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Cover  
Skid Row - Slave To The Grind (CD)
Label: Atlantic Records
VÖ: 1991
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Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2939 Reviews)
1986 von Gitarrist Dave “The Snake” Sabo und Basser Rachel Bolan gegründet, entwickelten sich Skid Row zu einem der letzten wirklichen Millionenacts der auslaufenden US-Hard Rock Szene. Entdeckt und unterstützt von niemandem geringeren als Jon Bon Jovi (der u.a. auch für den Durchbruch von Cinderella oder Danger Danger (Classic) mitverantwortlich war und den Kanadischen Fronter Sebastian Bach für knapp 200.000 Dollar aus seinem damaligen Vertrag auskaufte, um ihn bei Skid Row unterzubringen. Der Umstand dieses Publishing Deals sollte übrigens noch recht bitter enden, da alle Veröffentlichungstantiemen an Jon Bon Jovi und Richie Sambora gingen, die aber zumindest 50% davon nach einigen heftigen Schlammschlachten zurückgaben…) wuchteten sich die Skids Ende der 80er mit ihrem von Hitsingles gespickten Debüt "Skid Row" und einer Support Tour für Bon Jovi in kürzester Zeit ganz an die Spitze der Szene.
Dabei waren Skid Row gar nie so zuckersüß, wie es ihr anfangs seitens der Medien inszeniertes Image glauben ließ. Klar war Frontsau Sebastian Bach ein Mädchenschwarm und auch der Rest der Truppe, zu deren einzig wahrem line-up noch Gitarrist Scotty Hill und Drummer Rob Afuso zählte, vier richtig coole Jungs, der Sound der Amis war aber immer schon weit weg vom harmonisch süßen Glam Metal. Während das Major-Debüt nebst der zwei Überballaden "18 And Live" und "I Remember You" mit Knallern der Marke ", "Big Guns" oder dem live Smasher "Youth Gone Wild" noch dreckigen Sleaze Hard Rock bot, sollte erst im Sommer 1991 die absolute Bombe platzen.



Skid Row werfen "Slave To The Grind" auf den Markt und verblüffen einfach jeden. Die Fans der ersten Scheibe (so wie meine Wenigkeit) sind begeistert von der Energie, der Härte und dem 100% treffsicheren Songwriting. All jenen „harten Metalfans“, die immer schon wußten, daß die New Yersey Kombo nur soften Hard Rock spielt (darunter auch nahe Verwandte aus unsrer Redaktion), bleibt hingegen der berühmte Frosch im Hals stecken, als sie die brachialen Riffwände und die fett wuchtenden Donnerschläge dieses rücksichtslos metallisch rockenden Bastards zum ersten mal hören. "Slave To The Grind" schießt von Null auf Platz 1 der US-Billboard Charts und die Skid’s gehen volley mit Guns N Roses und danach mit den Scorpions auf üppige, auch massiv skandalträchtige, Stadionreise, von der die rotzige Truppe mit einem Wembley-Auftrittsverbot zurückkehrt um sich im Rock-Olymp zu laben und kurz darauf, mit dem nächsten anstehenden Megaact namens Pantera im Gepäck, als Headliner durch die Staaten zu touren.

Auch knappe 17 Jahre danach scheint dieser Wahnsinnserfolg von "Slave To The Grind" absolut unfaßbar. Völlig unkommerziell, wütend und ohne Grenzen rücksichtslos ist es, dieses heillos dreckige Stück knallharter Gitarrenmucke. Mehr Metal als Rock, viel aggressiver, als harmonisch knallen einem neun der zwölf Songs als brettharte Magenhaken in die Wampe. Klar sind mit "Quicksand Jesus", "In A Darkened Room" und "Wasted Time" drei astreine Balladen vertreten, doch auch sie sind weit weg vom Kitsch, weit weg vom 08/15 MTV Format und überzeugen mit Stil und Tiefgang. Der Rest ist einfach nur pures Rüpeltum. Dreckig arschtretender US-Hard Rock mit vehementer Metal Schlagseite und voller rotziger Leck-mich-am-Arsch-Attitüde. Allein das brutale Eröffnungstrippel vereinte Hard Rock und Metal Fans, machte Metallica und Metal Church Fans gleichermaßen zu Skid Row Jüngern.



Wo einen "
Monkey Business" mit monströsem Groove erschlägt, wichst der schlicht phänomenale und unbarmherzig, fast thrashig riffende Titelsong jeden noch so geeichten Headbanger mit all seiner Intensität zu Boden, treibt das völlig erbarmungslose "The Threat" dem letzten Ungläubigen die Schraube ins Hirn. Fernab allen Sicherheitsdenkens fetzen sich die fünf Musiker mit unbekümmerter Rotzigkeit durch ihr Meistwerk, feuern die hemmungslos agierenden Straßenrüpel messerscharfe Riffs, fette Gitarrenwände und betonharte Drums in die Welt, um sie von einem in Bestform seines Lebens wütenden Sebastian Bach perfekt, energisch und unverkennbar veredeln zu lassen. Mitreißende Grooves, großartige Melodien und arschgeile Refrains stehen gleichermaßen nebeneinander, werden von einer perfekten, nie zu glatten und dennoch höchst transparenten Michael Wagener Produktion perfekt in Szene gesetzt. Egal ob schmutzige Gaben wie das einem Magenhaken gleichkommende "Get The Fuck Out", ein völlig abgefuckt hartes "Psycho Love", oder der fast punkig verdreckte "Riot Act+; hier ist jeder einzelne Song ein absoluter Killer, fernab aller gängigen Klischees, fernab allen radiotauglichen Sicherheitsdenkens und meilenweit von aller Sicherheitsattitüde entfernt. Skid Row schissen auf alle Vorgaben, rockten wütend aus dem Bauch und schafften es mit totaler Ellbogentechnik am absoluten Zenit ihres Schaffens und ihrer Popularität anzukommen.

"Slave To The Grind" war härter, schneller, aggressiver und schlicht besser als alles davor und danach! Skid Row haben mit ihrem zweiten Album eines der besten und härtesten Hard Rock/Heavy Metal Alben aller Zeiten erschaffen, das bis heute keinen Deut seiner vehement magischen Wirkung eingebüßt hat und das ohne Wenn und Aber in jeden einzelnen Metal Haushalt gehört.

Besser geht’s nicht und auch hier MUSS man einfach von 10 Punkten für die Ewigkeit erzählen!



So genial die ersten beiden Werke bis heute sind, so wenig erwähnenswert scheint der Rest der Skid Row Festspiele. Die Cover EP "B-Sides Ourselves" weiß noch zu gefallen, während die Skids mit einem harten und rohen "Subhuman Race" im Jahre 1995 in die von Trends inspirierte Orientierungslosigkeit abrutschen. 1996 kommt der Split und Skid Row sind (vorübergehend) Geschichte, die Urformation bis heute sowieso nur noch eine Legende…
Trackliste
  1. Monkey Business
  2. Slave To The Grind
  3. The Threat
  4. Quicksand Jesus
  5. Psycho Love
  6. Get The Fuck Out
  1. Livin’ On A Chain Gang
  2. Creepshow
  3. In A Darkened Room
  4. Riot Act
  5. Mudkicker
  6. Wasted Time
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