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Cover  
Castle - Blacklands (CD)
Label: Van Records
VÖ: 08.06.2012
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Art: Review
Werner
Werner
(1350 Reviews)
7.0
Oh, eine schmuck aufgemachte Digipak-CD aus dem Okkult Rock Genre? Wie schön. Hat der Rezensent einen ernstzunehmenden Background? Weniger schön. Das Brett, das solch Kapellen wie The Devils Blood oder Ghost vor circa zwei Jahren losgetreten haben, haben selbigen bis dato nicht wirklich tief berührt, obschon bei diesen Spezies immer wieder Mercyful Fate (eine meiner Lieblingsbands!) als Pate und Vorläufer genannt wird.

Egal, lassen wir uns einfach von dem berieseln, was das kalifornische Trio mit der feschen Mieze am Bass und am Mikroständer – Elisabeth Blackwell heißt sie übrigens – auf dem zweiten Rohling drauf gepackt hat. Diese aufs Nötigste reduzierte Kunst, Songs zwischen dezentem Doom, allertiefstem Achtziger Metal und Sludge zu zelebrieren, ist jedenfalls beachtlich. So spartanisch diese Tracks auch konstruiert sind, so reizend sind sie. Hier kommt echtes, hochenergetisches Proberaum Feeling rüber, das wie ein dunkelgrauer Schleier den Hörer an der Hand nimmt, um ihn in Geheimnis umwobenen Welten von Castle zu entführen. Und das in Zeiten der totalen Digitalisierung? Kaum zu glauben!

Referenzen? Schwer auszumachen. Die alten Trouble, St. Vitus oder Solitude Aeturnus erlaube ich mir, vorsichtig zu nennen. Deutlicher jedoch erscheinen mir die ebenso aus Kalifornien stammenden Hammers Of Misfortune vor dem geistigen Auge, gerade deshalb, weil der verschleierte bis weinerliche Gitarrensound und vor allem die weiblichen Vocals ein ähnliches, magisches Flair hinterlassen. Speziell in "Curse Of The Priests" und "Storm Below The Mountain" kommt dieses – ich gestehe ein – äußerst geile Charakteristikum zum Vorschein. Dass Gitarrist Mat den ein oder anderen Gesangspart beigesteuert hat, tut dem Longplayer, so nebenbei gesagt, recht gut.

Das "erdige/kauzige" im Sound und jenes generell betörende Charisma sind in sich dicht gebündelt die treibende Kraft dieser eigenbrötlerischen Truppe, die man unbedingt auf dem Radar behalten sollte. Wirkt alles in Allem zumindest für meine Auffassung authentischer und griffiger als The Devils Blood. Sollte man antesten!

Trackliste
  1. Ever Hunter
  2. Corpse Candles
  3. Storm Below The Mountain
  4. Blacklands
  1. Curses Of The Priests
  2. Venus Pentagram
  3. Alcatraz
  4. Dying Breed
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