HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Trivium
In The Court Of The Dragon

Review
Saeko
Holy Are We Alone

Review
Memory Garden
1349

Special
Darkscene

Review
Tremonti
Marching In Time
Upcoming Live
Wien 
München 
Statistics
6269 Reviews
458 Classic Reviews
280 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Jag Panzer - Scourge Of Light (CD)
Label: SPV
VÖ: 25.02.2011
Homepage | MySpace
Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
Bruder Cle
Bruder Cle
(178 Reviews)
10.0
Wie lange haben wir auf dieses Album gewartet? Wie haben wir gestaunt, als Colorado’s Finest das Keep It True-Festival zum Beben gebracht haben? Wie haben wir getrauert, als Mark Briody bei Dave Mustaine angeheuert hat, wodurch Release der Platte erneut verschoben wurde? Und wie groß war die Freude als das Veröffentlichungsdatum doch endlich angekündigt wurde, wie heftig das Herzklopfen als das geniale Coverartwork erstmals im Netz zu sehen war. Und jetzt?

Tatsächlich bekomme ich feuchte Augen als der Refrain von "Condemned To Fight" das erste Mal über meine Anlage läuft. Es gibt nur eine Stimme auf dieser Welt, die einem so ans Herz rühren kann: nämlich die von Harry „The Tyrant“ Conklin. Dieser genial gedoppelte Chorus ist jetzt schon eines der Highlights dieses Jahres! Gepaart mit den unvergleichlichen, filigranen Leads von Mark ein metallisches Meisterwerk.
Als dann "The Setting Of The Sun" erklingt, ist es endgültig um mich geschehen! Diese von einer Violine unterlegte Gesangslinie scheint allen Schmerz und alle Trauer dieser Welt zu kanalisieren, raubt einem kurz den Atem und sticht wie ein Dolch in mein weidwundes Metallerherz. So schön kann also der Tod sein?
Auch das mit schnellen Passagen durchsetzte Riffmonster "Bringing On The End" verzaubert durch den Wechsel zwischen rauem Gesang und zauberhaften, fast schon zerbrechlichen Backing Vocals. Und so geht es dahin – Schlag auf Schlag. Mit "Let It Out" weckt man sogar Erinnerungen an die ganz frühen Tage. Und Hymnen wie "Call To Arms" werden wohl bald lautstark aus den Kehlen von Legionen von Undergroundmetallern rund um den Planeten ertönen.
Welche Muse hat Jag Panzer da bloß geküsst? Hammergeile Soli und Harmonien, göttlich ausgetüftelte Vocal-Arrangements und immer wieder diese unendlich traurigen, epischen Stimmungen. In "Scourge Of Light" steckt dermaßen viel Herzblut und Leidenschaft, dass man hier fast von einem musikalischen Gegenstück zu einem Shakespear-Bühnenstück sprechen muss. Was für ein Wahnsinn! Was für ein Genie!

Das Album mit dem für mich größten Gänsehautfaktor seit langer, langer Zeit. Und dabei hab ich "Scourge Of Light" erst an die zehn Mal gehört. Doch laufend entdecke ich neue musikalische Feinheiten, immer noch mehr Dramatik. Jag Panzer haben ihr absolutes Meisterstück abgeliefert - eine perfekte Symbiose zwischen Musikalität, Talent und Leidenschaft. Welchen Stellenwert diese Platte in der Metalgeschichte einnehmen wird, kann man wie immer erst in vielen Jahren bewerten, aber für den Moment ist klar, dass "Scourge Of Light" eines der frühen Highlights dieses noch jungen Jahres ist.

Trackliste
  1. Condemned To Fight
  2. The Setting Of The Sun
  3. Bringing On The End
  4. Call To Arms
  5. Cycles
  1. Overlord
  2. Let It Out
  3. Union
  4. Burn
  5. The Book Of Kells
Mehr von Jag Panzer
Trivium - In The Court Of The DragonSaeko - Holy Are We AloneMemory Garden - 1349Tremonti - Marching In TimeMe And That Man - New Man, New Songs, Same Shit, Vol.2Saitenhiebe: - Das Sein Akt 2: FeuerCradle Of Filth - Existence Is FutileWeckörhead - 2021Carcass - Torn ArteriesVolbeat - Servant Of The Mind
© DarkScene Metal Magazin