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8.0
Die Anzahl der mir näher bekannten Viking Metal Bands ist zugegebenermaßen überschaubar: so müssen vor allem Thyrfing, Mithotyn und Ereb Altor als erste Adressen genannt werden, nie ab und an in den Player gezogen bzw. gestreamt werden. Dass eine gewisser Quorthon (Bathory) als Urvater dieses Subgenre gilt, sollten selbst Hartwurst-Amateure begriffen haben. Weshalb es bisher nie zu einer engeren Bindung zwischen mir und Einherjer kam, wissen wie so oft nur die Sterne oder Odin. Via "Dragons Of The North" mischte man Ende 1996 die Szene auf, was dem dazumal noch bescheiden statuierten Label Napalm Records so nebenbei zu einem Popularitätsschub verhelfen sollte. Ein kleiner Klassiker, der 25 Jahre später als Neuauflage genau bei dem selben Label die Reinkarnation erlebte. Im Zuge dessen wurde auch brandneues Material ("Northstar") über das Steirische Unternehmen zugänglich gemacht.
Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass der Rezensent noch relativ offen und neugierig dieser Nische gegenüber steht, weil er im Vergleich zu anderen Teichen bis dato darin wenig zu fischen gedachte. Warum auch immer. Die (nicht ausschließlich) raue Gangart und der frostige Vibe auf "Lifeblood" drücken durchwegs interessante und verlockende Töne durch die Lautsprecher. Sei es in der Sparte Gesang (überwiegend grimmig bzw. auch mehrstimmig als Chor) oder auf instrumentaler Ebene, bei welcher neben der wuchtigen Herangehensweise etliche folkloristische Instrumentierungen zutage treten. Und das homogen und variabel, wodurch "Lifeblood" am Ende sehr authentisch rüberkommt. Wem, wenn nicht "Einherjer" würde man nordische Sagen und Mythen in solch einem blutgetränkten Kleide abkaufen? Die teilweise auf Norwegisch eingesungenen Stücke unterstreichen diesen Fakt zusätzlich. Einen Kracher wie "West Coast Groove" findet man dieses Mal zwar nicht, aber "At The Threshold’s End" an zweiter Position ist da sehr knapp dran. Egal, denn generell ist die archaische Kraft in Songs wie "Bloodborn", "Malstrøm" oder "Eternal North" zu jeder Sekunde hautnah spürbar. Stark! Trackliste
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