Die international besetzte Metal-Formation
Venus 5 hat mit
"March Of The Venus 5" am 20. März 2026 ihr zweites Studioalbum am Start, nachdem das selbstbetitelte Debüt
"Venus 5" 2024 erschien. Fünf Female-Stimmen aus ganz Europa –
Karmen Klinc (
Slowenien),
Jelena Milovanovic (
Serbien),
Tezzi Persson (
HELL IN THE CLUB,
Schweden),
Herma (
SICK N’ BEAUTIFUL,
Italien) und
Erina Seitllari (
Albanien) – bündeln hier erneut ihre Kräfte und möchten ihren Sound auf ein neues Level heben, ohne dabei die eingängigen Hooks und die moderne Produktion des Debüts über Bord zu werfen. Wieder mit an Bord ist Aldo Lonobile (SECRET SPHERE), der hinter den Reglern agiert und die Instrumente sowie Songwriting-Elemente gezielt und effektiv verbindet. Unterstützt wird er von einer eingespielten Studio-Crew mit Gabriele Robotti (Gitarre), Antonio Agate (Keyboards), Andrea Buratto (Bass) und Marco Lazzarini (Drums), während Lonobile selbst zusätzliche Gitarren beisteuert und Serena Torti mit weiteren Vocals unterstützt. Mit Songwriting-Beiträgen von Jake E. (ex-AMARANTHE, CYHRA) setzen Venus 5 auf einen gereiften, riffbetonten Ansatz, kombiniert mit symphonischen und elektronischen Elementen, vielschichtigen Gesangsharmonien und explosiven Refrains – eine Mischung, die besonders Fans von WITHIN TEMPTATION, AMARANTHE und modernem europäischen Metal abholen dürfte – ob das so ist, sagt euch die Review von
"March Of The Venus 5".
Venus 5 - "March Of The Venus 5" - Official Music Video
Mit dem knackigen Titeltrack
"March Of The Venus 5" legen die fünf Rockröhren los und hauen eine stimmungsvolle Hymne raus – das Video zum Lied kann sich übrigens auch sehen lassen, der Link ist oben. Zum Halloween-Song
"Like A Witch" haben
Venus 5 ebenfalls ein Video veröffentlicht. Darunter wird der Song gelobt, und man dankt den Mädels dafür, dass sie den 80er-Rock am Leben halten – dem kann ich zustimmen und empfehle auch hier: Streamt den Song und das Video!
Venus 5 - "Like A Witch" - Official Music Video
Emotional, schmusig und kuschelrockig ist
"Far Away" geworden, somit ist das Eröffnungstrio ein Mix aus treibenden Rockern und gefühlvoller Mucke – so darf es gerne weitergehen.
"Set Me Free" reiht sich eher in die gefühlvolle Sparte der Rocksongs ein, macht aber in den mehr- und einstimmigen Parts vieles richtig. Die Synthie-Gitarren-Attacken fahren
Venus 5 in
"Stereotypes" und
"Surrender", wo es streckenweise wuchtig fette Klampfensoli zu hören gibt. Dramatischer und mit weniger Keys kommen
"Satelite" und
"Invincible" aus den Boxen, beide steigern die Intensität des Albums, während
"Winter On My Skin" erneut auf die emotionalen Schienen wechselt – und das ebenfalls klangvoll und mit der nötigen Traurigkeit. Sehr gut funktionieren hier die verschiedenen Tonlagen der Sängerinnen, die viele Stimmungen abbilden können. Die finalen Lieder sind
"Take It From The Start", eine Melo-Rock-Ballade und
"The Other Shore", das ein bisschen creepy rüberommt und damit punkten kann.
Venus 5 - "Far Away" - Official Music Video
An
The Gems oder
Thundermother kommen
Venus 5 noch nicht ran, da fehlt es an Drive und der nötigen Kraft in der Musik – die Voicepower haben die Girls auf alle Fälle. Ich finde, die 5-Frau-Crew fährt mit
"March Of The Venus 5" dicht an die Referenzen im Genre heran, setzt auch den Blinker zum Einholen und agiert in vielen Dingen auf Augenhöhe. Dass die Ausrichtung stärker in Richtung Metal geht, tut der Band gut: Sie verliert dabei weder die eingängigen Hooks noch die moderne Ausrichtung des Debüts, wirkt aber nicht mehr ganz so glatt und zeigt an den richtigen Stellen auch mal die Zähne. Bitte weiter so!