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Cover  
Dio - Finding The Sacred Heart – Live in Philly 1986 (DVD)
Label: EMI
VÖ: 2013
Homepage
Art: Review
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Bruder Cle
Bruder Cle
(178 Reviews)
Keine Wertung
Jetzt ist es endlich da. Das vielleicht ultimative Livevermächtnis eines der größten Helden des Heavy Metal: DIO’s spektakuläre Liveshow aus den 80ern, ein Mitschnitt der "Sacred Heart"-Tour in Philadelphia. Anno 1986 galt diese Show als die größte und aufwändigste im der Geschichte des Rock’n’Roll und verwies sogar KISS auf die Plätze. Es war die Hochzeit des Heavy Metal in den USA, als MTV noch ein Musiksender war und zehntausende in die Arenen strömten wenn Ronny und eine Mannen in der Stadt waren. Allein die Setlist ist schon der feuchte Traum jedes Metalfans. Eine stärkere sollte er niemals zuvor oder danach auf die Bühnenbretter bringen. In den ausführlichen Liner Notes von Malcolm Dome (Kerrang!) erfährt man, dass mitten in der Tour Vivian Campbell durch Craig Goldy ersetzt wurde, was damals erstaunlicherweise ohne jede Qualitätsverschlechterung oder Nebengeräusche klappte. Zu spektakulär war das, was den Zuschauern dazumal geboten wurde und was man jetzt endlich in den heimischen Wohnzimmern in fantastischer Sound- und Bildqualität zu Gemüte führen kann. Der mächtige 5.1 Soundremix kann wirklich was und das Bild ist sensationell gut. Nicht verschweigen darf man aber auch, dass der gewaltige Aufwand, der damals gefahren wurde auch Kritik auslöste und die Drachen und Laserschwert-Show von DIO damals auch von vielen belächelt wurde. Nicht zuletzt stellten Anthrax ein Jahr darauf bei ihrer Tour einige ein Meter große Gummidrachen auf die Bühne und machten sich so über diesen Showexzess lustig. Aus damaliger Sicht verständlich, aus heutiger Sicht ist diese gigantische Show aber natürlich ein historisches Highlight. Und man wird schon ein wenig sentimental, wenn man sich vor Augen führt, wie nüchtern und optisch langweilig manche der ganz Großen des Business heute über die Bühne stolpern. Bands wie Iron Maiden natürlich ausgenommen.

Aber jetzt zur Hauptsache. Gigantische Bühnenaufbauten in Form einer Felsenburg mit Treppen, Zugbrücken, Ritterfiguren und einem Drumriser in Form eines Bergfrieds jagen die Erwartungshaltung schon im Vorfeld in ungeahnte Höhen. Das Licht geht aus, ein Aufschrei geht durch die Menge. Jede Menge Laser malen in der Dunkelheit das DIO-Logo auf die Bühnenleinwand und durch ein in rotes, mystisches Licht getauchtes Tor betritt der Meister die Bühne, während die Band nach einem kurzen Intro in "King Of Rock & Roll" einsetzt. Und Philly lässt keinen Zweifel daran, dass ER heute Abend König ist. "Like The Beat Of A Heart", "Don’t Talk To Strangers" und "Hungry For Heaven" - gleich zu Beginn knallt die Band dem begeisterten Publikum einige ihrer größten Hits vor den Latz, bevor man mit dem Medley aus "The Last In Line", dem Sabbath-Klassiker "Children Of The Sea" und "Holy Diver" den ersten Showhöhepunkt einleitet. Beim von diversen Soloeinlagen eingerahmte, unsterbliche "Heaven And Hell" zeigt Ronnie nicht nur sein theatralisches Bühnentalent, auch der Mann hinter dem Lichtmischpult kann sich zum ersten Mal voll austoben. Magie pur! Während das Publikum noch das Spektakel bejubelt, senkt sich eine runde Leinwand auf die Bühne und der Meister verkündet via Projektion den Höhepunkt der Show in Form des Titelstücks des aktuellen Albums. "Sacred Heart" groovt mächtig aus den Boxen und aus dem Nebel erscheint der Kopf des riesigen Drachens. Zwei Stockwerke hoch, fünfzehn Meter Flügelspannweite und Feuer und Rauch spuckend sowie Laserstrahlen aus den Augen spendend eine durchaus imposante Erscheinung. In einem ausladenden Gefecht mit Laserschwertern wird dieser dann „erlegt“ und seine Brust geöffnet, in der ein rot pulsierendes Drachenherz sichtbar wird. Kitschig? Ja, natürlich aber auch sensationell gut gemacht.
Wer meint, die Band hätte damit ihr Pulver verschossen, liegt kräftig daneben. Es folgt ein zweites Medley rund um die damals aktuelle Single, dessen Video auf MTV auf und ab läuft: "Rock’n’Roll Children", erweitert um Ausflüge von Ronnie in seine Rainbow-Vergangenheit in Form von "Long Live Rock’n’Roll" und "Man On The Silver Mountain". "Time To Burn" setzt dann den Schlusspunkt unter das furiose Finale. Natürlich dürfen die Zugaben nicht fehlen und so lassen sich DIO noch insgesamt dreimal auf die Bühne bitten.
Das unkaputtbare "Stand Up And Shout", "Rainbow In The Dark" und die mächtig nach vorne treibende Publikumshymne "We Rock" entlassen die erschöpften und begeisterten Fans in die heiße Sommernacht.

Was würde ich heute dafür geben, damals im Publikum gestanden zu haben. Während jeder Sekunde des Konzertfilms hat man das Gefühl einen der magischsten Momente der Heavy Metal-Geschichte mitzuerleben. Und das in perfekter Sound- und Bildqualität. Mehr kann man von einer Blue Ray/DVD nicht erwarten, oder? Okay, es gibt noch ein schönes Featurette, alte Videos aus 1986 sowie das Video zu "Rock’n’Roll Children", sowie eine „Behind The Scenes“-Doku. Jede Menge value for money also. Für jeden Dio-Fan ist das Teil absolut unverzichtbar und vielleicht sogar eine der besten Heavy Metal-Konzertmitschnitte überhaupt.

Trackliste
  1. Draco Ignis
  2. King Of Rock & Roll
  3. Like The Beat Of A Heart
  4. Don’t Talk To Strangers
  5. Hungry For Heaven
  6. The Last In Line/Children Of The Sea/Holy Diver
  7. Drum Solo
  8. Heaven And Hell
  1. Keyboard Solo
  2. Guitar Solo
  3. Sacred Heart
  4. Rock’n’Roll Children/Long Live Rock’n’Roll/Man On The Silver Mountain
  5. Time To Burn
  6. Stand Up And Shout
  7. Rainbow In The Dark
  8. We Rock
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