/Metal Event stattfinden darf. Die Altstadtgassen sind übersäht von Volbeat-Fans, an jeder Ecke strömen einem die Konzertgänger wie Zombies entgegen und es wird förmlich bis zum letzten Sessel überall stattlich Bier getrunken. Die Stimmung ist cool, sie ist besonders und sie ist durchwegs positiv. Blöd und durchaus fordernd ist das zwar für all jene, die hier und heute einen Tagesauflug nach Salzburg machen und nicht zum Konzert gehen, aber man kann nicht immer Glück haben.
Bad Luck!



FULCI

"Bad Luck!": Das haben wohl auch viele der 12.500 Fans, die hier und heute wegen Volbeat und eigentlich erstrangig wegen deren Ohrwurmhits gekommen sind und somit "nicht" aus der Metal Szene stammen. Die Radio-Volbeat-Crowd hat mit dem Old School Gore Death Metal der Italiener Fulci, die sich passenderweise und dem Thema ihrer Mission entsprechend nach dem Kultregisseur Lucio Fulci benannt haben, sicher ihre Problemchen. Der römische Autor, Regisseur und Produzent wurde in den späten 70er und frühen 80er Jahren durch seine brachialen Italo-Zombie-Filme zur Kultfigur und seine Landsleute haben sich ganz seiner Kunst verschworen. Dass kultige Zombie-Movies, deftige Splatter Lyrics und knackige Gore-Bilder auf der fetten Bühnenleinwand wie die Faust aufs Auge einer Death Metal Performance passen, steht außer Frage. Wie das mit der FSK18 Freigabe dann so läuft, weiß ich nicht.
Geil ist es aber allemal, wenn blutüberströmte Körperteile, Hirne und Innereinen in Übergröße neben dem Salzburger Dom und vor 12.500 Menschen aller Altersklassen über die Leinwand flattern. Sieht man auch nicht jeden Tag!



Die Horrorfilmlegende Fulci hätte sicher Spaß daran, wenn um Punkt 19:00 und bei strahlendem Sonnenschein gutturaler Death Metal der Cannibal Corpse und Aborted Schule mit einer Brise schleppender Obituary Riffintensität zu Monstergrowls in brachialer Wucht über den altehrwürdigen Residenzplatz fegt. Das klingt richtig fett und ungemein heavy. Natürlich wären Fulci in einer kleineren Halle noch viel intensiver, Songs wie "Apocalyps Zombie", "Tomb", "Voodoo Gore Ritual" , "Splatter Fatality" oder das sehr gute "Eye Full Of Maggots" machen "mir" aber zumindest auch hier und heute ziemlich Spaß! Fulci sollte man auf der Rechnung haben und es ist wohl ein Ritterschlag, wenn sich Volbeat-Cheffe und bekennender "Death Metal-Gourmet" Michael Poulsen später bei einer seiner aktuellen Lieblingsbands für deren Support bedankt!

VOLBEAT

Salzburg, Residenzplatz zwischen Dom, Glockenspiel und Michaelskirche. Schöner kann es kaum sein. Zudem 25 Grad, strahlender Sonnenschein, wenig Wind und kein Gewitter in Sicht. Herz was willst du mehr, als dass Volbeat ihren Sommerauftakt hier und heute mit 12.500 Fans feiern. Die Show war trotz (leider mittlerweile üblich) schneidiger Preise in wenigen Stunden "sold-out" und dementsprechend hat sich die schöne Salzburger Altstadt heute in ein hübsches, ameisenhaufenhaft wuselndes Bild aus altehrwürdiger Kulisse voller bierdurstiger Menschen in Tourshirts verwandelt. Allesamt friedlich, allesamt unglaublich gesittet und somit wundervoll für alle, die zum Konzert wollen und nicht zufällig aus anderen Urlaubs- oder Erholungsgründen hier sind.



Nach obligatem Motörhad-Intro legen Volbeat mit "Mirror And The Reaper" knackig los. Leider ist der Sound zu Beginn noch eine Spur dünn und etwas leise. Das sollte sich aber gottlob bessern. Richtig laut wird es zwar leider nicht mehr, aber zumindest wird der Sound gut. Die neue Bühne hat an ihrem ersten Toureinsatz wohl auch noch nicht alle Finessen drauf, aber auch das lässt sich verschmerzen, weil Michael Poulsen (in stilsicherem "Conspiracy"-Shirt und seinen Landesvater King Diamond ehrend!) und seine drei Kumpanen einmal mehr 110 Minuten lang astrein abliefern!

Bei "Lola Montez" spielt das mal gleich sowieso keine Rolle. Die Menge singt den Ohrwurm lauthals mit und ich gebe zu, live find ich die Schnulze auch gut. Packender und essentieller finden meine bessere Hälfte und ich natürlich das, was danach kommt. "Temple of Ekur" und "Demonic Depression" lassen genau jene fetten Grooves und ultracoolen Riffs vom Stapel, für die wir Volbeat seit ihren ersten Tagen lieben. Dass beide Songs ebenso starke Refrains haben, spricht seit Anbeginn des Schaffens für Michael Pulsen und sein treffsicheres Songwriting. Natürlich geht der Mob dann auch bei "Fallen" extrem steil und natürlich reißt das bereits jetzt legendäre "Sad Man’s Tongue" auch hier und heute alles nieder.
Ein unfassbar großartiger Song. Volbeat haben genau mit dieser Coolness und hitsicheren Härte ihren Triumphzug geebnet. Metal, Country, Rockabilly: Das hat vorher niemand gemacht und deshalb hat es Volbeat zurecht zu Superstars gemacht, die ihre Roots nie geleugnet haben und denn den perfekten Mix aus heavy Sound, Coolnes und großen Melodien schaffen. "Sympathisch as fuck" übrigens auch, wenn Poulsen Jonny Cash erwähnt und dabei gleich mal gesteht, dass der olle Cash nicht nur "Inspriation" war und ist, sondern dass er einfach schamlos von ihm klaut und dazu steht. Cool eben, gleich wie das "Slaytan" Riff, das immer funktioniert und mit dem Volbeat seit Jahren Slayer‘s "Reign In Blood" huldigen.



Wir sehen die Dänen heute zum X-ten Mal live und wir haben sie von ihren hochexplosiven Frühtagen in kleinen Clubs bis in die Arenen begleitet. Volbeat waren auf jeder Bühne und in jedem Rahmen immer bärenstark und sie haben immer geliefert. Ein wenig "kränkeln" sie zwar seit einiger Zeit immer mal mehr oder weniger am Metallica-Syndrom der 90er und 00er Jahre, in denen Hetfield und Co live auch immer klasse waren aber immer mal mehr oder weniger aufs Gaspedal gedrückt haben. So ist es seit einigen Jährchen eben auch bei Volbeat. Dem amtlichen Knall und dem Spaß der Ache tut das aber keinen Abbruch.
War die letzte Show in Innsbruck vor 4 Jahren aber, vielleicht auch durch ex-Anthrax-Gitarrist Rob Caggiano, der nicht mehr an Bord ist und durch Flemming Clausen Lund (der sein neues Rockstar-Dasein mit Dauergrinsen goutiert) ersetzt wurde, deutlich überm Schnitt und extrem heavy und laut gespielt, so ist heute alles ein wenig gedämpfter. Das ist immer noch heavy und klasse, aber eben um die paar Prozent weniger brachial und arschtretend. Deshalb drückt die Show heute vielleicht nicht ganz so extrem heavy, wie es sein könnte. Aber das ist Jammern auf extrem hohen Niveau.



Volbeat liefern und sie liefern fett und bockstark. Spätestens, wenn das herrliche "Devils bleeding crown" arschcool von der Bühne donnert, ist das leise Hadern wie weggefegt. Das ist schwer zu toppen und "By A Monsters Hand" schlägt genau in dieselbe Kerbe. Besser als bei diesem Song haben Volbeat seit ihren ersten drei Überalben nicht geklungen und deshalb passt das knackige "Guitar Gangsters…" gleich danach wie die Faust aufs Auge.
So geht großes Kino. So geht Headliner und genau so untermauern Volbeat mit lässiger Selbstsicherheit, dass sie in ein paar Jahren, wenn sich Maiden, Metallica und Co. endgültig an der wohlverdienten Rente laben, einer der letzten Metal-Acts für die ganz großen Stadien und Bühnen sein werden.

Während es mittlerweile endlich dunkler wird und somit die Stimmung und Bühnenoptik steigen, knacken die Dänen einen Knaller nach dem nächsten in die Menge. Das herrlich harsche "In the Barn of the Goat…", das hymnische "Heaven nor Hell", "The Devil Rages On" mit seinem Monster-Riffsalven und der endlos fett groovende "Shotgun Blues" sind auch ohne zusätzlichen Arschtritt des geschiedenen Thrash-Gitarristen maximale Headbang-Highlights mit fettem Hitpotential. Langsam rührt sich auch das etwas hüftsteife Publikum ein wenig mehr. Vielleicht sind doch zu viele Radiopassanten hier. Man weiß es nicht. Ist auch egal, denn jetzt staubt der Moshpit erstmals richtig und die Crowdsurfer lassen sich auch im Strahlen der Bühnenlichter blicken.



Zeit für Party: Rock N Roll und eine Brise Boogie-Woogie haben immer Platz im Volbeat-Kosmos. "Die To Live" und "Let It Burn" lassen das Tanzbein zucken, bevor mit "Better Be Fueled Than Tamed" zurück zur amtlichen Metal-Riff-Kultur gefunden wird. So soll das sein, "Seal The Deal" knallt obendrauf und führt gekonnt in das große Finale, das mit der unbändigen und von tausenden Kehlen mitgesungenen Hymne "For Evigt" seinen stimmungsvollen Höhepunkt findet.

Danach kommt, was kommen muss: Das unsterblich gute "Still Counting" fährt nochmals das amtliche Brett und das "A Warrior's Call / Pool of Booze, Booze, Booza" Medley beschließen schlussendlich eine knappe 2-Stunden Show mit weitgehend knackiger Setlist, die jeden amtlich bedient hat.

Volbeat haben geliefert! Weil sie seit unserer ersten Darkscene-Live Berichterstattung aus dem Jahre 2008 (zum Livebericht) immer liefern, weil sie einfach ein unfassbares Repertoire an großartigen Songs, Riffs, Groove und Melodien haben und weil Mastermind Poulsen einfach eine cooler, sympathischer und authentischer Typ ist!

Es war eine weitere coole Volbeat-Show vor großartiger Kulisse und ein perfekter Tag in Salzburg. Die Organisation der Residenzplatzkonzerte ist klasse, das Barracuda-Team ist ohnehin immer top professionell und sympathisch und das Publikum war durchwegs klasse und positiv, wenn auch nicht immer eskalierend ekstatisch. Salzburg und seine Gäste haben zwar von Beginn an brav mitgesungen, aber die harten Banger, Cirlce-Pit-Kumpanen und Crowdsurfer haben schon einige Zeit gebraucht, bis sie sich aus der Anonymität wagten, um den staubigen Boden dann so richtig zum "Brennen" zu bringen.



Der "Metal-Murfl" alter Tage, der jede Band meistens nur so lange mag, bis sie den Schritt aus des den kleinen Clubs schafft, wird da gleich wieder von Kommerz jammern. Mag sein, aber gebt nie der Musik schuld. Nennt es Mainstream und Trend! Natürlich ist auch bei Volbeat, so wie bei vielen anderen Headlinern unserer Zeit, nicht mehr "nur" die ganz so intime Metal-Gemeinde und Rockabilly-Crowd von einst am Start. Natürlich sind heute unter den 12.500 Fans auch Adabei’s und viele Mitglieder der Ö3-Gemeinde. Aber das ist nun mal bereits seit Jahren so und nicht nur bei Volbeat. Heavy Metal ist, dank der großen Festivals und insbesondere dank der unsäglichen Wacken-Ballermann-Auswüchse mehr als nur salonfähig geworden. Der Heavy Metal gehört eben nicht mehr uns Metalfans allein. Er ist längst in der breiten Masse angekommen Es ist geradezu modisch zu Metal Shows zu gehen und spätestens seit Iron Maiden und Motörhead-Shirts bereits vor vielen Jahren bei Discountern und Fast-Fashion Drecksläden zu holen waren, war es um die elitäre Szene sowieso vorbei.

Volbeat kann man es also nicht übelnehmen, wenn sie davon profitieren, denn auch unsere alten Helden, von Maiden bis Metallica lassen sich von dieser Entwicklung wohl mehr als alle anderen anfüttern.
Wer sich deshalb den Spaß und die Liebe zur Musik vermiesen lässt, der hats nicht verstanden und sind wir uns ehrlich: Den Sprung ins ganz große Rampenlicht schaffen vor allem im Metal Bereich ja ohnehin nur die, die richtig gut sind und es auch verdienen!
Chapeau!



Setlist Volbeat:§
1. The Mirror and the Ripper
2. Lola Montez
3. Temple of Ekur
4. Demonic Depression
5. Fallen
6. Sad Man's Tongue
7. The Devil's Bleeding Crown
8. By a Monster's Hand
9. Dead but Rising
10. In the Barn of the Goat
11. Heaven nor Hell
12. Shotgun Blues
13. The Devil Rages On
14. Die to Live
15. Let It Burn
16. Better Be Fueled Than Tamed
17. Seal the Deal
18. For Evigt
19. Still Counting
20. A Warrior's Call / Pool of Booze, Booze, Booza






@C
Vomitory - In Death ThroesVon Groove - Born To RockPariah - UnityMelancholost - Tales From The Poisoned AppleSocial Distortion - Born To KillParadise Lost - Gothic (35th Anniversary Edition)At The Gates - The Ghost Of A Future DeadRobin Beck - Living ProofJoel Hoekstra’s 13 - From The FadeCryptic Shift - Overspace & Supertime
© DarkScene Metal Magazin