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Cover  
Ivory Tower - IV (CD)
Label: Dust On The Tracks
VÖ: 2011
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Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3225 Reviews)
6.5
Düster und härter als zu Beginn ihrer Tage, als sie wie so viele andere ihrer Zunft noch hemmungslos und nahezu blind dem Schatten der damals übermächtigen Dream Theater gefolgt sind, zeigen sich die Kieler Melodic Prog Power Metaller auf ihrem mittlerweile vierten Longplayer.

Als ob Ivory Tower bereits mit dem schlichten Titel eine gewisse Trendumkehr ankündigen wollten, erkennt man bereits beim Blick auf das Backcover von "IV", dass die Zeiten ausufernder Prog Songs und Instrumentalwichsereien vorbei sind. Die Spielzeiten der Songs sind kürzer, die Arrangements und das Songwriting deutlich kompakter. Das Vorhaben scheint löblich, funktioniert stellenweise auch gut, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass "IV" teilweise leider auch sehr mühsam, weil nicht wirklich auf den Punkt kommend und behäbig, wirkt. Die Nu Metal Idee hinter "Expelled From Heaven" schweigen wir an dieser Stelle lieber tot, auch die Störgeräusche von "Wailing Wall" will ich persönlich auf einem Album von Ivory Tower nicht hören, weil ich den Norddeutschen solchen Klamauk einfach nicht abkaufe. Solchen Ausrutschern stehen mit dem druckvollen "Rape Of Time", der feinen Ballade " Loss", einem sehr schönen "Hands To The Sky" oder dem Albumhighlight "Moments Of Delight" zwar ohne Frage gelungene Songs zur Seite, ob sich die potentielle Käuferschar jedoch die Zeit nehmen wird, die Lichtblicke eines mit Wolken durchzogenen Albums zu entdecken, dem irgendwie die letzte Dynamik und Energie fehlen, das sei dahin gestellt.

Das Gute an "IV" ist, dass sich Ivory Tower endlich den Deckmantel des typischen End-90er Jahre Prog Sound vom Leib gerissen haben. Das Schlechte ist, dass sie dabei teilweise Irrwege beschreiten, denen sicher nicht jedermann folgen kann.
Nicht zuletzt Vanden Plas haben über die letzten Jahre gezeigt, dass man auch im Melodic Prog Sektor würdig ergrauen kann, ohne seinen Trademarks untreu zu werden. Zu diesem Kunststück kann man Ivory Tower trotz aller Ambitionen leider noch nicht ganz gratulieren, denn auch wenn die Deutschen gerne in einer Liga mit Pagans Mind oder Evergrey spielen würden, so fehlen ihnen dafür im Moment leider die Inspiration, das Gespür und die richtig packenden Songs…
Trackliste
  1. Rape Of Time
  2. Expelled From Heaven
  3. Catatonic Sleep
  4. Hands To The Sky
  5. Loss
  1. What If
  2. Wailing Wall
  3. Child Of Burden
  4. We're Lost
  5. Moments Of Delight
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