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5.0
Ulver werden nicht einfacher und schon gar nicht sollten alte Fans hoffen, dass die Nordlichter jemals wieder zurück zum schwarzmetallischen Ursprung gehen würden. Im Gegenteil. Die Norweger verlieren sich immer noch tiefer in sphärischen Ambient-Klangwelten, ruhigen, elektronischen Ambient-Soundcollagen und beinahe überstrapazierter Ruhe und Melancholie.
So sehr ich "The Assassination Of Julius Caesar" (Review) und "Flowers Of Evil" (Review) verehre, so sehr ich mit "Liminal Animals" (Review) und seiner düsteren Klagweite in elektronischer Tristesse noch durchaus mitkonnte und in ihr Begeisterung fand, so sehr steig ich bei der neuen Ulver-Klangreise aber recht schnell aus. "Neverland" lässt das zielorientierte Songwriting und die große Magie der letzten Werke vermissen. Es ist noch mehr Ambient und plätschernd, noch mehr Elo-Trip Hop und es ist keineswegs kompakt und schlüssig. Vielmehr klingt es wie ein Soundtrack mit elf Klanggebilden, als ein Album mit handfesten Songs. Zwischen kurzen Toneskapaden und elegischen EBM-Tönen findet sich zwar die ein oder andere gute Soundcollage ala "People Of The Hills" und "Elephant Trunk" würde wohl auch der nächsten John Wick Slow-Mo Tötungsorgie gut stehen. Weil "Neverland" aber eben auch nicht mehr ist, als ein rein instrumentales, weitgehend sphärisch ruhiges Klanggebilde, täuscht das nicht über die weitgehende Leere hinweg. Vielleicht ist es für Ulver eine Reise zurück in ihre eigene Vergangenheit. Mag sein und vielleicht sind viele davon begeistert. Ich persönlich kann mit diesen schwer greifbaren und an mir letztlich vorbeiplätschernden elektronisch-ambienten Klanggefilden wenig anfangen. Ob "Neverland" der richtige Weg ist, wird sich zeigen. Ich verehre Ulver für ihre letzten drei pechschwarzen Synth-Pop-Werke zutiefst und diese waren meiner Meinung nach auch künstlerisch um Klassen besser, als diese verhaltene Klangcollage in grauenhaftem Artwork. Diese neue Ambient-Trance-Phase der Norweger werde ich nicht weiter begleiten und noch weniger werde ich sie mir schönhören oder gar schönreden. "Neverland" geht als stilvolle Hintergrundbeschallung durch. Als mehr sicher nicht. Trackliste
Mehr von Ulver
Reviews
25.01.2025: Liminal Animals (Review)04.10.2020: Flowers Of Evil (Review) 29.06.2017: The Assassination of Julius Caesar (Review) 01.02.2002: Silence Teaches Us How To Sing (Review) News
06.06.2020: "Flowers Of Evil"-Albuminfos und Videos06.03.2020: Nagelneuer Synth-Pop-Hit der Norweger 14.11.2017: Brandneue EP zum Tourstart online 24.04.2012: Coveralbum kommt im Mai 29.08.2007: Details zum neuen Album 18.05.2005: Samples der neuen Scheibe |
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