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8.0
Dynamisch, stimmungsvoll und treibend legt sie los, die neu Vreid. Die Nordlichter machen auch auf ihrem neuen Album verdammt viel richtig. Hart, harsch, melodisch, eingängig, dennoch dezent progressiv und voll der Aura der nordischen Ahnen. Schwarzmetallisch mit epischen Gesängen, stimmungsvollen Chören und Tastenklängen unterladen und mit dem Teufel des skandinavischen Black Metal, Death N Roll und auch viel klassischem Thrash und Heavy Metal gebürstet, lassen Vreid diesmal vielleicht abwechslungsreicher und epischer denn je aufhorchen.
"The Skies Turn Black" hat elf treffsichere Songs am Start und bereits der superbe Opener beweist das deutlich. "From The Woods" ist Vreid durch und durch. Zu Beginn atmosphärisch und dicht, in seiner epochalen Mitte am Weg von Insomnium oder Ghost Brigade, um gegen Ende wieder dem Erbgut der keifenden Schwarzmetallpracht zu preisen. Der Titeltrack zelebriert dann schnörkellos bekannte Black N Roll Muster. Aber auch hier schleicht sich ein episch melodischer Teil mit schönem Gitarrensolo und einprägsamen Gesängen ein. Thrashiger und beton groovig geht’s dann mit einem sehr starken "Second Death" weiter, um die Vielfalt der Scheibe zu betonen. Vreid sind auf "The Skies Turn Black" einmal mehr nicht zu limitieren. Harsch, rau und keifend, trifft metallisch marschierende und episch melodische, teilweise gar beschwörend schöne Klänge. Über allem thronen natürlich die schwarzmetallische Aura und der frostige Gesang und die zutiefst mythische, kühle Aura des hohen Nordens. Stimmungsvoll trifft dann ein instrumentales "Kraken" auf ein Sheitan‘sches Death N‘ Roll-Geschoss ala "Build & Destroy", während ein ausuferndes, geradezu psychedelisch poppiges "Loving The Dead", (eingesungen von der norwegischen Alternative-Stimme Agnete Kjølsrud) stimmungsvoll zur rasselnden Kernkompetenz schielt. Im Finale der Scheibe zeigen Vreid nochmals sehr genau, wie sehr sie es verstehen Heavy Metal mit Black ’n’ Roll und klassischem Black Metal zu paaren und diese Basis mit epischer Atmosphäre und auslanden schönen Momenten zu veredeln. Momente wie "Chaos" ,"Flammen" oder das starke "Smile Of Hate" (Dimmu Borgir lassen grüßen!) begeistern bedingungslos und halten die Spannung bis hin zum ausladen epischen Finale "Echoes Of Life" und dem rabiat treibenden Abgang "The Earth Rumbles" ausdrücklich hoch. Vreid haben mit "The Skies Turn Black" ihre vielleicht beste, abwechlungsreichste und nachhaltigste Scheibe am Start. Selten zuvor haben die Norweger ihre Kunst so konsequent mit Vibes, die Enslaved oder Tribulation, aber auch Old Man’s Child oder eben auch Satryicon auf ihren besten Platten zu dem gemacht haben, was sie nun sind, auf den Punkt gebracht. Vreid sind längt eine konstant gute Band. Diesmal sind sie vielleicht sogar ein wenig mehr. "The Skies Turn Black" ist eine bockstarke, höllisch unterhaltsame Platte und jeder, der all die genannten Bands mag, der soll hier bitte zumindest mal reinhören! Trackliste
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Reviews
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