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Cover  
Before The Dawn - Deathstar Rising (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 25.02.2011
Homepage | MySpace
Art: Review
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
7.5
"Deathstar Rising" ist das schon sechste Album der Dark Metaller Before The Dawn aus Finnland. Auf größere Erfolge außerhalb ihres Heimatlandes kann die Suomi-Truppe nicht verweisen und glänzte in Resteuropa trotz Supportslots für Katatonia, Moonspell und Amorphis eher durch weitgehende Unbekanntheit und zahlreiche Labelwechsel, die in der Vergangenheit wohl auch ihre Gründe hatten.

Im Prinzip also kein Wunder, dass die Finnen bislang einfach an mir vorübergezogen sind. Das "Deathstar Rising" Promopaket entdeckte ich mehr oder weniger zufällig beim Stöbern bei Nuclear Blast, nach Zusicherung von DS-Tom, dass das „kein Müll“ sei, wagte ich mich an die Scheibe ran. Und eines kann ich jetzt schon sagen…ich bereue es nicht, das Album gehört zu haben – Before The Dawn können was! Wo bei anderen Bands das Wechselspiel Clean / Growl – Gesang mittlerweile oftmals ein wesentlicher Gähn- bzw. Gruselfaktor ist, klingt die Chose bei Before The Dawn wegen des wohlklingenden Organs von Tuomas Saukkonen (der auch das Soloprojekt Black Sun Aeon am Start hat) teils sehr ansprechend ("Winter Within", "Deathstar"). Der Mann beherrscht das!

Soundtechnisch pendelt das Quartett zwischen modern Melodic-Death Metal (gerade "Remembrance" erinnert mich immer wieder an unsere Landsleute The Sorrow) und schwermütig-melancholischer, nordischer Düsternis ("Judgement") im besten Amorphis/Sentenced/etc. Sinne. Neben dem erträglichen Wechselgesang sind es vor allem die melodischen Gitarren, die im sehr ansprechenden Songmaterial herausstechen. Diese zwei Unterschiede sind folglich auch die wesentlichen Erfolgsfaktoren im doch schon ausgetrampelten Melo/Dark-Metal – Pfad, wenngleich das Gegrowle mit zunehmender Dauer doch etwas nerven ("The Wake") kann.

Before The Dawn machen vieles richtig: die Songs sind nicht überlang, die Arrangements ansprechend, die Riffs knackig, die Grundstimmung cool und düster…es scheint, dass die Skandinavier ihre Lektion auf ihrem 6. Album gelernt haben. Ein ähnliches Aha-Erlebnis vermochten mir zuletzt die neuesten Alben von Dark Age oder Scar Symmetry bereiten.

Am doch etwas gesichtlosen Image sollte die Band aber wahrscheinlich noch etwas feilen, um nicht im Veröffentlichungswust unterzugehen. Musikalische Qualität und die dadurch entstehende ergreifende Emotion kann zuwenig sein, wenn der Bandname aus 08/15-Düstervokabular besteht, das Albumcover doch sehr langweilig und nichtssagend braun und das Logo in stinknormalen Lettern daherkommt.

Trackliste
  1. The First Snow
  2. Winter Within
  3. Deathstar
  4. Remembrance
  5. Unbroken
  1. Judgement
  2. The Wake
  3. Sanctuary
  4. Butterfly Effect
  5. Wreith
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