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Cover  
Rough Silk - Symphony Of Life (CD)
Label: Breaker Records
VÖ: 2001
Homepage
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(2940 Reviews)
6.0
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass diese deutsche Combo gar nicht mehr existiert und das Best Of Album ein Abschluß der sehr durchwachsenen Karriere der Jungs war. Nun SYMPHONY OF LIFE beweist wohl eindeutig das Gegenteil und zeigt, das sich ROUGH SILK weiterhin um die bisher leider nie erlangte Anerkennung und den dementsprechenden Erfolg bemühen. An der Tatsache des mangelnden Erfolges wird das aktuelle Output der Band allerdings wohl auch nichts ändern.

ROUGH SILK haben in ihrer Karriere zwar mit MEPHISTO, auf dem die Jungs wohl einzigartig queen-lastige Songstrukturen mit klassischen Power Metal Elementen verbunden haben, ein absolutes weltklasse Album released, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Doch selbst damit haben sie wohl eher nur den Underground der Szene mobilisieren können, da sie immer im Schatten von weit größeren und namhafteren Acts gestanden haben. Spätestens seit dem Abgang von Ausnahmesänger Jorn Barnett, direkt im Anschluß an MEPHISTO, war diese Band, obwohl der aktuelle Shouter zweifellos über großes Potential verfügt und auch das folgende BEYOND THE SUNDOWN Output durchwegs akzeptabel war, meiner Ansicht nach eigentlich scheintot.

Auf dem aktuellen Release der Untoten gibt’s leider (aber erwartungsgemäß) nix spektakuläres zu belauschen und mit Metal hat das Gesülze tragischerweise fast nichts mehr zu tun. Grundsätzlich zeigen die Deutschen zweifellos, daß sie sehr begnadete Musiker sind, und bauen eigentlich in jeden Song einige sehr schmackhafte Elemente ein, ohne jedoch zu einem befriedigenden Ergebnis, sprich zu einem starken Song zu gelangen. Die bereits bekannten Einflüsse von Giganten wie SAVATAGE und QUEEN sind wiederum unverkennbar, doch wird in keinster Weise auch nur annähernd die Klasse der erwähnten Acts erreicht. Die wenigen Nummern, die man als Metal bezeichnen könnte, holpern unglaublich drucklos daher, und werden sofort zum Opfer der miesen Gülleproduktion, die definitiv nicht metaltauglich ist. Die restlichen Tracks sind teils recht nette Hard Rock Song und teils einfach nur fürchterlich schwülstig klingende stinkige Rocker, die mir sogar im Radio unangenehm aufstoßen würden ( man höre sich z.B. "Nice Day For A Funeral" an...). Wenn ich da an das MEPHISTO Meisterwerk denke, überkommt mich ein schier unglaublicher Brechreiz aufgrund der Selbstverstümmelung, die ROUGH SILK auf diesem Output betreiben.

Co-produziert wurde das Album von keinem Geringeren als Savatage Legende Jon Oliva himself, der darüber hinaus mit "Lucifer" auch einen Song des Albums eingesungen hat. Wer aber glaubt, dadurch würde die Platte zumindest ein Highlight enthalten, der täuscht gewaltig. Erstens ist der Song eher grottig als gut und zweitens beweist dieser Sangesauftritt des einst ach so genialen Jon Oliva leider (und das tut mir als ewigen Savatage Fan immer wieder sehr weh) endgültig, daß der gute Mann, der einst zu meinen absoluten Göttern zählte, definitiv nicht mehr über die geniale Stimme verfügt, die einst Klassiker von "Sirens" bis "Believe" veredelte, und dass Mr. Oliva heutzutage wohl eher einen guten Fresssack und Alkoholiker, als Sänger darstellt und sich in Zukunft (so bitter es auch ist) ausschließlich auf Songwriting konzentrieren sollte (...wenn ich allerdings an die letzte Savatage denke, habe ich selbst hierbei meine Zweifel...).

Grundsätzlich ist SYMPHONY OF LIFE zwar ein recht gutes Heavy Rock Album mit klassischem Touch, klingt aber eindeutig zu lasch und belanglos, um mich wirklich zu begeistern. Mit ein wenig mehr Härte und vor allem einer druckvolleren Produktion, wäre aus diesem Album sicher weit mehr herauszuholen gewesen. Vielen wird das Teil wohl gefallen, ich habe jedenfalls unzählige Scheiben im Haus, die derartige Soundergüsse weit interessanter und spektakulärer aus den Boxen jagen und mir somit beim Arsch lieber sind als dieses Album.

Somit ist SYMPHONY OF LIFE eigentlich nur ein weiteres belangloses Individuum, daß sich in der Weite meines CD Regals verlieren und vergeblich auf eine Auferstehung warten wird.
Trackliste
  1. Symphony Of Life
  2. Suicide King & Chaos Queen
  3. Savannah
  4. Lucifer
  5. The Truth
  6. Nice Day For A Funeral
  1. The Opposite Of Yes
  2. Silicone
  3. Under The Guilliutine
  4. Stories To Tell
  5. Savannah
  6. Nice Day For A Funeral
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