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Cover  
Cripper - Hyena (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 21.11.2014
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Art: Review
Werner
Werner
(1350 Reviews)
8.5
Das aus Hannover stammende Knüppel-Gespann lädt uns nach dem Labelwechsel (SAOL -> Metal Blade) zur vierten Moshpit-Party ein. Wie der gut informierte Thrasher lange schon weiß, steht an der Front der Norddeutschen Aggro-Maschine mit Britta Görtz eine weibliche Röhre, die sich vor namhaften Vertreterinnen a la Angela Gossow/Alissa White-Gluz (Arch Enemy) oder Jill Janus (Huntress) in keinster Weise verstecken braucht, was auch den Live-Sektor betrifft, in welchem dementsprechend die Post abgeht.

Zwar klingt das Organ der selbstbewussten Dame im Laufe des mir vorliegenden Langstreckennombers allmähich monoton, letzten Endes schafft es die Band als Gesamtpaket auf eine ansprechende Art dennoch, das Spannungslevel durch effektive Tempomanöver und Grooves aufrecht zu halten. Großen Anteil daran haben die Gitarristen Bröhenhorst und Stenger: schon lange habe ich in diesem Genre keine Riffs mehr gehört, die so knackig bzw. eingängig klingen und gleichzeitig intelligent kombiniert wurden! Nicht nur weil man ein stimmgewaltiges Mädl in seinen Reihen trägt, erinnert einiges auf "Hyena" an die "World Chaos"/"Terminal Terror" Phase von Holy Moses (feat. Sabina Classen) aus Frankfurt, sowie an Sepultura zu ihren Glanzzeiten ("Beneath The Remains" etc.), vor allem deshalb, weil stets eine gesunde Portion Hardcore mitschwingt. Am meisten wird das zu Beginn beim Opener & Titeltrack "Hyena" und beim drauf folgenden "Torniquet" deutlich. "Animated Flesh" erinnert wegen seiner prägnanten Akkorde an Black Sabbath, "The Jackhammer" liebäugelt hingegen mit seiner Punk-Attitüde, wogegen sich der Rausschmeißer "Pure" in anklagender Doom-Manier präsentiert.

Unterm Strich eine recht taufrische Platte in einem Metier, wo meine Wenigkeit der Meinung war, dass alles bereits gesagt wurde. Man denke nur an die aktuelle Exodus. Zeitgemäß und im selben Atemzug ruppig endveredelt (aber bitte deshalb nicht in die Metalcore Ecke drängen) müssten Cripper hiermit weitere Hörschichten erreichen, weil sie es auf "Hyena" verstanden haben, eine glaubwürdige und vor allem gelungene Mischung aus Tradition und Moderne hervor zu schürfen - eine echte Überraschung!

Trackliste
  1. Hyena
  2. Tourniquet
  3. Bloodshot Monkey Eye
  4. A Dime For The Establishment
  5. 7"
  6. Animated Flesh
  1. The Origin
  2. Patterns In The Sky
  3. The Jackhammer
  4. Patronized
  5. Pure
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