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Cover  
Iommi - From The Dark (CD)
Label: BMG
VÖ: 22.10.2026
Homepage
Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3246 Reviews)
9.0
Der Urvater, der Pate, der Erschaffer macht uns pünktlich zum ersten richtig düster-kalten Herbstwochenende ein Geschenk, wie es schöner nicht sein könnte! Tony Iommi, der Allvater der Riffs, hat fast 60 Jahre nach der wegweisenden Gründung von Black Sabbath immer noch die Allmacht in sich, ein überragendes Album zu veröffentlichen. "From The Dark" ist nicht nur die beste Neuigkeit, sondern auch das Album des Jahres für jeden echten Metal-Fan und für jeden, dessen Weg von Tony Iommi so unweigerlich geprägt und begleitet wurde, wie eben auch meiner es wurde. Damit lassen wir es auch sein mit der Aufarbeitung des Erbes und der Huldigung des Vermächtnisses.

Iommi steht mit seinen mittlerweile 78 Jahren immer noch über allen Dingen und erschafft mit "From The Dark" ein spätes, in dieser überragenden Form nicht zu erwartendes Meisterwerk!

Es ist einfach nur zum Niederknien und unfassbar, wie gut die neue Iommi-Scheibe klingt. Der König des Genres, der Meister zelebriert die Essenz des Doom Metal und des düsteren Power Metal in zeitgemäßem Klang. Er kreiert acht großartige, ja beinahe unfassbar gute Songs und hat seinem neuen Partner, Wunderstimme Jørn Lande, darüber hinaus genau jenen Klangkosmos geschaffen, der dem Norweger den perfekten Rahmen bietet. "From The Dark" ist makellose Doom-Kunst eines Tony Iommi. Voll großartiger Riffs, majestätischer Dramatik und herrlicher Melodien, verziert mit dunklen, epischen Euro-Power-Metal-Akzenten, gipfelnd in großartig, ja weltklasse gesungenen Songkolossen, die nicht nur der gesamten Historie von Black Sabbath, sondern auch dem Besten vom Besten der Jørn’schen Fabelwelt aus Beyond Twilight und Jorn gerecht werden, um mit ihrer skandinavischen Note gekonnt auf Candlemass zu verweisen. "From The Dark" zelebriert dabei fast alles, was Tony Iommi in den sagenhaften 80er-Jahren mit Dio und Tony Martin erschaffen hat und dann mit Heaven & Hell weiterführen konnte.



"From The Dark" ist dabei ohne Zweifel das beste Iommi-Soloalbum ever. "Over The Violent Sun" ist bereits als Opener ein Manifest, das düstere "Black Times" und das epische "Beyond The Dead" könnten mit ihrer beklemmenden Schönheit auf der letzten Heaven And Hell genauso stehen, wie auf dem Beyond Twilight-Meisterwerk "The Devil's Hall of Fame". Es ist geradezu feudal, wie Tony Iommi seine eigene Geschichte in ein wundervolles Album einfließen lässt, ohne dabei altbacken zu klingen.

Die Dramatik der 90er-Alben mit Tony Martin, die epische Herrlichkeit der ersten Dio-Heiligtümer, das doomige Fundament der Ozzy-Phase und das herrliche Vermächtnis von "13" und "The Devil You Know" sind allgegenwärtig. Die treibende Single "World Alone", das traurig schöne "Death Wake" oder ein düsteres Doom-Manifest wie "Legacy" sind absolut perfekt komponiert und letztlich natürlich durch einen der besten Sänger unserer Zeit auch überragend inszeniert. Dass Iommi mit "Stormwatcher" obendrein noch einen der besten Songs der letzten Jahre kredenzt, schließt den Kreis endgültig. Der Sound dieser ungemein stilvoll verpackten Scheibe ist perfekt und druckvoll, und so zelebriert der Meister mit einem weiteren Ausnahmesänger an seiner Seite eine knappe Dreiviertelstunde lang gekonnt und erhaben sein Lebenswerk, indem er es souverän und ohne Stilbruch um ein weiteres erhabenes Kapitel erweitert.



"From The Dark" ist wie eine Collage des übergroßen Schaffens von Tony Iommi. Ein wunderbares Schauwerk, das alle Phasen dieses Ausnahmekünstlers zitiert und somit ein herausragendes Album für Fans aller großen Epochen von Black Sabbath!
So klingt klassischer, makelloser Doom Metal. So klingt einer der besten Sänger der Welt, wenn er eine geniale Bühne bekommt, auf der er alle Register ziehen kann. So klingt Tony Iommi. Der Meister. Der Urvater. Der Riffmeister. Der unumstrittene Godfather des Heavy Metal!

Man kann sich vor Sir Iommi in dessen 78. Lebensjahr nicht tief genug verneigen! Danke für alles und wer weiß – vielleicht gehen die Herren Iommi und Lande ja sogar noch mal auf eine Stadiontour. Es wäre zu schön…




 
Trackliste
  1. Over the Violent Sun
  2. Black Times
  3. World Alone
  4. Beyond the Dead
  1. Stormwatcher
  2. Death Wake
  3. Return of the Arbalist
  4. Legacy
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