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Cover  
At The Gates - Slaughter Of The Soul (CD)
Label: Earache
VÖ: 1995
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Art: Classic
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
Was ist das für eine Wohltat, nach dem Genuß von so vielen Melodic-Death-Kopiermeistern aus aller Herren Länder endlich wieder einmal das Original aus dem Jahre 1995 in den CD-Player einzuwerfen. Durch die Videos auf MTV ("Kingdom Gone" und "The Burning Darkness") auf die originellen, markanten und kantigen Frühwerke der Band (damals noch im Umfeld der Peaceville-Labelmates My Dying Bride und Anathema) aufmerksam geworden, war für mich erst das vierte (und leider auch letzte) At The Gates-Album die entsprechende Initialzündung in Sachen zweite Schweden-Death Metal-Welle.

Aufgenommen in der klassischen ATG Besetzung lassen die Schweden gleich mit dem Opener die Katze aus dem Sack und geben die Marschrichtung für die kommenden knackigen und kurzweiligen 34 Minuten vor. Tomas „Tomppa“ Lindberg keift und kreischt sich gleich beim Videotrack "Blinded By Fear" den Kehlkopf wund.



Abwechslungsreiche, starke Stücke wie "Cold" oder schnellere Klopfer wie "Suicide Nation" oder "Unto Others" zeigen, wie melodischer Death Metal zu funktionieren hat: schnell, kurzer Prozeß, ohne unnötige Längen und Spielereien, mit getragener-melodischen Harmonien, einfach auf den Punkt gebracht. Klassische Death Metal Anleihen schimmern (wie beim Beginn von " Under a Serpent Sun") immer wieder klar hervor. Das crunchy-aggressive Soundgefüge wird immer vom wütend-hysterisch schreienden Lindberg überlagert. Neben dem untypisch ruhigen "Into the Dead Sky" tanzt einzig der Abschlußsong "The Flames of the End" aus der Reihe, bei dem abseits des Synthiesounds lediglich ein wenig mit der Gitarre geschreddert und gequietscht wird.

Neben den schneidenden Gitarrenriffs, den Melodien und Harmonien war es (neben dem dem Death Metal entspringenden Gegrowle) das dem Black Metal entliehene, teils hysterische Gekreische, was Tomppa bzw. ATG einen besonderen Touch verlieh und auch irgendwie einzigartig machte. Auch die Rahmenbedingungen bildeten sowohl die Grundsteine & Trademarks als vorerst auch die Meßlatte im Melo-Death-Genre (Albumcover von Kristian Wåhlin, Aufnahme im Studio Fredman, Produzent und Mixer: Frederik Nordström).

Wenngleich die Vergangenheit im Rückblick oftmals gerne verklärt und der Name At The Gates über Gebühr vor allem als richtungsweisende Allgemein - Death Metal Band strapaziert wird, so muß doch festgehalten werden, dass "SOTS" ein Referenz- und auch Ursprungswerk des Melodic-Death-Genres ist und eine derartige Dichte, Perfektion und Intensität in der Verschmelzung aus Melodie und Härte selten erreicht wurde.

Das was heutzutage viele Bands versuchen, das gelang ATG bereits im Jahre 1995 nahezu in Perfektion. Wie wichtig und stilprägend die Band schlussendlich doch werden sollte, ist nicht zuletzt aus der – vor allem ATG zuzurechnenden - Genre-Bezeichnung „Göteborger Schule“ (auch In Flames, Dark Tranquillity und Soilwork kommen aus Göteborg) ableitbar.

Während At The Gates in der Folge die Segel strichen, und ihnen somit die Ernte der Lorbeeren aus eigenem Verschulden versagt blieb, setzten In Flames die Segel, um einen wahren kommerziellen Höhenflug hinzulegen. Die Björler-Brüder gründeten in weiterer Folge The Haunted und konnten Achtungserfolge verbuchen, Drummer Adrian Erlandsson heuerte bei Cradle Of Filth an und Sänger Tomppa mutierte zum Growl/Kreisch-Tausendsassa und war u.a. bei The Crown, Nightrage und Disfear aktiv.
Trackliste
  1. Blinded by Fear
  2. Slaughter of the Soul
  3. Cold
  4. Under a Serpent Sun
  5. Into the Dead Sky
  6. Suicide Nation
  1. World of Lies
  2. Unto Others
  3. Nausea
  4. Need
  5. The Flames of the End
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