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Cover  
Dark Fortress - Venereal Dawn (CD)
Label: Century Media
VÖ: 29.08.2014
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2940 Reviews)
8.0
Die süddeutschen Black Metaller hatten trotz guter Alben und einiger richtig großer Momente ihrer Karriere, immer ein wenig damit zu kämpfen, dass sie "nur" die ambitionierten Bayern waren, die großen skandinavischen Vorbildern nacheiferten. Dieses Schattens entledigen sich Dark Fortress mit ihrem mittlerweile siebten, ihrem reifsten und besten Album, "Venereal Dawn" endgültig.

"Eidolon" und "Ylem" waren schon ziemlich klasse, teilweise richtig herausragend. "Venereal Dawn" setzt dem bisherigen Schaffen der Herren aus Landshut aber eindeutig die bisherige Krone auf. Wie so oft, ist es auch bei Dark Fortress notwendig gewesen, die Black Metal Pfade ein wenig zu verlassen, um aus Gutem richtig Großes zu kreieren. Dieser Weg führt zu neuen Ufern. Künstlerisch wie kommerziell. So werden auch jene Metalfans, bei denen Black Metal nicht am täglichen Speiseplan steht ihren Weg zu "Venereal Dawn" finden. Dark Metal darf man die Versatzstücke nennen, die sich bereits beim progressiv konstruierten Titelsong offenbaren. Die Aura ist düster. Sie ist schwarz und diabolisch. Das Gesamtkonstrukt jedoch ist erhaben, metallisch weltoffen und wird dem Sci-Fi-Endzeit-Konzept des großen Ganzen wunderbar gerecht. Ich würde das Werk ungern auf einzelne Songs reduzieren. Es lebt von seiner Dichte. Vom Wechselspiel aus epischen Momenten, aus folkloristischen Akustiktupfern und derber, schwarzer Düsternis. Erhabene Chöre wie bei "Lloigor" wirken ebenso majestätisch, wie die Gitarrenharmonien von denen sie getragen werden. Hochmelodisch wird die Brücke zur brachialen Raserei geschlagen, bevor die zarte Akustikmelodie für Einklang sorgt.

Das hat Stil, das weiß den Hörer zu fesseln und das macht aus Dark Fortress eine richtig große Band. Die Vielfalt macht "Venereal Dawn" aus. Gothic-Vibes wissen das Korsett zu bereichern. Die variable und richtig geile Stimme von Morean drückt ihm den bandeigenen Stempel auf. Wenn "Betrayal And Vengeance" mit seinen knorrigen Satyricon-like Black N Roll Grooves zum Bangen zwingt und dennoch mit einem epischen Finale aufwartet, wenn "Chrysalis" behutsam und beschwörend von Sekunde zu Sekunde wächst und sich "The Deep" als klassische Musik mit südländischem Flair offenbart, um dennoch mit einen Schwarzmetalltollhaus wie "I Am The Jigsaw Of A Mad God" zu harmonieren, ist man weder vor den Kopf gestoßen, noch überfordert.
"Venereal Dawn" findet seine Konsequenz im Abwechslungsreichtum. Mutig und offen arrangiert, vielfältig komponiert, jedoch künstlerisch schlüssig umgesetzt. Anspruchsvoll und dennoch eingängig und geradezu zwingend atmosphärisch.

Das hohe Niveau hält bis zum Ende an. Ein großartig treibendes "Luciform" erinnert an die Wucht der letzten Behemoth, während es die Brücke zu düsteren Meisterstücken der 90er Jahre schlägt. Wahrscheinlich mein Favorit der Scheibe, die mit "On Fewers Wings" ihr großes Ende findet. Hier schlagen Dark Fortress die Brücke zum ausufernden Opener, gekürt von orientalischem Flair und stimmigen female Vocals. Dark Fortress ziehen ihr Konzept bis zum Ende konsequent, finster und mitunter auch sperrig und introvertiert durch. "Venereal Dawn" benötigt Zeit und Raum. Wer ihm die gibt, wird belohnt.

Majestätischer, spannender und packender haben Dark Frotress noch nie geklungen und eine Top-3 Wertung in meiner persönlichen "Schwarzmetall-Jahresskala" haben sie mit "Venereal Dawn" in jedem Fall schon sicher.

Trackliste
  1. Venereal Dawn
  2. Lloigor
  3. Betrayal And Vengeance
  4. Chrysalis
  5. I Am The Jigsaw Of A Mad God
  1. The Deep
  2. Odem
  3. Luciform
  4. On Fever's Wings
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