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Cover  
Dew-Scented - Intermination (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 12.06.2015
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Art: Review
Werner
Werner
(1365 Reviews)
7.0
Thrash, Thrash und nochmals Thrash! DS Shouter Leif Jensen und seine Jungs rücken auch im Jahre 2015 keinen Millimeter von ihrer Linie ab und marschieren schnörkellos auf Album No. 10 weiter, als gäbe es praktisch kein Morgen mehr. Was für Puristen und positiv-naive Genre-Frischlinge wahrscheinlich wie eine Frohbotschaft klingt, ist für Langzzeitnörgler maximal eine profane Begegnung. Zumindest meiner Meinung nach.

Wieso? An Tempo, Einsatz und Willen scheitert das Unternehmen "Intermination" natürlich keineswegs. Und auch die mörderische Produktion (Dan Swanö Edge Of Sanity, Nightingale) lässt kaum Wünsche offen. Aber spätestens jetzt wäre es doch an der Zeit gewesen, etwas mehr Risiko beim Songwriting zu gehen. Kompromisslosigkeit gut, Highspeed-Geratter und Blastbeats ebenso. Allerdings hat man vieles einfach schon zu oft gehört, als dass irgendwelche Widerhaken sich tiefer ins Fleisch bohren. Das durchgehende Pressing nimmt der Scheibe somit auch einen Teil der möglichen Dynamik, wodurch man im Fortlauf eher den Eindruck von Gleichförmigkeit à la D-Zug Charakter erhält. Die derben Vocals, die scharfen Riffsalven und die ordentlich polternden Drums sind für sich topp und konnten wie zu erwarten auf gehobenem Niveau eingetrümmert werden. Trotzdem tut man sich z. T. schwer, den Tracks das gewisse Etwas abzugewinnen, was folglich zum herzhaft-freudigen Befummeln der Repeat-Taste führen würde. Erwähnenswert ist dann allerdings ein spezieller Song, der ein besonders Zuckerl zu bieten hat: für "Reborn" an Position 12 konnte man Kyle Thomas von Exhorder gewinnen.

Nun denn. Jeder, der sich im Entferntesten Thrasher schimpft, weiß aus dem Stehgreif, dass Dew-Scented seit über zwanzig Jahren eine der verlässlichsten Adressen in eben genanntem Genre sind und ihrer „I“ Albuminitialisierung zu 100% treu bleiben werden. Aber wie schon beim Vorgänger "Icarus" angedeutet, bleibt auch 2015 die oft gelobte Stil- und Selbsttreue gleichzeitig ein Bremsklotz in Sachen Weiterentwicklung bei den Fuldaranern.

Trackliste
  1. Declaration Of Intent
  2. On A Collision Course
  3. Scars Of Creation
  4. Affect Gravity
  5. Means To An End
  6. Ode To Extinction
  7. Demon Seed
  1. Power Surge
  2. Ruptured Perpetually
  3. Living Lies
  4. Atavistic
  5. Reborn
  6. Radiation Sickness (#Repulsion-Cover, Digibonus)
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