HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Exodus
Persona Non Grata

Review
Ereb Altor
Vargtimman

Review
Trivium
In The Court Of The Dragon

Review
Saeko
Holy Are We Alone

Review
Memory Garden
1349
Upcoming Live
Saarbrücken 
Stuttgart 
Pratteln 
Statistics
6271 Reviews
458 Classic Reviews
280 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Symphony X - Underworld (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 24.07.2015
Homepage | MySpace | Facebook
Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
DarksceneTom
DarksceneTom
(3007 Reviews)
7.5
Siehe da, die neue Symphony X ist da und hätte ich mich vor 10 Jahren so richtig drauf gefreut, lässt mich der Release des achten Studioalbums der Amis eigentlich weitgehend kalt. Nachdem das letzte starke Werk "Paradise Lost" (2007) den test-of-time zwar bestanden hat, im Grunde aber nach wenigen Wochen seines Erscheinens und nach Abklingen der anfänglichen Euphorie auf Nimmerwiederhören in den Tiefen meines CD-Regales versunken ist, konnte die mittlerweile letzte Scheibe "Iconoclast" vor vier Jahren keinen Boden mehr gut machen. Somit ist auch die Vorfreude auf "Underworld" eher gedämpft und die angestrengt klingende Vorabsingle "Nevermore" war in meinem Leben und am Stück gehört in etwa so interessant, wie die Transfermarkttätigkeiten unseres abgehalfterten Heimatvereins.

Dabei ist es natürlich unnötig zu erwähnen, dass klangtechnisch, musikalisch und natürlich auch gesanglich alles auf "Underworld" superb ist. Die Songs klingen alle fein, durchdacht und irgendwie auch schlüssig. Zwingend, mitreißend oder gar umwerfend klingt im Jahre 2015 und in Zeiten, wo im klassischen Prog-Metal-Genre letztendlich längst alles gesagt wurde, aber anders. Ich beichte weiter und ich gestehe, dass meine Zündschnur zur Skip-Taste beim mittlerweile zehnten Durchlauf von "Underworld" nur noch sehr kurz ist.
Es gefällt, es überzeugt, aber es langweilt dann auch. Es ist toll, aber es ist nicht berauschend und es will einfach nicht so sehr glänzen, wie man es gern hätte.

Natürlich ist sind die Songs auf "Underworld" bärenstark. Betrachtet man das Gesamtwerk aus allen Perspektiven, ist vor allem das finale "Legend" mit seinem tollen Groove ein Hammer. Hier zeigen Symphony X, ebenso wie bei der starken Ballade "Without You", dem rockigen "To Hell And Back" , "Swans Song" und "Run With The Devil", dass sie sehr wohl kompakt und knackig auf den Punkt kommen können, wenn sie nur wollen. Gerade bei den drei letztgenannten schimmert der Schatten des Allen/Lande Projektes durch und dieser tut dem Albumkontext durchwegs gut. Das gelingt bei objektiv starken, subjektiv aber "normalen" Prog-Metal-High-End-Songs wie "Nevermore", dem düster bombastischen "Underworld", "Kiss Of Fire" oder dem epischen "Charon" allerdings nicht zwingend genug, um mich vom Hocker zu hauen. Dafür hat man solche Kaliber schon zu oft gehört, und dass in jedem einzelnen Song trotz meiner Kritik Unmengen geiler Riffs, großer Melodien und toller Wechsel stattfinden, versteht sich leider ohnehin von selbst. Das setzt man bei Symphony X schlussendlich ja auch voraus.



Ich tue mir offensichtlich schwerer als gedacht, "Underworld" zu bewerten. Symphony X sind natürlich immer noch eine klasse Band und überragende Musiker. Der Gesamteindruck eines superben und im Grunde makellosen, aber stellenweise einfach nicht mehr restlos zeitgemäßen Prog Metal Albums im 90er Jahre Kleide, ist in meinen Augen aber einfach etwas überholt. Während die meisten anderen Zunftvertreter und Könner längst verstanden haben, dass sie entweder experimenteller, moderner oder einfach songorientierte zu Werke müssen, um den Zeichen der Zeit gerecht werden zu können und nicht nur ihrer eigenen Vergangenheit nachzuhecheln, tragen Symphony X wohl immer noch am liebsten das Rüschenhemd, während sie sich in teilweise angestrengten Songs verirren.

Früher waren Symphony X eine restlos spannende Band. Heute machen sie zwar immer noch herausragende Musik und haben mit "Underworld" vielleicht sogar ihr bestes Album seit "Paradise Lost" am Start. Dennoch fallen mir unzählige andere Acts ein, die weit prickelndere, grenzüberschreitendere Musik parat haben und dem gängigen Korsett des "Progressiven" heute weit deutlicher entsprechen.

Ich gehe hart ins Gericht mit dieser Klasseband und einem richtig starken Album, das an anderer Stelle wohl eine Jubelarie zur Seite gelegt bekommen hätte, und das werden natürlich ganz viele Menschen genau so sehen...um mit Glen Danzig's Worten zu sprechen, können diese Damen und Herren sich ihr "Underworld" Review ja gegebenenfalls selber schreiben...

"Underworld" ist ein unumstritten tolles Stück Musik, einer tollen Band und Symphony X die-hard Fans werden es ohne Zweifel lieben. Ich find's auch klasse, aber mich langweilt's halt ein bisserl....

Trackliste
  1. Overture
  2. Nevermore
  3. Underworld
  4. Without You
  5. Kiss Of Fire
  6. Charon
  1. To Hell And Back
  2. In My Darkest Hour
  3. Run With The Devil
  4. Swan Song
  5. Legend
Mehr von Symphony X
Exodus - Persona Non GrataEreb Altor - VargtimmanTrivium - In The Court Of The DragonSaeko - Holy Are We AloneMemory Garden - 1349Tremonti - Marching In TimeMe And That Man - New Man, New Songs, Same Shit, Vol.2Saitenhiebe: - Das Sein Akt 2: FeuerCradle Of Filth - Existence Is FutileWeckörhead - 2021
© DarkScene Metal Magazin