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Rob Zombie - The Haunted World of El Superbeasto
Dass Rob Zombie, mit bürgerlichem Namen Robert Cummings, nicht nur extrem coole Musik macht, wird besonders den Gorehounds unter unseren Lesern seit Jahren bekannt sein. Denn Zombies primäres Betätigungsfeld liegt inzwischen nicht mehr im Metal, sondern im Inszenieren kompromissloser Horrorfilme.
![]() Das filmische Werk von Rob Zombie ist definitiv keine leichte Mainstream-Kost fürs Multiplex-Kino, denn seine Filme müssen sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, in ihrer selbstzweckhaften, ausufernden Gewaltdarstellung mehr als nur einmal die Grenzen des Erträglichen überschritten zu haben. Besonders auf sein Filmdebut House of 1000 Corpses (2003) und die Fortsetzung The Devil's Rejects (2005), der in Sachen Gewaltdarstellung die Schraube nochmal kräftig anzog, treffen diese Vorwürfe mit Vorbehalt zu. Die beiden Filme über die sadistische und serienmordende Firefly-Family, eine schrille, bis ins Groteske überzeichnete Karikatur amerikanischer White Trash-Familien, sparen nicht mit expliziter Gewalt und fügen sich damit in eine Reihe mit anderen Zelluloid-Gewaltexzessen des Torture-Horror-Kinos der letzten Jahre von Saw bis zur Hostel-Reihe. Dem produzierenden Studio Universal war House of 1000 Corpses letztlich ein zu heißes Eisen und aus Angst vor einer NC-17-Freigabe, in den USA gleichzusetzen mit Pornos und normalerweise der sichere kommerzielle Tod eines Filmes, reichte man den Film an das Independentstudio Lionsgate weiter. ![]() Die Fortsetzung, das rohe, dreckige Devil's Rejects, ist dann auch stilistisch vollkommen anders geartet und bezieht seine Inspiration eindeutig von diversen Backwoods-Slashern aus den 1970ern wie Tobe Hoopers "Texas Chainsaw Massacre" oder Wes Cravens "Last House on the Left" und "The Hills Have Eyes". The Devils's Rejects spielt nicht nur in den 70ern, sondern beschwört auch den Geist der Filme dieser Ära herauf. Das beginnt beim zeitweise beinahe dokumentarisch anmutenden Handkamera-Stil, dem brutalen Nihilismus und dem vollkommenen Fehlen der nach Wes Cravens Scream so modisch gewordenen In-Jokes über die Regeln des Horrorfilms. Statt der schrillen, psychedelischen Atmosphäre von House of 1000 Corpses gibt es bei den Devil's Rejects ausgewaschene Farben und den billigen Look von 16mm-Film. Die Filmmusik und als Stilmittel geschickt eingesetzte veraltete Editing-Techniken tun ihr Übriges dazu, die trashigste Seite der 70er auf der Leinwand wieder auferstehen zu lassen. Gerade wegen dieser gelungenen Hommage an das rohe Independent-Horror-Kino der 70er kam der Steifen auch bei den Kritikern weit besser weg als Zombies verunglücktes Debut. Auch bei seinem nächsten Mini-Projekt ließ sich Rob Zombie (im Bild mit Gattin und Muse Sheri Moon) von seiner Vorliebe für die 70er leiten, diesmal war es grindiger Naziploitation-Trash der Marke Ilsa, She Wolf of the SS. ![]() Mit seinem Remake des unsterblichen John Carpenter-Klassikers Halloween, der 1978 quasi ein ganzes Genre – den Slasherfilm – mit Minimalstbudget erfand, bewies Rob Zombie 2007 jedoch, dass ein durchaus ernst zu nehmender Filmemacher in ihm steckte. ![]() ![]() ![]() ![]() Maßgeblich zum Unterhaltungswert des Filmes tragen zudem die wirklich erstklassigen englischen Synchronstimmen bei, darunter Paul Giamatti, Rosario Dawson und Rob Zombies Angetraute Sheri Moon, die für die Figur der Suzie-X wie geschaffen scheint. Darum sollte man unbedingt zum englischen Original greifen, auch wenn in der deutschen Fassung Superbeasto von Komiker Oliver Kalkofe synchronisiert wird. ![]() ![]() Mehr von Rob Zombie
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