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Seventh Angel - The Dust of Years (CD)
Label: Bombworks Records
VÖ: 23.06.2009
Homepage | MySpace
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3229 Reviews)
7.0
Verdammt lange haben sich die Briten im Untergrund versteckt und es ist fast zwanzig Jahre her, dass man sich am starken 91er Album "Lament For The Weary" ergötzen konnte. "The Dust Of Years" ist nun also die Rückkehr der White Metaller, die einst mit ihrem Hang zum Thrash und Doom gleichermaßen bezirzen konnten und schon damals für großartig dunkle Stimmung garantierten.
Wirklich viel hat sich bis heute nicht geändert im Lager von Seventh Angel und ihr Handwerk haben sie wirklich nicht verlernt. Immer noch fabrizieren die Mannen um den charismatischen Frontmann Ian Arkley (dessen grenzmorbid variable Wechselvocals aus Gegrunze, wütendem Geschrei und klarstimmiger Wehmut immer noch ihre ganz eigene schwermütige Aura verbreiten) melancholisch und traurig angehauchten Heavy Metal, der ebenso mit Doom, wie auch Thrash- und Death Anleihen spielt und seine ganz eigene Note und Magie hat.

"The Dust Of Years" ist eine Sammlung von neun ausufernden, höchst deprimierend und düsteren Metal Songs. Gefühlt wie ein ganzer Wald voll Trauerweiden im nebligen Großbritannien offenbaren Seventh Angel nicht immer sofort die Macht ihrer intensiven Songs, die immer wieder Anleihen von Celtic Frost, My Dying Bride, frühen Paradise Lost und Sabbath Preis geben. Gerade bei Glanzpunkten wie "Chaos Of Dreams", einem fast schon Viking -artig rudernden "In Ruins", dem tristen "Exordium" oder einem tonnenschweren "Abelard And Heloise", versprühen die Briten aber immer noch ihre ganz eigene, aufs Wesentliche reduzierte, doch höchst effektive Note. "The Dust Of Years" ist sicher kein Album für jeden Tag und als Sommersoundtrack eigentlich überhaupt nicht zu gebrauchen. Sommerfrischler waren Seventh Angel aber eh noch nie und wenn man sich eines sicher sein kann, dann dass der nächste Herbst früher kommt als man sich wünscht und genau dann kommt der Tag, an dem man diesem Album seine stimmungsvolle Bühne geben wird um seine ganze Vehemenz zu entfalten:
Höchst repressiv und depressiv, zur rechten Zeit am rechten Fleck aber höchst effizient und befriedigend.

Trackliste
  1. Chaos of Dreams
  2. The Turning Tide
  3. Exordium
  4. Weep not for us
  5. Abelard and Heloise
  1. In Ruins
  2. Lamentations
  3. The Raven Sky
  4. Oswiecim
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